Gleich vorweg: Hier geht es jetzt nicht darum, ob man es darf, sondern ob es funktioniert, unter falschem Namen zu fliegen.

Im Schengen Raum haben wir in den letzten Jahren eine starke Automatisierung erlebt. Man checkt mit dem Smartphone oder am Automaten ein. Mit dem Boardingpass geht es dann zur automatisierten Zugangskontrolle zum Airport. Auch das Boarding läuft oft vollkommen ohne irgendeine Interaktion. Eine Dame am Gate überwacht die Scanner. Auf eine Kontrolle der Ausweise wird verzichtet.

Bitte nennt mich geistig umnachtet, aber ich habe schon mehrfach falsche Tickets gebucht. Einmal habe ich einen Tippfehler produziert, ein anderes Mal wurde von mir Nachname und Vorname vertauscht und einmal habe ich unter einem echt falschen Namen ein Ticket gebucht. Jedes Mal ist mir das erst am Airport aufgefallen. Wenn man sich aber streng an die Schreibweise auf dem online Ticket hält, kann man den Flug ohne Probleme absolvieren. D. h. bei einem Tippfehler muss man einfach nur den Namen mit dem Fehler eingeben. Der Boardingpass wird gedruckt und ab gehts.

Problematisch wird es bei händischen Kontrollen der Boardingpässe. Dann kann man mit einem Ticket für eine Frau eher nicht fliegen. Auch wenn man Gepäck aufgibt wird der Ausweis normalerweise angesehen.

Ein Flug mit El Al nach Israel geht so wahrscheinlich auch nicht. Wenn man aber auf einem vollautomatisierten Flug im Schengen Raum unterwegs ist, gibt es niemanden der nur irgendwie auf die Idee kommen würde, den Namen zu kontrollieren. Also bitte, das Geld für das Umschreiben eines Tickets sparen und einfach mit dem Tippfehler oder falschem Namen fliegen.

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