Ich brauche Abenteuer …

Bangkok, Paris, London, Bangkok, Singapur, Hong Kong, Bangkok, London, Bangkok. Muss ich antworten, wenn mich jemand fragt, wo ich in letzter Zeit gewesen bin. Ich liebe die großen Metropolen der Welt, aber mir fehlt derzeit ein wenig das Abenteuer!

CaoDaiTemple9 (more…)

Wie man BoardingArea Blogger wird …

Jetzt plaudere ich ein wenig aus dem Nähkästchen. In dieser Szene kommt man an BoardingArea nicht vorbei. Auf der Page BoardingArea hat Randy Petersen interessante Reiseblogger zusammengesammelt und ihnen eine Oberfläche zur Verfügung gestellt. Im Bereich Meilen, Punkte, Vielflieger und Vielreisende stellt BoardingArea den Marktführer dar.

Man ist so erfolgreich, dass 300 Blogger auch bei Boardingarea mitmachen möchten, was aber eindeutig die Seite sprengen würde. Wie kommt jetzt ein deutschsprachiger Blog zu Boardingarea?

Zunächst muss man ein wenig verrückt sein. Reisen, Meilen, Punkte, Upgrades und Tricks sind schon länger Bestandteil meines Lebens. Was ich teilweise mache, traue ich mir Bekannten gar nicht zu erzählen. Man würde den Kopf schütteln und sich abwenden. Vor 5 Jahren habe ich beschlossen einen Blog auf Blogspot (Google) zu schreiben. Es ging immer auch darum dieses verrückte Hobby zu teilen und nicht mein Ego zu polieren. Ich wollte einfach mit meinen Tipps und Erfahrungen helfen. Auch ich bin durch die Blogs und Foren erst zum TravelHacking gestoßen. Auch ich habe viel von den anderen Blogs gelernt. Dieses Wissen wollte ich weitergegeben.

Vor zwei Jahren am 01.01.2014 hat mir Randy Petersen eine Email geschrieben. Das war wirklich eine Überraschung. Ich habe damals schon immer BoardingArea gelesen, aber dachte mir nicht, dass ich so interessant sein würde. Es war ja Neujahr und das House of Miles (das Büro von Randy Petersen) war unbesetzt. Einige Tage später haben wir ein längeres Telefonat geführt und der Umzug meines Blogs zu BoardingArea war beschlossen.

Natürlich geht so eine Zusammenarbeit nicht ohne Abmachungen. Naja, mir war gleich klar, Verträge brauchen wir nicht zu schließen. Auf welcher Rechtsgrundlage hätte man dies tun sollen? Manchmal muss man Menschen vertrauen. Es existiert eine mündliche Abmachung und das war es.

Auf die Frage, warum es gerade mein Blog wurde hat Randy Petersen gelacht. Es war ein wenig Zufall mit dabei. Täglich nimmt er sich Zeit und sucht mehrere Stunden nach interessanten Dingen im Internet. Er hat Berichte über die Terrakotta Armee gelesen und ist über meinen Blog gestolpert. Dann hat er sich meinen Blog ein wenig angesehen und gemerkt, dass ich auch über andere Dinge schreibe.

Die ganze Migration von Blogspot zu Boardingarea und damit WordPress war durchwegs anspruchsvoll. Blogspot hat es gerade bei der Vielzahl meiner Bilder nicht einfacher gemacht. Der Wechsel war wirklich viel Arbeit und hat drei Monate gedauert. Im Nachhinein habe ich mich schon geärgert, den Blog zunächst bei Blogspot veröffentlicht zu haben. Aber Blogspot war eben damals eine einfache Möglichkeit flott einen Blog zu eröffnen.

Jetzt bin ich zwei Jahre bei BoardingArea. Bei BoardingArea gibt es monatlich eine Rundmail mit aktuellen Zahlen. Die Blogs mit starken Zuwachsraten werden immer vorgestellt. Da bin ich immer mit dabei ;)

Welchen Tipp könnte ich geben? Man braucht absolutes Durchhaltevermögen. Die Blogs kommen und vergehen. Will man sich wirklich abheben muss man einfach schreiben, schreiben und nochmals schreiben. Jahrelang! Und das mache ich ;)

Also viel Spaß! Cheers! Vielleicht schreibt ihr mir:
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Eigentlich bin ich ein Backpacker …

Das ist jetzt wirklich kein Spassartikel. Wenn ich in meiner Limousine in Bangkok auf dem Weg vom Flughafen ins Hotel sitze und die verschwitzten Touristen in den Tuk-Tuks sehe, ertappe ich mich selbst wie ich auf sie herabsehe und mir denke, bin ich froh, dass ich jetzt nicht da draußen bin. Backpacking ist nicht meine Welt, aber das dachte ich nur. Bis jetzt! Eigentlich bin ich ein Backpacker, aber eben ein wenig anders. Florian Blümm beschreibt in Deine Reise ist nicht meine Reise! Backpacking.

“Wir Backpacker reisen mit Bus, Bahn, Boot und Rucksack für Monate oder gar Jahre um die Welt …”

Lange Reisen sind für mich keine Seltenheit. Ich reise mitunter sehr schnell. In einer Woche 15 Flüge, das geht locker, aber durchwegs bin ich auch wochenlang am selben Ort. Es muss mir dort gefallen, dann halte ich es auch länger aus. Busse sind eher nicht so meines, aber auch ich bin schon einen Langstreckenbus in China gefahren. Eine sehr chinesische Erfahrung. Aber in China fliege ich lieber in der Domestic First. Überhaupt versuche ich längere Strecken in einer First oder Business zu überwinden. Mein letzter Economy Langstreckenflug war als Kind.

Ich schlafe ein halbes Jahr in Hotels. Ich denke ich bin wirklich viel unterwegs. Mein Reisegepäck ist dabei ein kleiner Koffer und ein Weekender. Zwei Gepäckstücke kann ich in jede Business oder First als Handgepäck mitnehmen. Sonst müsste ich Gepäck aufgeben, was mir aber zur risikobehaftet und zeitaufwendig ist. Wenn etwas zu waschen ist, dann hilft mir der Laundry Service meiner Hotels immer aus.

“… möglichst in Ländern mit gutem Klima und schwacher Währung.”

Ich liebe Länder mit schwacher Währung und gewissen Strukturschwierigkeiten. Der ehemalige Osten Europas ist ein tolle Destination. China ist noch immer ein Reiseeldorado. In Asien kann man wirklich gut leben. Tickets und Hotels in Ländern mit einer flotten Entwertungen der Währung muss man bereisen und man findet mich dort sehr oft.

“Die Gegend erkunden wir auf eigene Faust …”

Ich öffne meine App und bestelle mir ein Uber Taxi. Mit den Hotel Apps sind Zimmer schnell gebucht. Manchmal sind die Hotels ein wenig überfordert und können innerhalb von 10 Minuten keine Suite freimachen, aber da bin ich dann nicht so streng ;)

Meine Thesen sind: Man kann überall mit Stil hinfahren. Reisen mit Niveau sind auch nicht unbedingt teuer. Es gibt auch im Goldenen Dreieck Thailands ein Four Seasons. Zugegeben, das Four Seasons dort ist teuer ;)

“Es gibt in Südasien, Südostasien und Lateinamerika sehr viele Backpacker, aber das heißt nicht, dass wir alle gleich sind. … Die Unterschiede sind teilweise so groß, dass sich manche Backpacker schon gar nicht mehr Backpacker nennen wollen, weil sie das Gefühl haben in die falsche Schublade gesteckt zu werden.”

Wenn ich gerade eine lustige Geschichte mache und in einer First zum Preis eines Economy Tickets sitze, dann komme ich ins Grübeln. Wenn ich in einer Suite mit mehreren hundert Quadratmetern im riesigen Bett lümmle und dafür soviel wie für ein Hostel bezahlt habe, dann frage ich mich, wie das sein kann. Klar, ich bin auch eine Art Backpacker, aber eben in einer anderen Art und Weise.

Ich gebe es ehrlich zu: Auf die echten Backpacker sehe ich herab. Mit ihren riesigen Rucksäcken zaubern sie ein schmunzelndes Lächeln auf meine Lippen. Ich bin froh ein wenig weiter entfernt in der First oder Business zu sitzen. Ich bin froh sie von meiner Hotelsuite aus klimatisiert beobachten zu können.

Ich gebe es ehrlich zu: Die bei der Landung klatschenden Pauschaltouristen, die komplett orientierungslos durch Flughäfen und Städte irren, kosten mir nur einen müden Lacher. Wenn man ihnen das Geld aus der Tasche zieht, tun sie mir irgendwie leid.

Der Artikel Reise-Typen: Deine Reise ist nicht meine Reise! von Florian Blümm hat mich irgendwie fasziniert. Er beschreibt seine Reisen und fragt einfach: Was ist euer Reisestil? Auf ganz vielen Blogs hat man Artikel über die jeweilige Art zu reisen geschrieben.

  1. Maria meets Anna mit Zelt oder Luxus-Hotel?
  2. Finding Hummingbirds mit „Schrankdenken“ statt Schubladendenken
  3. Für Georg heißt Reisen Unbekanntes zu erleben
  4. Dominion of the Bytes über „exotische“ Kulturen
  5. Imbloggable über unterschiedliche Reisewünsche und Knatsch in der Gruppe
  6. One-Way-Ticket with their own kind of trip
  7. Reisen Mobil über das Reisen mit dem Wohnmobil
  8. Unbridled mit Tarnkappe statt Selfie-Stick
  9. Lateinamerika-Magazin und jeder soll Reisen, wie er will
  10. Das Segelschiff Yemanya und viele weitere Segelschiffe, schnell oder langsam
  11. Follow the Shadow über ganz individuelle Reiseträume 
  12. Way4view und warum nicole reist, wie sie reist
  13. Travelonboards ist ein surfender und kitender Boardbagpacker
  14. Snippets of a Traveler findet Backpacker versprühen auch nicht immer Abenteuer
  15. Reisezoom und das Reisen als Familie, mit Spartipps
  16. Reise-Vegan über gut vorbereitete Reisen und die Spontaneität
  17. Six-Travel lassen die Rahmenbedingungen außen vor: wo ein Wille, da ein Weg
  18. Reiseaufnahmen über ihren Reisestil im Wandel der Jahre
  19. ulmisreisen reist a lo latino: spontan wie die Latinos in Südamerika
  20. 7 Kontinente geht Flashpacken – oder doch nicht?
  21. Mabelicious mit von allem Etwas (außer Tussi)
  22. Escape from Reality reist, egal ob 1, 2 oder (nicht zu) viele

Die Zugänge sind total vielfältig und kreativ. Ich frage mich: Darf man wirklich auf die echten Backpacker und Pauschaltouristen herabschauen?

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