Mit dem Intercontinental Cannes ist das so eine Sache. Wenn man als Royal Ambassador das Glück hat, eine Suite als Upgrade zu bekommen (Review, Review, Review) ist es ein echt tolles Hotel. Des Öfteren gab es aber auch schon eines der seltsamen Executive Zimmer mit Blick auf die Stadt (Review, Review). Und ehrlich gesagt, mit diesen Executive Zimmern habe ich so mein Problem. Einfach ein größeres Zimmer als Executive Zimmer zu bezeichnen finde ich ein wenig wild. Aber letztlich darf jedes IHG Hotel selbst seine Upgrades bestimmen und das macht Royal Ambassador leider teilweise inkonsistent. Es wird aber besser und die Upgrades schöner. Vielleicht hat das auch etwas damit zu tun, dass man die Anzahl der Royal Ambassadors dieses Jahr halbiert hat. Es gibt ja keine Referral Voucher mehr.

Der Check-in war ungewöhnlich freundlich. In französischen Hotels verwechselt man leider manchmal Arroganz mit Höflichkeit. Und ich war schon ein wenig vorsichtig, da ich in diesem Intercontinental auch schon einiges erlebt habe. Aber es war wie eine andere Welt. Das Buchungssystem ist abgestürzt gewesen und man konnte keine Zimmer mehr zuordnen. Man hat mich auf ein Getränk an der Bar eingeladen, um diese Wartezeit zu verkürzen.  Einige Minuten später hat mir die Mitarbeiterin aber schon mit tausendfacher Entschuldigung die Zimmerkarten für meine Suite gebracht. Ja, auf ein Suite Upgrade, da warte ich auch gern fünf Minuten ;)

In genau derselben Suite war ich schon einmal. Und diese Suite war genial: Riesig, super sauber, wirklich historisch aber renoviert. Man kann wirklich nur feststellen, die Suiten im Intercontinental Cannes sind wirklich gut.

2014 habe ich das Hotel gemieden, weil diese Upgrades in die Executive Zimmer nicht so berauschend waren. Auch hat es mich eher in das Grand Hyatt Martinez (Review, Review) gezogen. In der Zwischenzeit hat man das Carlton renoviert und das ist wirklich gut gelungen. Das Intercontinental wirkt nun vollkommen frisch und luftig.

Im Intercontinental Cannes ist das Star Angebot ein Thema. Wer gesehen werden möchte, der steigt hier ab. Das Problem ist nur, ich lese keine Klatschzeitschriften und kenne viele Promis und Stars nicht. Und würde sie auch nicht erkennen. Aber das ist so eine typisch österreichische Angewohnheit, A-Promis werden prinzipiell nicht wahrgenommen. Mir muss auch ein Rod Stewart im Intercontinental Cannes in die Arme laufen, dass ich mir denke, den habe ich schon einmal gesehen. Wer also sein Ego ein wenig mit der Aura anderer Menschen aufpolieren möchte, der ist in diesem Hotel vollkommen richtig.

Das Frühstück am nächsten Morgen war ein wenig wild. Das Angebot war jetzt nicht schlecht, aber einfach nicht gut präsentiert. Was aber noch absurder war: Während ich gefrühstückt habe, hat das Personal das Cafe aufgelöst. Man hat sich für eine Tagung vorbereitet. Es ist irgendwie sehr seltsam, wenn alle Tische rund um einen verschwinden und abgebaut werden. Das hätte man sicher schöner lösen können.

Fazit: Ein unerwartet guter Aufenthalt. Das Intercontinental Cannes hat sich zum Besseren verändert.

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