Review eines sehr kurzen Aufenthaltes im Grand Sheraton Krakau. Nach einer halben Stunde war ich wieder weg …

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Für geschönte Reviews darf ich auf die Lifestyle Blogger verweisen. Hier spielt sich die Realität ab. Einen besseren Review könnte ich nur unter stärkerem Einfluss von Alkohol schreiben, aber ich trinke selten.

Das Grand Sheraton in Krakau hat eine tolle Lage. Es liegt gleich an der Grenze der Altstadt und gegenüber dem Königspalast. Geschichtsträchtigeren Boden gibt es in Polen nicht mehr wirklich. Fährt man beim Hotel vor, hat man eigentlich einen echt guten Eindruck. Die Location schafft eine gewisse Aura.

Der Check-in war das Problem dieses sehr kurzen Aufenthaltes. Die Dame bei der Rezeption war sehr ungewöhnlich unterwegs. Ich wollte um 14:30 einchecken, die Dame meinte, ich würde zwar ein Upgrade in ein Club Zimmer bekommen, aber das Zimmer würde erst in unbestimmter Zeit frei werden. Gehen sie in den Club und warten sie dort. Wir werden sie informieren. Wann genau das Club Zimmer frei werden würde, konnte sie mir nicht sagen. Die meisten Gäste hätten um einen Late Check-out gebeten, also irgendwann um 17:00 gäbe es das Zimmer. Das war doch in einigen Stunden ich war da wenig begeistert auf ein Club Zimmer zu warten.

Der Ton der Dame war sehr ungewöhnlich und ruppig. Auf meine Kritik, ob es nicht ein anderes Upgrade geben könnte, rief sie laut über die Rezeption zu einem anderen Herrn ca. 8 Meter weiter und quatschte lautstark über die Lobby in polnischer Sprache. Das Wort “Upgrade” ist gefallen, also ging es um scheinbar um mein Zimmer. Sehr gelangweilt ging es dann mit mir weiter. Im Befehlston hätte mich die Dame in die Lounge geschickt. So nach dem Motto, aus dem Auge, aus dem Sinn. Sehr freundlich war die ganze Angelegenheit nicht wirklich und von so einem Verhalten war ich regelrecht schockiert.

Weil ich nicht warten wollte, gab es dann ein Zimmer. Der Weg hat den ersten Eindruck nicht verbessert. Das Hoteldesign ist schon ein wenig aus einer vergangenen Zeit.

Das Zimmer habe ich mir noch angesehen. Eine Verbindungstür hat mich gleich in Verzückung gebracht. Auch die Aussicht auf eine Wand war nicht berauschend. Hat man sich in eine Ecke des Zimmers gestellt und aus dem Fenster geblickt, hätte man die Weichsel gesehen. Aber da musste man sich für einen schönen Ausblick sehr bemühen.

Die Herrschaften bei der Lobby waren irgendwie in der Abwehr eines Upgrades zu gut. Die Begründungen waren schon eingelernt und sie hatten echt Routine.

Ich habe dann beschlossen das Weite zu suchen. Normalerweise hat ein Hotel auch am 01.01. die Anreisen unter Kontrolle. Normalerweise verteilt man die Zimmer bereits im Vorhinein und lässt es nicht einfach auf sich zukommen. Ja klar, es würde mir das beste verfügbare Zimmer (inklusive Suiten) als SPG Platinum zustehen. Man hat auch alle Zimmerkategorien verkauft. Zur Check-in Zeit gab es sie aber nicht. Da ist ihnen definitiv die Lage entglitten. Ich kann nicht gleichzeitig alle Zimmer verkaufen, sie aber nicht haben und bei einer Anreise zur Check-in Zeit nicht verfügbar haben.

Man hätte das schöner lösen können. BTW war es Befehlston und ich mag es einfach nicht von einer Rezeptionistin direkte Anweisungen zu bekommen.

Meine Vorschläge:
“Sollen wir ihr Gepäck verwahren, möchten Sie einen Spaziergang in der Stadt machen.”
“Ich werde Sie per Handy unverzüglich informieren, falls ihr Zimmer frei wird.”
“Haben Sie schon einen Kaffee getrunken, wir würden Sie in der Wartezeit darauf einladen.”
“Wir haben ein Wartezimmer für Sie. Sollte Ihr Upgrade fertig verfügbar sein, dann können Sie natürlich umziehen.”

Im Sheraton war es jedoch: “Gehen Sie in die Club Lounge und warten Sie dort. Wir wissen aber nicht, wann das Zimmer verfügbar ist.”

Ich habe dann den Aufenthalt abgebrochen. So eine feindselige Haltung gegenüber einem Hotelgast habe ich noch selten gesehen. Interessanterweise hat man den Aufenthalt auch noch voll kassiert.

Eigentlich wäre ich gern von dem Hotel überzeugt gewesen. Ich bin oft in Krakau und die Lage ist perfekt. Die Zugehörigkeit zu SPG macht das Hotel auch sehr interessant. Ich werde es aber meiden.

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