Review der Air India A321 Business von Delhi nach Mumbai. Eine durchwegs ordentliche Business …

Delhi (DEL) – Mumbai (BOM)
A321 – Business
Avianca Lifemiles Meilenticket
Champagner: Keiner
Trip: Auf nach Goa (mit Umwegen)

Von der 787 Business von London nach Delhi (Review) ging es mit einem sehr eigenwilligen Umstieg in Delhi (Der seltsamste Umstieg ever – Air India in Höchstform) zur Business nach Mumbai. Die Air India Domestic Business Lounge war sagenhaft unterirdisch unterwegs (Review) und ich bin eigentlich gleich zum Gate.

Das Boarding hat super funktioniert. Ich war der erste Passagier im Flugzeug. An die ständigen Kontrollen auf den indischen Airports muss man sich gewöhnen. Steigt man in ein Flugzeug ein ist der Boardingpass wie ein Hausübungsheft eines Strebers mit Stempeln überzogen. Ich wundere mich noch immer, wer überall was kontrollieren kann. Jeder kringelt irgendwelche Dinge am Boardingpass ein und haut einen Stempel rauf. So richtig Sicherheitsgefühl kommt aber nicht auf. Es macht eher den Anschein von überbordenden Bürokratismus. Vor allem dann wird es crazy wenn ein Mitarbeiter einen anderen Mitarbeiter kontrolliert, ob er den Stempel raufgeworfen hat.

Kommen wir wieder zu Air India. Ist man inner-europäische Business Produkte gewohnt, ist man eigentlich vor soviel Opulenz in einer Air India Business geblendet. Nein, es gibt keinen freien Mittelplatz und Eco Sitze. Air India hat so echt bequeme Couchsessel, wie wir sie aus den Domestic First Produkten in China und den USA kennen. Klar, schon ein wenig Vintage, aber echt bequem.

Was gleich auffällt sind die zwei Flugbegleiter für die Business. Air India leistet sich wirklich zwei Mitarbeiter für eine dreireihige Business. In europäischen Business Class Produkten verschwinden die Herren und Damen irgendwann in der Eco. Bei Air India sind die wirklich für die Business abgestellt. Die Ladies waren nicht übermässig nett und eher mit sich selbst beschäftigt, aber sie waren wenigstens da und ok drauf.

Vor dem Start gab es Säfte und Wasser. Man hat Magazine und Zeitungen angeboten. Die Speisekarten wurden ausgeteilt. Das hat schon einen guten Eindruck gemacht.

Ein Boarding dauert bei Air India enorm lange. Man wartet, wartet und wartet. Es werden sogar die Vorhänge zwischen Business und Eco in dieser Zeit zugemacht. Auf einmal Tür zu und los ging es nach Mumbai.

Das Catering war wirklich gut. Das lokale Menü hatte eine indische Schärfe ;) Insgesamt fand ich es sehr abgerundet. Mag man natürlich kein indisches Essen, hat man wenig – eigentlich keine – andere Auswahl. Wer indisches Essen nicht isst, sollte sich vielleicht das Reiseziel überlegen ;)

Ein wenig eigenwillig fand ich nur Wasser als Getränk auf dem Flug. Mittlerweile bin ich klüger. Man kann Softdrinks und Säfte bestellen, sie werden aber nicht aktiv angeboten. Andere Länder, andere Sitten. Hätte ich gefragt, hätte ich mein Diet Coke bekommen.

Absolut spektakulär finde ich immer wieder den Landeanflug in Bombay International Airport. Air India nutzt den neuen – eigentlich internationalen – Terminal. Der neue Flughafen Mumbai ist in Bombay wie ein hypermodernes UFO gelandet. Bis an den Zaun des Flughafens wohnen die Menschen dicht gedrängt in Wellblechhütten. Auf einmal steht dann dort dieses Ungetüm inmitten der Slums. Man fliegt auch wirklich über diese Wohnquartiere dicht rüber.  Da sieht man aus dem Flugzeug die Leute beim Fernseher sitzen. So einen Anflug kenne ich sonst eigentlich nicht.

Vom Domestic Bereich des International Airports ist man super angeschlossen. Mit Uber ging es dann flott ins ITC Grand Central.

Air India kann auf den domestic Routen schon eine Stärke ausspielen. Das Business Produkt ist – abgesehen von der Lounge – schon wirklich gut. Mit Alkohol könnte man es ein wenig aufmotzen, aber sonst durchwegs fliegbar.