In einer Science Fiction Stadt in der Steppe von Kasachstan hält man eine Weltausstellung ab. Das kann nur crazy werden …

Astana selbst hat ja schon ein gewisses grob-absurdes Moment. In die kasachische Einöde hat man eine hypermoderne Stadt mit Wolkenkratzern und steilen Monumentalbauten gestellt (Durchs verrückte Astana). Riesige überdimensionierte Gebäude wirken wie mit Lego gebaut. Autobahnen enden im Nirgendwo. Man muss umdrehen und wieder in die Stadt zurückfahren. In einer Mondlandschaft steht der Traum eines jeden Science Fiction Autors.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat man die Expo auch noch veranstaltet. Um eine riesige Weltkugel herum hat man sich dem Thema der Energie für die Zukunft gewidmet.

In der Kugel gab es eine interaktive Ausstellung über Energie. Die Pavillons darum wurden von den Ländern gestaltet. Weltausstellung eben. Insgesamt fand ich das Thema ein wenig schwierig. Wasserkraft, Wasserstoff, Solarzellen, Windkraft und Elektroautos haben sich ständig wiederholt. Diese Innovationen wird ja schon jeder mitgekriegt haben. Leider ging es nie wirklich in die Tiefe. Viele Länder haben nur Fotos ihrer Wasser-, Sonnen- und Windkraftanlagen ausgestellt. Definitiv beeindruckend war das Expo Areal. Hier hat man sich – wie überall in Astana – ausgetobt.

Viel netter war die Stimmung. Für die Kasachen war die Expo ein Must-See Ausflug. Der Präsident des Landes ist ständig mit anderen Präsidenten herumgelaufen. Auch internationale Besucher haben sich vereinzelt darunter gemischt. Die Welt als Dorf in Astana hat mir ganz gut gefallen.

Mein absolutes Highlight waren die Pavillons der Länder ohne großes Budget. Die haben sich meistens selbst vorgestellt. Die Ausstellungen waren authentischer und kreativer.