Die Geschichte ist echt absurd. Der Ex-Premier von Norwegen wird bei der Einreise in Washington Dulles gestoppt, abgesondert und muss sich einer Befragung stellen …

Washington D. C.

Die Story ist amüsant und sehr unterhaltend. Die Einreise in die USA ist immer so eine Sache. Natürlich hat man sein ESTA Visum ordentlich ausgefüllt. Natürlich wird man über den Grund der Einreise direkt am Grenzübergang befragt. Es kann jedoch vorkommen, dass man sich einem genaueren Verhör stellen muss. Man wird dann abgesondert und in einer Befragung wird ein Gefährdungspotential ausgeschlossen. Prinzipiell nicht angenehm, aber wenn es der Sicherheit in den USA dient, soll es eben so sein.

Als versierter Reisender weiß man, dass ESTA und das Visa Waiver Program aber Limits kennt. Hat man den Iran bereist, dann braucht man eigentlich ein echtes Visum:

“Nationals of VWP countries who have been present in Iraq, Syria, or countries listed under specified designation lists (currently including Iran and Sudan) at any time on or after March 1, 2011 (with limited government/military exceptions).”

Bereits Präsident Obama hat vor einiger Zeit diese Änderung vorgenommen.

Der Ex-Premierminister von Norwegen ist jetzt mit Diplomatenpass in die USA geflogen. Das war mit der Botschaft der Vereinigten Staaten in Norwegen so auch abgeklärt. Darin war sein Amt als Premierminister eingetragen. Leider war in diesem Pass aber auch ein Visum für den Iran.

Die Behörden am Flughafen Washington Dulles haben ihn separiert. Nicht einmal der Hinweis “Don’t you know who I am” hat geholfen. Dann folgte eine Befragung um sein Gefährdungspotential zu bestimmen.

Es ist nicht viel passiert, aber schon sehr schräg. Wenn ich dann mal wieder irgendwo in einem Hinterzimmer lande und ein Interview folgt – mein Pass liest sich wie ein Atlas – dann denke ich an den Ex-Premier von Norwegen.

Die ganze Story und ein Interview bei ABC: Former Norwegian Prime Minister held for questioning at Dulles Airport