Review: ANDAZ LONDON Liverpool Street

Andaz ist das Hyatt Pendant zu den W Hotels bei SPG. W Hotels sind nicht so mein Fall. Auch bei der Idee hinter der Marke Andaz bin ich ein wenig skeptisch. Mein letzter Andaz Aufenthalt in Tokyo (Review) war eher ein Reinfall, aber das Andaz London kannte ich bereits und war damals davon sehr begeistert (Review).

Das Andaz London ist eigentlich kein richtiges Andaz. Es liegt nicht in einer hippen Gegend Londons, sondern im Business District London City. Dementsprechend stark ist es in diese Richtung orientiert und damit nicht so wirklich ein Andaz, sondern eher ähnlich dem Andaz Wall Street in New York (Review). Man wird deswegen nicht so sehr auf Selbstdarsteller treffen, sondern auf Geschäftsleute im Anzug. Auch das Personal ist eher Hyatt-like und nicht so crazy wie in manch einem Andaz oder W Hotel.

Weil die Gegend um Liverpool Street (das Hotel ist in der Bahnstation) am Wochenende doch verweist ist, fallen die Preise. Mit einer Best Rate kann man das Andaz London am Wochenende zu einem Drittel des Preises von einem Zimmer an einem Wochentag reservieren. Auf diese Reservierung habe ich ein 6 000 Punkte Suite Upgrade drauflegen lassen.

Der Check-in war sehr freundlich, ein Manager hat sich vorgestellt. Obwohl ich eigentlich eher spät angereist bin, war das Zimmer noch nicht fertig. Ja, so etwas kann passieren. Ein ordentliches Hotel zeigt sich dann großzügig und das war man auch. Champagner habe ich abgelehnt, ein Kaffee hat es auch getan und nach 10 Minuten konnte ich in meine Suite.

Die Suite war hervorragend, in einem sehr guten Zustand, absolut sauber. Gut gefallen haben die zwei Badezimmer. Die Details waren gut ausgearbeitet. Es gab Snacks, Süßigkeiten, Wein, Nespresso, was möchte man mehr?

Für das Hotel spricht eindeutig das Design. Man hat das Great Eastern Hotel in der Liverpool Station enorm aufwendig renoviert und mit einem zeitgemäßen Design ausgestattet. Betrachtet man die Gestaltung des Hotels ist das schon sehr großes Kino. Und überall findet man die Reste der alten Freimaurer Loge, die in diesen Räumen ihr Vereinslokal hatte.

Für das Hotel spricht die Hardware und die Restaurants. Es gibt ein sehr ordentliches Fitnesscenter. Die Restaurants und Bars ziehen an Wochentagen viele Geschäftsleute in das Andaz.

Über die Lage des Andaz könnte man diskutieren. Man ist sicher nicht so im Herzen Londons wie im Intercontinental (Review). Weil das Hotel aber die Bahnstation ist, kommt man überall in London mit der U-Bahn schnell hin. Für Ausflüge gibt es die unzähligen Bahnverbindungen (z. B. Cambridge), die von Liverpool Station weggehen.

Fazit: Weil es nicht hip sein will, sondern hip ist, gefällt es sehr gut.

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Review: ANDAZ TOKYO

Es war Kirschblüte und die Wahl des Hotels stellte sich ein wenig schwierig dar. Einige Hotels in Tokyo waren bereits ausgebucht, andere Hotels haben den Preis für ein Zimmer ins Astronomische getrieben. Über das Andaz habe ich bereits viel gelesen und einen wahren Hype registriert, also wollte ich es mir auch ansehen. Buchbar war es mit Cash&Points (der Zimmerpreis lag bei 800 Euro), meine persönliche Hyatt Diamond Mitarbeiterin war mir dabei behilflich. Gerade bei sehr hohen Preisen sind Cash&Points sehr hilfreich.

Gleich vorweg, ich bin kein Fan dieses Hotels geworden und wer das nicht lesen möchte, sollte schnell diese Seite schließen.

Das Hotel ist verkehrt aufgebaut, also die Lobby in der obersten Etage und die Zimmer darunter. Um in die Zimmer zu gelangen, muss man umsteigen, aber das kennt man bereits aus anderen Hotels. Bereits die Ankunft war sehr wild. Ein Mitarbeiter beim Eingang hat sich aufgebaut und wollte unbedingt wissen, ob ich denn eine Reservierung hätte. Ich stehe also dort mit meinem Gepäck und man fragt mich, ob ich denn wirklich in diesem Hotel schlafen würde. Es gibt einfach sehr schöne Floskeln wie “Willkommen im Andaz Tokyo, wie kann ich ihnen behilflich sein, ich zeige ihnen den Weg in die Lobby”, aber nein, man hat “Haben sie eine Reservierung” gewählt. Erst als ich ihm meinen Namen buchstabiert habe, hat er mir dann den Weg ins Hotel gezeigt. Der Eingang ist ein wenig versteckt, sonst wäre ich sowieso bereits weitergegangen.

Beim Check-in ging es eigentlich genauso weiter. Die Lobby war ein Zoo. Ein Musiker hat seine E-Violine gequält. Und überall waren Betrunkene (Hotelbar und Lobby sind ein Raum). Es hat mich regelrecht erschlagen. Man kennt das sicher, wenn man nicht mit einer Situation rechnet und auf einmal passiert etwas vollkommen Absurdes. Ich habe mir einen Andaz Host geschnappt und wollte schnell einchecken, weil die Stimmung war nicht gut. Lauter Betrunkene. Es ging seltsam weiter. Ich wollte eigentlich im Stehen einchecken und schnell aufs Zimmer verschwinden, ich musste mich jedoch hinsetzen. Mehrfach in Befehlsform wurde mir das vorgeschrieben. An diesem Punkt angelangt wollte ich bereits wieder auschecken, aber die prekäre Hotelsituation bei der Kirschblüte machte es etwas schwierig. Für so einen schlechten Check-in muss man sich wirklich bemühen :/

Das Andaz macht beim Hyatt Goldpasswort Upgrade Programm nicht mit. Man kann keine Suiten mit Punkten oder den Diamond Gutscheinen reservieren. Somit war nur ein “normales” Diamond Upgrade möglich und es gab ein Upgrade von einem Zimmer in ein Zimmer mit Aussicht. Das Hotel bewohnt die obersten Stockwerke eines neuen Hochhauses in Tokyo. Jedes Zimmer hat eine Aussicht, es gibt nur Zimmer mit Aussicht, also war das Upgrade ein wenig seltsam.

In das Zimmer habe ich mich leider auch nicht verlieben können. Das Zimmer war relativ klein und ich fand die Einrichtung nicht wirklich ansprechend. Leider war es auch nicht 100% sauber, dafür waren zu viele Haare zu finden. Da es schon spät war und ich nicht umziehen wollte, habe ich die Sauberkeitsfrage ruhen lassen. Ich bin auch einiges gewohnt, aber wenn man sich den eigentlichen Zimmerpreis und dann das Zimmer ansieht, gibt es ein Missverhältnis.

Das Frühstück am nächsten Morgen war leider auch nicht die Erfüllung. Ich wollte ein japanisches Frühstück, gibt es nicht. Ich wollte eine Karte, gibt es nicht. Es gäbe nur das, was ich sehen würde. Und was man vorgesetzt hat, war leider qualitativ schlecht. Eingetrockneter gebratener Fisch, kalte Eier und eingetrocknete Süßspeisen. Das Obst konnte man essen und auch der Kaffee war gut. Ich habe mich dann schnell verabschiedet, da esse ich in einem Automatenrestaurant besser.

Was wirklich für das Hotel spricht ist die Aussicht. Überall gibt es riesige Fenster und das Hotel lebt geradezu von der atemberaubenden Skyline Tokyos.

Extrem gut gefallen hat der Pool. Tokyo liegt zu Füßen und man kann seine Längen schwimmen oder in einem heißen Becken ein wenig die Seele baumeln lassen.

Überall stößt man auf sehr junges und auch sehr unerfahrenes Personal. Höflichkeitsfloskeln fehlen weitgehend. Das Personal scheint komplett überfordert. Immer wieder versucht man cool die Barriere zwischen Gast und Mitarbeiter abzubauen, schafft es aber nicht Small-Talk zu führen, sondern überschreitet die Grenze der Privatsphäre des Gastes. Das macht es für den Gast nicht einfach und strengt an, weiter höflich zu bleiben.

Fazit: Ich habe es gesehen. Die Aussicht und Pool sind grandios. Ich würde es aber nicht mehr wählen, ich kann dem Hype leider nicht folgen. Ich wäre auch gern ein Fan geworden :/

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Andaz Shanghai 2

Gebucht hatte ich dieses Zimmer mit einer Hyatt Best Rate, sprich der Zimmerpreis war sehr moderat und es gab eine 20% Vergünstigung.

Der Check-in war problematisch. Als Hyatt Diamond “Upgrade” gab es ein Standard Zimmer, XXL Zimmer und bessere Zimmer wurden aber munter auf der Homepage verkauft. Die seien aber alle schon belegt, das hat man mir aber bei meinem ersten Aufenthalt in diesem Jahr auch erzählt. Damals gab es aber noch XXL Zimmer. Nun sollte ich es glauben und nun sollte es auch der Realität entsprechen? Eine kleine Randnotiz, die gleiche Geschichte hat sich mit einem anderen Mitarbeiter drei Tage später bei meiner Rückkehr wiederholt. Ich wollte aber nicht diskutieren, die ganzen Hyatt Diamond Upgrade Diskussionen sind ein wenig mühsam.

Das Zimmer war jetzt nicht so der große Wurf. Eine Reservierung in einem anderen Hotel war schnell gemacht. Natürlich habe ich offiziell im Andaz übernachtet, aber schön langsam verliere ich die Lust, meinen Status wirklich jedes Jahr zu erneuern.

Fazit: In einem Standard Zimmer sollte man nicht landen!

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Andaz Shanghai

Auch Hyatt hat eine gute Best Price Garantie. Findet man einen günstigeren Preis, gibt es davon noch einmal einen Rabatt von 20%. Dieser Trick hat das Andaz in Shanghai auf einen sehr moderaten Preis gedrückt.

Der Check-in war, sagen wir es einmal freundlich, holprig. Das Andaz hat gute XL-Zimmer, die einer Suite sehr ähnlich sind, ein solches Zimmer wollte ich haben. Es waren auch noch solche Zimmer verfügbar, also her damit (Hyatt Diamond: das beste verfügbare Zimmer). Das war meine Vorstellung, die Dame am Check-in hatte eine andere Weltsicht. Erst ein Gespräch mit dem diensthabenden Manager hat mir das gewünschte Zimmer gebracht. Irgendwie verändert sich Hyatt Diamond gerade von einem der besten Programme zu einem mittelmäßig bis schlechten Programm. Noch vor einem Jahr hat mich jeder Mitarbeiter in einem Hyatt persönlich mit meinem Nachnamen angesprochen, jetzt gibt es nicht einmal mehr ein Upgrade?

Das XL Zimmer hatte ich kurz nach Eröffnung schon einmal bewohnt. Ein wirklich tolles und riesiges Zimmer, sauber, schöne Aussicht, gutes Design.

Der Zauber des Anfangs im Andaz ist leider verflogen. Das Frühstück war eher mau und die Mitarbeiter im Hotel indifferent. So hat das ganze Hotel nicht wirklich den Eindruck eines Hyatt gemacht.

Sicher ein großer Vorteil ist das offene Hong Kong Internet: Facebook, Twitter, Blogspot, Tripadvisor und Youtube funktionieren mitten in China ohne Probleme.

Fazit: Tolle Lage, sehr niedriger Preis, aber auch nur eine mittelmäßige Leistung dafür.

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