Review eines neu renovierten Zimmers im Hyatt Regency Paris Etoile. Bei diesem Hyatt habe ich gemischte Gefühle …

Das Hyatt Regency war mit Cash&Points verfügbar und das wollte ich mir sowieso schon mal ansehen. Über das Hyatt hatte ich mich überhaupt nicht informiert. Das Hotel ist noch nicht so lange ein Hyatt, ein riesiger Tower derzeit unter Renovierung mit Aussicht auf den Eiffelturm. Das wusste ich. Die Homepage hatte einen leichten Disclaimer, dass sich Teile in Renovierung befinden, man es als Gast – bis auf eine Lärmbelästigung – nicht bemerken sollte.

Gleich die Anreise war schwierig. Das ganze Hotel reißt man gerade auseinander, von leichter Renovierung keine Spur. Der Uber Fahrer musste auf die Rückseite des Hotels. Dort war eine provisorische Vorfahrt. Entlang weißer Linien ging es durch ein Einkaufscenter und mit einem irre langsamen Lift einige Etagen hoch. Dort über lange Gänge der Konferenzräume des Hotels in eine provisorische Lobby.

Der Check-in hat gedauert. World of Hyatt Priority Check-in keine Spur. Eine halbe Stunde später war ich dran. Die Ladies waren sehr nett. Eine super freundliche Managerin hat sich vorgestellt. Leider gab es – weil das Hotel eigentlich vollkommen renoviert wird – keine besseren Zimmer als ein Zimmer mit Aussicht. Vom Hyatt Regency am Airport war ich schon sehr genervt (Review: Hyatt Regency Paris Charles de Gaulle) und dann wollte ich eigentlich nur mehr mein Zimmer.

Der Room war neu renovier, aber wirklich klein. Zur Ehrenrettung muss man sagen, dass man in dieses sehr kleine Zimmer eigentlich viel ergonomisch hineingepackt hat. Alles war sauber (da war nicht viel zu putzen) und eben neu. Die Minibar war leer. Mehr als ein Handtuch gab es auch nicht.  Irgendwie hat es mich an ein MotelOne erinnert, nur das Hyatt Regency Etoile Paris wollte an diesem Tag jenseits der 350 Euro. Ein MotelOne in dieser Preiskategorie gibt es wie wir wissen aber nicht.

Das Verkaufsargument ist sicher der Blick auf den Eiffelturm. So eine Aussicht bekommt man in Paris aus einem Hotelzimmer schwer. Der uneingeschränkte View hat natürlich das Zimmer vom Gefühl her größer gemacht. Ich habe aber echt nachgedacht, wann ich das letzte Mal in so einem kleinen Zimmer war. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.

Ohne jetzt zu hart zu sein, sollte das Hotel nicht geöffnet sein. Von leichter Renovierung keine Spur. Fitnesscenter geschlossen. Die Alternative wäre ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Lobby zu. Restaurants zu bzw. in Konferenzräume verlegt. Club Lounge zu. Rezeption im Konferenzraum. Elendig lange Wege zum Ausgang. Vom Zimmer aus dem Hotel raus war man locker über 10 Minuten unterwegs. Man musste ja durch das Einkaufscenter und über die Konferenzräume hinaus.

Am nächsten Morgen gab es als Globalist das Frühstück – klar – in einem Konferenzraum. Das konnte wenig. Gute Produkte, aber irgendwie auf Tische geknallt. Kaffee aus einer Thermoskanne, das hat bei mir wenig Freude aufkommen lassen. Die Managerin vom Check-in hat mich beim Frühstück gefunden. Ihr war der Zustand des Hotels auch sichtlich peinlich.

Beim Check-out habe ich um eine Kompensation gebeten. Der Disclaimer auf der Homepage hat überhaupt nicht mit den Renovierungen zusammengepasst. Man hat mir den Punkteanteil ohne Diskussion wieder gutgeschrieben.

Wenn das dann mal renoviert ist und wenn es die neuen Suiten zu buchen gibt, ist das das Hotel sicher interessant. Von dem Hotel hat man einfach einen unglaublichen Ausblick über Paris. Wenn die Club Lounge wieder geöffnet ist, dann ist auch die Leistung für einen Hyatt Globalist sicher auch stimmiger. Von den Zimmern würde ich als Globalist eher aufgrund der Größe Abstand halten und ein World of Hyatt Upgrade auf eine Reservierung legen. Damit gibt es ja dann eine Suite und so auch mehr Platz.

Mit einem Upgrade in eine Suite und nach der Renovierung könnte ich es mir schon wieder vorstellen.