Review einer Junior Suite im neuen Ritz-Carlton Budapest. Gute Lage, toller Name, aber ein wenig mittelmässige Leistung …

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Das Le Meridien hat man vor einiger Zeit geschlossen, renoviert und daraus ein Ritz-Carlton gemacht. Dieses Hotel musste ich mir nun ansehen.

Die Buchung war ein wenig kurzfristig. Aus dem Lanchid 19 (Review) bin ich ausgezogen. Eine alternative Herberge musste her. Ein Ritz-Carlton sollte so eine flotte Buchung aushalten.

Der Check-in war ein wenig wild. Als Marriott Platinum ist mir klar gewesen, dass es in der Marke Ritz-Carlton nicht die besten Vergünstigungen gibt. Kostenloses Internet und Upgrade, that’s it. Die Damen waren zwar nett, aber ein wenig unbeholfen. Auf meine Frage nach einem Upgrade, gab es wieder die Fully-booked-Story. Was definitiv nicht der Fall gewesen sein kann, da ich während meines ganzen Aufenthaltes genau 5 Gäste gesehen habe. Es gab ein Upgrade. Welches Zimmer das war, konnte ich irgendwie nicht rausfinden. Gerechnet habe ich mit irgendeinen größeren Corner Room.

Das Upgrade bestand dann in einem Upgrade von einem Zimmer in ein Zimmer. Yeah! Kleinere Zimmer gibt es in dem Haus nicht, es war definitiv das Standardzimmer von der Homepage. Also wieder zurück zur Rezeption. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Upgrade Games der Hotels jetzt schon schwer satt habe und nicht wirklich happy gewesen bin. Ich habe dann das Gespräch übernommen und nach einem bezahlten Upgrade gebeten. Mit einem Aufpreis hatte ich auch kein Problem. Das ist eben ein Ritz-Carlton und so ist es nun mal. Für die Junior Suite hat man dann genau die Differenz zwischen der Suite und meinem gebuchten Zimmer (ohne Upgrade) verlangt. Auch irgendwie nicht so ganz die nette Art und Weise, aber ich bin darauf eingestiegen.

Die Suite war dann echt schön. Sie lag in der höchsten Etage, mit direktem Blick auf die St. Stephan Basilika. Die Suite war stylisch eingerichtet und nett. Leider hatte sie einige Schönheitsmängel. Kein Obst, kein Brief, keine Blumen und keine Schokolade. Bei einer gekauften Suite erwarte ich das schon. Im Wohnzimmer gab es einen sehr seltsamen großen frischen Fleck. Erneut umziehen wollte ich nicht, deswegen wurde der mit einem Handtuch abgedeckt. Eigentlich dürfte man so eine Suite mit so einem Makel nicht verkaufen. Das ist schon ein grober Fehler des Housekeeping.

Das Haus hat man nur teilweise renoviert. Die Badewanne, die Türen, die alten Fenster und die Steckdosen sind gleich geblieben. Auch manche Bilder kannte ich noch aus den Le Meridien Hotel. Ja, der Refresh ist gut gelungen, aber ob das den Aufpreis rechtfertigt bezweifle ich.

Die Hardware ist ein wenig dürftig. Der Pool in der obersten Etage war noch geschlossen, genauso Sauna und Spa. Das Fitnesscenter hat einige Cardio Geräte und Gewichte bis 10Kg. Das hat mich jetzt nicht umgeworfen. Das Hotel hat keine Tiefgarage und bietet nur Valet Parking. Definitiv für das Hotel spricht die Lage. Man wohnt wirklich im absoluten Zentrum der Stadt.

Der Check-out war auch wieder sehr crazy. Meine Kritik über den ekeligen Fleck hat man irgendwie überhört oder wollte es nicht wahrnehmen. In einem teuren Hotel, wo ich mir die Suite letztlich gekauft habe, will ich schon eine problemlose Leistung. Ich wurde dann ein wenig direkter. Den Aufpreis für die Suite vom Zimmer gab es schließlich zurück.

Als Marriott Platinum habe ich mich absolut nicht Willkommen gefühlt. Die Lage ist sehr gut, das Design schön, aber die sehr reduzierte Hardware und der seltsame Auftritt haben mich ein wenig irritiert. In Budapest gibt es viele exzellente Alternativen. Für high-end würde ich definitiv dem Four Seasons den Vorzug geben. Preis-Leistung passen im Ritz-Carlton nicht zusammen.

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