Review einer sehr exotischen Lufthansa First Strecke. Es ging von Frankfurt nach Saudi Arabien und dann weiter nach Bahrain …

Wien (VIE) – Frankfurt (FRA) – Dammam (DMM) – Bahrain (BAH)
A330 – First
Meilenticket: 62 000 Miles and More Meilen
Champagner: Laurent Perrier Grand Siecle
Trip: Gibt’s auf diesem F Flug Champagner? Auf nach Manila (über Saudi Arabien) …

Der einzige Passagier in einer First zu sein, hat schon was. Bei meinem Flug von Frankfurt nach Bahrain konnte ich das erleben!

Ich hatte noch einige Meilen übrig. Die Flüge nach Middle East finde ich eigentlich in der Miles and More Meilentabelle ganz angenehm eingeordnet und so habe ich mir ein F Ticket nach Bahrain geleistet. Zunächst ging es also über die HON Circle Lounge in Wien (Review) in der Business nach Frankfurt (Review). Natürlich bin ich ins First Class Terminal (Review), um mir dort die Zeit zu vertreiben und schließlich zum Flugzeug gefahren zu werden (Review).

Der Chauffeur war super nice. Wir haben den Mercedes genommen und als er mitbekommen hat, dass ich tausende Fotos mache, hat er die lange Tour über den Airport eingeschlagen. So eine persönliche Runde über den Flughafen Frankfurt hat schon was und finde ich immer wieder spektakulär. Die Maschine war ready und das Boarding der Eco und Business lief gerade. Der Herr hat mir noch das Handgepäck über die Stufen hochgetragen und mich an die Flugbegleiterinnen übergeben.

Die netten Damen haben mich in Empfang genommen und mir meinen Sitz gezeigt. Die ganze Crew der First und die Managerin des Fluges haben sich vorgestellt. Gleich bei den ersten Interaktionen weiß man, ob das ein guter Flug werden wird. Die First war leer und die Damen echt super nice, also es sollte ein wirklich schöner Trip werden. Mein Gefühl hat mich dann auch nicht getäuscht. Es wurde eine tolle First Tour.

Die Lufthansa First Kabine finde ich durchwegs gelungen. Die hellen Farben, die bessere Schallisolierung und bequeme Sitze sind schon echt nett. Einen Sichtschutz kann man während des Fluges hochfahren. Lufthansa verzichtet in der First aber auf geschlossene Kabinen. Ich bin eher ein Fan von zugemachten First Produkten, aber natürlich hat man in der Lufthansa Anordnung einen wunderschönen großen Raum. Und man hat die HON Circle Kunden befragt und die wollen es so.

Die Ladies der First hatten mit mir echt einen Spaß. Wir haben uns wundervoll unterhalten. So nebenbei gab es die Gimmicks wie Pyjama – der übrigens exzellent ist -, den Amenity Kit – wo Lufthansa gerade ein wenig spart – und Speise- und Getränkekarte.

Bei Expertflyer war ich eigentlich der einzige First Passagier auf dieser Maschine. Sie haben aber noch auf einen Gast gewartet, der ist aber dann doch nicht gekommen. Also war ich dann wirklich alleine. Ja, so mag ich das. Ich hatte eine ganze First ganz für mich.

Irgendwann waren die übrigen Passagiere verstaut. Man bekommt das da vorne ja nicht wirklich mit und der A330 war auf dem Weg nach Bahrain.

Das Mittagessen hat man dann mit mir zelebriert. Klar wollte ich Kaviar. Weil man ja mit einem weiteren Passagier gerechnet hat, gab es sogar eine zweite große Portion. Ich liebe Kaviar, aber beim dritten Teller habe ich dann aufgegeben. Der Champagner hat gut gepasst. Die Variation der Vorspeisen war exzellent. Das Hauptgericht fand ich sehr bodenständig. Die Käse Variation und der Nachttisch waren ausgezeichnet. Insgesamt möchte ich Lufthansa da loben. Das Catering war hervorragend, wenngleich man es vielleicht irgendwann ein wenig modernisieren wird müssen. Das war schon eine sehr klassische Vorstellung.

Die Ladies haben schon vor dem Lunch mein Bettchen einen Sitz weiter gerichtet. Was könnte es Schöneres geben, als nach einem guten Essen, sofort ins Stadium eines Mittagsschläfchens übergehen zu können. Das habe ich natürlich auch gemacht.

Es war dann schon kurz vor Dammam in Saudi Arabien. Die Maschine fliegt ja Frankfurt – Dammam – Bahrain. Ich hatte kurz vor der Abreise Sorge, weil es ja ein Flug über Saudi Arabien ist. Wir wissen, dass Saudi Arabien ein wenig Schwierigkeiten mit Alkohol hat und ich hatte echt Bedenken, man könnten keinen Champagner ausschenken. Dem war aber nicht so. Noch kurz vor Dammam gab es meine Drinks, auch einen Snack hätte man mir noch angeboten.

Dann aber wurde es spannend. Alle Magazine und Alkohol in jeglicher Form mussten weggeräumt werden. In der Eco ist das nicht so die große Challenge, aber in einer First schon. Mundwasser aus der Toilette, Magazine, Erfrischungstücher, die Drinks, Parfüms und meinen Champagner hatte die Crew wegzusperren. Eine gewisse Nervosität hat man da schon gemerkt. Kann ich verstehen. In Saudi Arabien sind sie ja nicht so lustig und eher wenig tolerant – milde ausgedrückt.

Landung. Dammam Airport. Der Weiterflug nach Bahrain durfte in der Maschine bleiben. Man hat Papierkram – ja das liebt man in dieser Gegend – erledigt. Irgendwelche Aufpasser sind erschienen, haben aber eigentlich nix gemacht. Dann wurde es ein wenig turbulent. Es gab Tumult. Zwei Passagiere hatten ein günstigeres Ticket nach Bahrain gebucht, wollten aber aussteigen. Das geht in Saudi Arabien aber nicht so einfach und der Copilot musste sie zur Vernunft bringen. Einem weiteren Passagier ist auf einmal aufgefallen, dass er in Saudi Arabien gelandet ist und war ein wenig verwirrt. Auch den musste man sein Ticket erklären. Hatte etwas Amüsantes. Gerade die Geschichte mit dem vorzeitigen Aussteigen aus einem Ticket fand ich witzig. Kann man schon machen, aber nicht so und nicht auf diesen Flügen.

Der kurze Flug nach Bahrain war dann eigentlich wirklich nett. Der dauert ja nur einige Minuten und man erreicht da keine Höhe. Man hat da also einen schönen Rundflug als Draufgabe bekommen.

Es war ein absolut schöner Flug mit super netten Flugbegleiterinnen. Tolles Catering und für so einen kurzen Flug ein sehr gutes Produkt. Natürlich ist man mit den First Sitzen bei den guten bis sehr guten Produkten dabei, aber sicher nicht mehr an der Spitze.

Ein echt geniales Feature der Lufthansa First stellt die Begleitung an den Zielorten dar. Wo es das gibt, leistet sich das Lufthansa für die First Passagiere. Eine Dame hat schon mit einem Namensschild gewartet und mich zur Passkontrolle gebracht. Im Internet habe ich von langen Wartezeiten beim Visa on Arrival gelesen und es war wirklich viel los. Die Lady hat mich geschnappt und mich bei einem Crew Schalter komplett an die Spitze gesetzt. Der Captain einer anderen Airline musste wieder zurück in die Schlange und ich war dran. Mir war das schon ein wenig peinlich und auch der Pilot war ein wenig angepisst. Es dürfte das aber der First Schalter gewesen sein und die wird in Bahrain vorgezogen. Innerhalb von Sekunden hatte ich mein Visa on Arrival und saß schon im Taxi nach Manama.

62 000 Meilen für so einen Flug finde ich durchwegs ein Schnäppchen. Mit einigen Zeitungsabos ist das einfach zu machen. Eine echt schöne Lufthansa First Experience ;) Stay tuned ;)

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