Gibt es eine großzügigere Airline als Oman Air? Hier jetzt mein Review einer ungewollten Teilnahme am Stopover Programm …

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Eigentlich hatte ich keinen Stopp bei meiner Reise von Singapur nach München in Muscat eingeplant. Oman Air musste aber Anpassungen am Flugplan machen und ein Aufenthalt wurde damit notwendig. Von sich aus hat sich Oman Air bei mir gemeldet und Alternativen ermöglicht. Eine Pause im Oman war aber bei jeder Variante unausweichlich. Die Dame von Oman Air hat jedoch gleich die kostenlose Teilnahme am Stopoverprogram angeboten. Oman Air würde alle Ausgaben übernehmen. Normalerweise kostet das ja. Das hat sich interessant angehört und klar habe ich eingewilligt. Den Flug stornieren wollte ich nicht. Oman Air war in der Kommunikation absolut vorbildlich und damit hatte ich wenig Sorgen.

Bei so einem von einer Airline übernommenen Stopover kann schon etwas passieren. Mitunter kommt man in einem crazy Hotel unter. Vorher bekommt man normalerweise keine Informationen und tappt da ein wenig im Dunkeln. Meiner Herkunft aus dem deutschsprachigen Raum entspricht das nicht und so habe ich ein wenig recherchiert. Bei Flyertalk fand sich nur ein Bericht über die Teilnahme am Stopoverprogram aufgrund von Änderungen am Flugplan von einem Economy Passagier. Der Bericht über ein Hotel mit dem Spitznamen Golden Toilet war wenig erbaulich. Für einen Business Passagier sollte es ein besseres Hotel geben, so dachte ich mir. Insgeheim habe ich mir schon einen Exit Plan ausgemalt. Wenn das Hotel nicht gepasst hätte, dann wäre es das Hyatt, Intercontinental oder Crowne Plaza geworden. Es kann mich ja keiner zwingen, in einem bestimmten Hotel zu schlafen.

Also angekommen in Muscat ging es natürlich gleich zum Arrival Transfer Desk. 10 Personen waren in der Economy Schlange angestellt. Ich habe mich bei Business als einziger Gast eingereiht. Die Dame hat mich vor der Economy drangenommen. Soweit kennt man das als Business bzw. First Passagier. Sie hat im Best Western Premier angerufen und dort um ein besseres Zimmer gefragt. Die haben die Verfügbarkeit bestätigt. Auf einmal springt sie auf, lässt die 10 Eco Passagiere stehen und bittet mich zu folgen. Bei der Passkontrolle standen doch ca. 50 Personen. Sie winkte ein wenig den Herren, es ging an die Spitze der Schlange und innerhalb von einer Minute war ich im Oman eingereist. Gepäck hatte ich keines und so hat sie mich gleich zum Taxi gebracht. Dort hat sie dem Taxifahrer irgendetwas erzählt und ich saß im Wagen zum Hotel. Insgesamt hat es vielleicht 10 Minuten vom Tranfer Desk bis zum Taxi gedauert.

Einige Minuten später war ich beim Best Western Premier. Bei der Rezeption hat man bereits gewartet und es gab mein Executive Zimmer. Man hat auch gleich angeboten, ich könnte von der Speisekarte beim Roomservice alles bestellen. Oman Air würde zahlen. Um 30 Euro habe ich mir einige Getränke bestellt. Hunger hatte ich keinen, aber da war scheinbar kein Limit eingeplant. Alkohol gab’s keinen, da das Hotel keine Lizenz hat. Wer sich aber vollaufen lassen möchte, hätte das natürlich mit Champagner im Flugzeug besser machen können.

Das Zimmer war eigentlich ganz ok. Ein absolut neues Hotel. Klar, kein Luxushotel, aber ein vollkommen annehmbares Airport Hotel.

Das Frühstück am nächsten Morgen im menschenleeren Hotel war in Ordnung. Ich hatte mir den Hunger aber für die gute Oman Air Business Lounge am Flughafen aufgehoben. Kulinarisch ist die ja sehr nett.

Pünktlich hat das Taxi vor dem Hotel gewartet und es ging zu meinem Flug nach München.

Insgesamt kann ich Oman Air für ihr Kundenservice nur loben. Man bemüht sich richtig um die Business Passagiere. Bei so einem ungewollten Aufenthalt bekommt man eine persönliche Betreuung, ein eigenes Taxi und ein besseres Hotel. Alles funktioniert extrem angenehm und reibungslos. Ein großes Like meinerseits für Oman Air, auch wenn man den Flugplan geändert hat ;)

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