Mit dem A319 in der Business von Tiflis nach München. Eine der absurden Strecken der Lufthansa …

LufthansaBusiness1

München (MUC) – Tiflis (TBS)
A319 – Business
Günstiges Osteuropa Ticket Budapest – München – Tiflis (Return)
Champagner: Keiner

Georgien ist eigentlich ein wunderschönes Land, aber wirklich schlecht an die Welt angebunden. Die Möglichkeiten dorthin zu kommen sind beschränkt. Lufthansa fliegt mit Austrian wirklich überall in der Gegend hin und natürlich ist auch Tiflis im Repertoire. Mit Abflugort Osteuropa war das Ticket preislich in Ordnung.

Die meisten Verbindungen abgehend vom Mini Flughafen TBS – der Airport hat nur 4 Gates – gehen in den Morgenstunden weg. Auch die Lufthansa hatte die unmenschliche Abflugzeit 05:00 Uhr. Mit dem Taxi war man echt flott am Airport. Auch in Tiflis gibt es um 03:00 Uhr Morgens keinen Verkehr. Schnell war der Lufthansa Check-in gefunden. In schöner deutscher Manier war Business und Economy getrennt. Vor der Aufteilung stand ein Aufpasser, der in Economy und Business zu unterscheiden hatte. Ich hab’ mich dann eben hinter einem Pärchen bei der Business angestellt und auf einmal hatte der Super-Checker seinen Auftritt. Ich stehe also da in der Business Schlange, kommt dieser Typ mit englischer Muttersprache und beginnt den Mitarbeiter am Anfang der Schlange zu attackieren. Warum er denn als Business Passagier zu warten hätte. Währenddessen ist das Pärchen vor mir fertig geworden und der Mitarbeiter hat diesen einen Herrn genommen und vor mich gebeten. Ich habe dann diesen Herrn aufgefordert sich nicht vorzudrängen, aber der hat nicht reagiert, stand schon in der Schlange und war schon in Fahrt. Die Dame von der Economy hat mich zu sich gebeten, meine Boardingpässe waren in einigen Sekunden ausgedruckt und mein Koffer auf dem Band. Sie hat mir in Lounge Invitation in die Hand gedrückt und das wars. Währenddessen wurde es an der Business Schlange lustig. Die Dame am Schalter meinte, dass er eigentlich nicht auf der Maschine sei. Ein Streitgespräch hat sich abgespielt. Er hätte das Ticket gebucht und warum ihn Lufthansa nicht mitnehmen würde.  Noch schnell hat er mit irgendeiner Firma und dem Anwalt gedroht. Die Dame blieb cool und ließ sich das Ticket zeige. Er hat dann den Laptop rausgeholt und die Email geöffnet. Ein Blick hat ihr genügt und sie hat ihn zum LOT Schalter verwiesen. Er würde mit LOT eine Stunde später nach Warschau fliegen. Maaahhh wie peinlich war dieser Auftritt denn. Ich konnte nur mehr schmunzeln und bin in die Lounge.

Ich mag kleine Airports. Sicherheit und Passkontrolle haben nur einige Minuten gedauert. Die Lounge (Review: Primeclass Lounge Tiflis) war schnell gefunden und dann habe ich auf den Flug gewartet. Interessanterweise war eineinhalb Stunden vor Abflug schon Go to Gate angezeigt und das hat sich dann auch bis zum Boarding nicht verändert. Bei vier Abfluggates konnte man das Boarding aber schön mitbekommen. Definitiv war Go to Gate ein wenig zu früh eingeschalten ;)

In der typischen Lufthansa Manier ist das Boarding absolut korrekt abgelaufen. Als erster Passagier war ich in einer inner-europäischen Business mit blockiertem Mittelsitz und habe dann eben gewartet bis der A319 fertig war. Pre-departure Drink spart sich Lufthansa. Man hat nur so einen Amenity Kit mit sehr sehr seltsamen Geruch nach Gummienten ausgeteilt. Die Flugbegleiterinnen haben zunächst einen freundlichen Eindruck gemacht, der sollte sich aber dann wandeln.

Noch direkt am Gate hat man die Maschine enteist und es ging nach München. Aufgrund der unmenschlichen Zeit waren die restlichen vier Passagiere in der Business schnell weggetreten. Ich wollte mir das Frühstück aber schon geben. Zunächst bekam ich mal die Karte. Dann einen Drink. Die Ladies haben noch länger die Economy mit Snacks versorgt und erst dann gab es für die Business das Frühstück. Ein wenig Obst, Käse, Wurst und ein warmes Gericht waren in Ordnung. Vor einigen Jahren war das aber genau das Economy Essen, was Lufthansa in der Business nun serviert. Leider machte es schon einen gewissen sparsamen Eindruck. Ein wenig mehr Raffinesse würde ich mir da schon wünschen.

Der Service war irgendwie seltsam. Es hat alles super lange gedauert. Die Economy hatte vor der Business das Essen und Getränke. Man hat nicht abserviert. Die Ladies haben sich nur hinter ihrem Vorhang versteckt. Ich wollte es mir eigentlich bequem machen und habe ihnen dann die Gläser in die Galley gebracht. Ich bin sicher kein Gast, der ständig die Flugbegleiter quält und da große Luftsprünge erwartet, aber die Damen haben es schon sehr lässig genommen. Im Träumeland in der schwach besetzten Business ging es dann nach München.

Fazit: Die Lufthansa ist einfach eine gut funktionierende Airline mit Organisation. Gerade die absurdesten Destinationen machen sie sehr interessant. In der Business wäre mein Wunsch ein wenig mehr Luxus.

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