Da haben sich irgendwie bei Hotels und Airlines seltsame Gebräuche eingebürgert …

EtihadA380FirstMumbaiAbuDhabi14

Soziale Netzwerke kann man aus dem Leben eines modernen Menschen schwer wegdenken. Man teilt Erlebnisse über Facebook, schöne Momente werden mit Instagram festgehalten und auf Twitter wird diskutiert. Die Hotels und Airlines sind auf diese Welle aufgesprungen. Auf der einen Seite ist es ein guter und relativ kostengünstiger Weg viele Menschen zu erreichen. Auf der anderen Seite kann ein Unternehmen mit Interaktionen User an die Marke binden.

Die meisten Airlines und Hotels haben einen Instagram Account eröffnet. Auf dem werden PR Fotos, aber auch Fotos von Usern geteilt. Da gilt natürlich: Ständig braucht es neuen Input. Die User freuen sich natürlich, wenn ihre Fotos von einer bekannten Marke geteilt werden. Bei Twitter hat man eine Art Kundenservice eingerichtet. Bei Problemen schickt man einem Unternehmen einen Tweet, aber auch positive Erlebnisse werden geteilt.

So wäre das alles in der Theorie. Bad Practice ist aber an der Tagesordnung!

Ich habe einige Fotos auf Instagram, aber ich bin nicht so der Instagram Typ. Dieses Medium bringt für den Blog zuwenig Rücklauf. Ich könnte 10 000 Follower auf Instagram haben, aber die wenigsten würden von Instagram aus meinen Blog aus besuchen. Weil ich aber schön brav meine Fotos mit Verweisen versehe, werden meine Bilder leicht von Hotels und Airlines gefunden.

SPG hat Instagram stark in die Seite eingebunden. Damit ein Foto jedoch auf der SPG Seite angezeigt werden darf, brauchen sie eigentlich ein Einverständnis. Auch ein Repost müsste von mir genehmigt werden. Jetzt gibt es Hotels, die schön brav fragen und ich gebe ihnen die Erlaubnis meine Fotos zu verwenden. Sollen sie bitte damit tun, was sie wollen. Irgendwann erscheinen diese Bilder auf der Page des Hotels. Manche Hotels – das muss jetzt auch kein SPG Hotel sein – klauen einfach meine Fotos. Da wird nicht gefragt, sondern man nimmt sich das einfach, postet sie und verwendet sie für die Page. Ich schaue mir das an und lasse mir keine grauen Haare wachsen, aber so schwierig ist es nicht, jemanden zu fragen. Die meisten User werden sowieso Ja sagen.

Airbus hat mich schon ein wenig mehr geärgert. Mit der A380 Kampagne versucht man dieses Flugzeug stärker in der Wahrnehmung der Kunden als bestes Flugzeug der Welt zu heben. Man bekommt von einem Administrator eine Nachricht, ob Airbus Fotos von Instagram verwenden dürfte. Eine bloße Antwort reicht ihnen jedoch nicht. Man muss ein online Formular ausfüllen und die Rechte abtreten. Das ist alles ein wenig kompliziert und dauert schon einige Zeit. Sie wollten 15 Fotos von mir und haben kein einziges verwendet. Das hat mich schon verärgert. Warum machen sie nicht vorher die Redaktion und fragen dann erst die Leute nach dem Einverständnis. Da vergeudet man einfach nur meine Zeit.

Genauso ist Etihad unterwegs. Ständig will man meine Fotos. Ständig gibt es irgendwelche Anfragen. Die Fotos wollen sie sogar per Email. Wenn sie diese Fotos aber dann nicht veröffentlichen, warum hat man mich überhaupt gefragt. Schon wieder einige Lebensminuten verschwendet. Man hört auch nie wieder etwas von dieser Redaktion. Die holen sich die Fotos und dann sind sie von der Bildfläche verschwunden. Wochen später sind sie schon wieder da und betteln nach Fotos. Was damit passiert weiß ich nicht.

Man macht eine Anfrage bei einem Twitter Account einer Airline oder eines Hotels. Man erklärt das Problem in privaten Nachrichten. Die Antwort ist dann, schreiben sie uns eine Email. Das hätte ich ja gleich machen können. Da hätte man mir einfach Zeit erspart.

Soziale Netzwerke sind eine interessante Art und Weise mit Menschen zu kommunizieren. Was im mitmenschlichen Bereich gilt, das sollte man vielleicht auch als Airline oder Hotel berücksichtigen. Man stiehlt niemanden die Zeit. Man nimmt sich nicht einfach irgendwelche Dinge. Man verwickelt keine Menschen in unnötige Gespräche (es sei denn man möchte mit ihnen eine Beziehung beginnen).

EtihadA380FirstApartment33