Mit der A319 Air India Business von Kalkutta nach Kathmandu …

Kalkutta (CCU) – Kathmandu (KTM)
A319 – Business
Air India Business Ticket
Champagner: Keiner
Trip: Auf nach Goa (mit Umwegen)

An Air India kommt man in diesem Eck der Welt nicht wirklich vorbei. Ich habe ein sehr günstiges Ticket von Mumbai über Kalkutta nach Kathmandu gefunden. Immer wieder gibt es ja im Streckennetz von Air India sehr seltsam billige Business Flüge. Meiner Einschätzung nach würde ich es als Error Fare bezeichnen. Einzelne Tage waren eigenartig günstig.

Also zunächst mit Air India in der Business nach Kalkutta (Review: Air India A319 Business Mumbai – Kalkutta) und dann weiter von Kalkutta nach Kathmandu.

Der Check-in war schon spaßig. Kalkutta Airport wirkt auf den ersten Blick sehr modern. Ich würde ihn aber doch eher als basic klassifizieren. Beim ersten Air India Business Schalter wollte man mich nicht. Es gab nämlich noch einen eigenen Air India Business Schalter für den Flug nach Kathmandu. Dort war man von meinem Ticket ein wenig erstaunt, aber war dann kein Problem. Mit sehr viel Ruhe gab es dann auch eine handgeschriebene Einladung in die Lounge.

Bei der Sicherheit habe ich mir wieder ca. 5 Stempel auf meinem Boardingpass abgeholt. Die Wartezeit auf den Flug durfte ich mir in der eher nicht so aufregenden Travel Club Lounge (Review) vertreiben. Ein wenig Abwechslung hatte ich schon. Der legendäre Vielflieger Justin Ross Lee (Homepage) hat meine Page in Indien entdeckt und mir die ganze Zeit Fragen zu Hyatt Hotels gestellt. Er war gleichzeitig im Domestic Bereich, ich war im International in Kalkutta. Leider ist sich ein Treffen nicht ausgegangen. Unbedingt ihm folgen. Er hat großartigen Content. Eigentlich macht er auf Vielfliegerblog (auf Facebook, Twitter und Instagram), hat aber einen sehr eigenen Zugang dazu. Er hat z. B. im First Class Terminal in Frankfurt übernachtet. Randbemerkung: Der First Class Terminal schließt eigentlich in der Nacht.

Irgendwann war dann Boarding. Priority Boarding für die Business hat gut funktioniert. Man meldet sich einfach bei den Agents und wird vorgenommen.

Die Air India Business im A319 war das klassische Domestic Business Produkt der Air India. Man bekommt einen durchwegs bequemen Couch Sessel. Ein wenig Vintage, aber doch prinzipiell nett. Also die Flugzeuge sind wahrscheinlich moderner als die Seats, aber ich möchte mich nicht beklagen.

War ich sonst in Indien relativ der einzige westliche Tourist, so hat man jetzt hier auf der Tour nach Kathmandu schon viele Europäer und Amerikaner gesehen. In der Business waren sie aber nicht.

Vor dem Abflug gab es noch einen Saft als Pre-departure Drink, ein kaltes Tuch und Magazine. Irgendwann nach einer doch längeren Wartezeit war die Maschine dann auf dem Weg nach Kathmandu.

Bei Air India fällt schon auf, dass Turn-Arounds auf einem Airport bei der extremen Wartezeit ja wirklich ineffizient sein müssen. Man sitzt da eine halbe Stunde im Flugzeug und nichts tut sich. Man wartet auf irgendwelche Dinge und wartet und wartet.

Das indische Gericht war für die kurze Strecke super. So stelle ich mir Catering bei Air India vor. Ein scharfes Curry mit Reis. Auf Nachfrage gab es sogar einen Softdrink. Sonst nur Wasser. Kein Alkohol.

In Kathmandu hat Air India dann wieder eine absurde Sache rausgeholt. Die Business durfte zwar zuerst aussteigen. Alle Passagiere mussten aber in einen uralten Bus. Die haben mal den ersten Bus vollgemacht. Die Türen haben nicht funktioniert und alle wollten auch mit dem ersten Bus mitfahren. Die Passagiere haben sich also in die offene Tür – wie man es von indischen Eisenbahnvideos kennt – gehängt. Mit so einer Traube von Menschen auf dem Trittbrett des Busses ging es dann zum Terminal. Wohlgemerkt mit offener Tür, mit außerhalb hängenden Passagieren und ohne Klimaanlage. Bitte sich auch unbedingt das Foto dieses Fahrzeugs ansehen.

Fazit: Prinzipiell bietet Air India ein sehr solides konservatives Business Produkt in dieser Region an. Ein wenig mehr Angebot bei den Drinks wäre zu überlegen.