Punkte können schon einen echt enormen Wert darstellen. Sie sind eine Art Schattenwährung, aber mit einem fixen Umrechnungspreis …

Vor einigen Tagen hat in Astana die Expo aufgesperrt. Mit Astana hat sich Kasachstan in den letzten Jahren in der Steppe eine Science Fiction Planstadt errichtet. Wenn man dann noch dazu eine Expo hineinwirft, dann wird es ein wenig verrückt. Diese crazy Expo mit der absurden Stadt Astana wollte ich mir unbedingt ansehen und im Sommer werde ich einige Tage einen Ausflug dorthin unternehmen.

Expo, wenige Hotels und eine neue Stadt. So eine Kombination treibt die Preise in die absurdesten Höhen. Wirklich in Astana sind die Hotelpreise in atemberaubenden Höhen gerade unterwegs. Marriott, St. Regis und Ritz Carlton bewegen sich alle drei jenseits der 500 Euro.

500 Euro schrecken mich jetzt an sich nicht ab, aber das sind ja eigentlich Hotels, die normalerweise nicht so viel kosten würden. Jetzt kann man natürlich den Preis ein wenig drücken. Hotelpunkte sind da das Mittel der Wahl.

Der große Vorteil von Hotelpunkten ist der fixe Umrechungspreis. Unterliegt der Preis der Zimmer der Regulation von Angebot und Nachfrage, so sind die Award Charts einmal fix vorgegeben. Die Hotelmarken sind eigentlich so etwas wie kommunistische Diktaturen die den Wechselkurs ihrer eigenen Währung wie in einer Planwirtschaft vorschreiben. Hat sich ein Hotel in eine niedrige Kategorie einordnen lassen, dann wird das im laufenden Betrieb nicht mehr geändert. Jährlich kommt es zu Anpassungen. Man kann also um relativ wenige Punkte mitunter ein sehr teures Zimmer erwerben.

Einen kleinen Ausweg gibt es für die Hotels meistens schon. Die meisten Marken erlauben den Hotels ihre Zimmer für Punkteeinlösungen zu limitieren. Entweder in den AGB’s oder durch Tricks. Das gesteht man den Hotels zu. Aber sehr oft kann man Punkte auch bei hohen Preisen einlösen. Das hängt mit einem weiteren Umstand zusammen. Die Hotels werden normalerweise nicht von den Ketten selbst geführt. Für eine Punkteübernachtung gibt es eine monetäre Abgeltung. Die hängt bei den meisten Marken an der Auslastung der Hotels. Die meisten Hotels sind dann gar nicht so wirklich interessiert, die Punktenächte zu reduzieren. Gerade bei hohem Demand kann man mit Punkteübernachtungen das Hotel noch stärker füllen und noch mehr rausholen.

Das Marriott Astana möchte während meines Trips mit Steuern pro Nacht 600 Euro. Das ist ein gewaltiger Preis. Gleichzeitig ist es ein Kategorie zwei Hotel bei Marriott Rewards und man benötigt 10 000 Marriott Punkte pro Übernachtung. 3 333 SPG Punkte wechseln aufgrund des Zusammenschlusses von SPG und Marriott Rewards auf 10 000 Marriott Rewards Punkte (SPG PLATINUM = Marriott PLATINUM / Punkteverhältnis = 1:3).

Gerade gibt es auch noch einen SPG Punktesale: 30000 SPG Punkte: 604 Euro

Für die drei Nächte habe ich mir die Punkte über den SPG Sale gekauft. Eine Nacht im Marriott Astana hat sich damit auf 100 Euro geschrumpft. Das ist doch eine nette Einlösung und hört sich besser an als 600 Euro. Als Marriott Platinum erwarte ich natürlich ein Upgrade und Club Zugang.

Ähnliche gute Einlösungen funktionieren bei Events, Silvester, Olympia oder Sportveranstaltungen. Da kann man mit Punkten wirklich viel machen.

Meine letzten Jahreswechsel habe ich mit Punkten immer in IHG Hotels verbracht:

2016/17 im Holiday Inn Krakau (Review)
2015/16 im Intercontinental Prag (Review)
2014/15 im Intercontinental Budapest (Review)
2013/14 im Intercontinental Amsterdam (Review)
2012/13 im Intercontinental Wien (Review)
2011/12 im Intercontinental Prag (Review)

Auch bei Silvester gehen die Zimmerpreise meistens durch die Decke. Da sind Punkte bei mir sehr angesagt.

Das Prinzip ist eigentlich immer ähnlich. Wir versuchen die Punkte so günstig wie möglich zu erwerben und so teuer wie möglich einzulösen. Bei Hotels sind es gute Kategorie mit hohem Preis. Bei den Meilenprogrammen ist es eigentlich die First.