Alle großen Hotelketten versuchen mit den Best Rate Garantien den Kunden zu beweisen, man würde auf der eigenen Seite den billigsten Preis bekommen. Definitiv ist das so nicht. Diese Best Price Garantien haben verschiedene Ansätze. SPG gibt den günstigeren Preis und Punkte her. Kempinski verteilt ein Upgrade und den billigeren Preis. IHG verschenkt die erste Nacht kostenlos. Hyatt gibt eine 20% Ermässigung.

Die Hyatt Best Rate Guarantee war eine Zeit eine ganz ordentliche Sache. Man hat die Versprechen eingehalten. Dann gab es jedoch eine Richtungsänderung und Hyatt hat die Best Rate Guarantee beschnitten. Man hat Geschäftsbedingungen gleich gelassen, jedoch die Umsetzung und Interpretation der Geschäftsbedingungen bis in die Absurdität verzogen.

Darüber habe ich schon geschrieben: 10 schlechte Gründe um eine HYATT BEST RATE abzulehnen

Zusammengefasst kann man sagen, man wendet einfach sehr fragwürdige Methoden um Best Price Fälle abzulehnen an. Hyatt beantwortet einfach keine Anträge (das geht nur über ein Formular). Man verliert die Screenshots. Der Hauptgrund einen Fall abzulehnen ist aber die Behauptung eine Seite sei eine Seite mit Mitgliedschaft.

Seiten mit einer Mitgliedschaft werden normalerweise bei allen Best Price Garantien aller Marken ausgeschlossen. Bei einer Seite mit Mitgliedschaft muss man sich vorher anmelden, um dann den billigeren Preis erst zu sehen. Hyatt ist hergegangen und hat dann wild Buchungsseiten zu Pages mit einer Mitgliedschaft erklärt. Obwohl das so gar nicht stimmt. Das bloße Eingeben einer Email Adresse (während der Buchung) hat schon gereicht um eine Seite zu einer Page mit einer Mitgliedschaft zu erklären. Auch bei sprachlichen Problemen (die Hyatt Mitarbeiter verwenden keine Übersetzungsprogramme) hat man ganz einfach Pages zu Seiten mit einer Mitgliedschaft erklärt.

Im Hintergrund gibt es eine Liste. Wird ein Fall mit so einer Seite eingereicht, wird der Fall automatisch abgelehnt. Auch wenn man schlüssig beweisen kann, dass die Seite keine Mitgliedschaft erfordert, wird der Case abgewiesen. In meinen Augen ein sehr fragwürdiges Verhalten. Sogar die IHG Best Price Garantie – und die verschenken ja bekanntlich die Zimmer – ist da ordentlicher und geregelter.

Hyatt behält sich ja vor, die eigenen Geschäftsbedingungen zu interpretieren und diesen Passus reizt man eindeutig sehr stark aus.

Jetzt hat man erneut die Best Price Guarantee verschärft. Man benötigt nun bereits eine Buchung um den Fall einzureichen.

Singleflyer.com hat auf diesen Umstand aufmerksam gemacht: Hyatt Best Rate Guarantee Change

Auf Twitter liest sich die Meldung von @HyattConcierge so:

“We now require a reservation to be made for a completed BRG claim.”

Konnte man also bis jetzt eine nicht-stornierbare Buchung einreichen und erst dann eine Reservierung machen, so braucht man bereits jetzt eine Reservierung. Das ist eine eindeutige Verschlechterung der bereits schon sehr eigenwillig interpretierten Regeln der Best Rate Garantie.

Inwieweit die Geschäftsbedingungen der Best Rate Garantie das hergeben ist mir aber ein wenig fraglich. Ihre Terms&Conditions kann man für oder gegen den Kunden interpretieren. Hyatt hat sich entschlossen es gegen die Gäste auszulegen.

Warum macht Hyatt nicht einfach Schluß mit der Best Rate Guarantee? Dem Eindruck kann man sich nicht verwehren, Hyatt versucht mit allen Mitteln alle Fälle abzuwehren. Diese Interpretation der Geschäftsbedingungen reiht sich nur in eine Reihe anderer Methoden ein. Warum bewerbe ich dann etwas, was ich aber eigentlich gar nicht erfüllen will?

Klar, Hyatt und alle anderen Marken sind kein Wohlfahrtsunternehmen und wollen Gewinn machen. Aber bei den Loyalitätsprogrammen geht es auch immer um Loyalität. Die strapaziert Hyatt derzeit aber zunehmend …

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