Die 29 Signature Suiten im Intercontinental Carlton Cannes

Kein anderes Hotel ist so stark mit den Sternchen und Stars der Filmwelt verbunden wie das Intercontinental Carlton Cannes. Jährlich füllt sich das Hotel zu den Filmfestspielen mit dem Who’s Who des Kinos. Interviews werden im Carlton gegeben. Man trifft sich dort. Und natürlich schläft man auch dort. Das Intercontinental hat echt viele Suiten und 29 Suiten hat man mit einem Namen versehen.

Als typischer Österreicher erkenne ich keine Stars. Man muss mir erst sagen, dass das irgendeine Berühmtheit sei. Bei einem Aufenthalt im Intercontinental Cannes bin ich Rod Stewart in die Arme gelaufen. Na, wie soll ich den denn erkennen. Er hat ja kein Namensschild ;) Aber das Hotel hat den Suiten eben Schilder gegeben und vielleicht interessiert das ja filmbegeisterte Leser.

29 Suiten sind derzeit Signature Suiten und mit einem Namen versehen:

Nicolas Cage
Uma Thurman
Sean Penn
Liu Ye
Sean Connery
Sharon Stone
Grace Kelly
Sophie Marceau
Alain Delon
Sophia Loren
Michael Douglas
Sydney Pollack
Alfred Hitchcock
Greta Garbo
Robin Williams
Clint Eastwood
Bernardo Bertolucci
Yves Montand
Liv Ullmann
Gilles Jacob
Jean Dujardin
Javier Bardem
Milos Forman
Cary Grant
Fan Bingbing
Isabelle Adjani
Roman Polanski
Isabelle Huppert
David Lynch

Wer zu den Filmfestspielen nach Cannes möchte muss natürlich ins Intercontinental. 2016 ist das Festival du Cannes vom 11.05.-22.05. Die Zimmerpreise im Carlton bewegen sich bei 800 Euro. Um 60 000 IHG Punkte ist man mit dabei. Klar, eine stolze Menge an Punkten, aber der Paparazzi Faktor ist garantiert ;)

IntercontinentalCannes1 (more…)

Die Dramaturgie einer ERROR FARE

British Airways hat in den letzten Tagen zwei starke Error Fares produziert. Zunächst ging es von Frankfurt nach Kuala Lumpur mit verschiedenen Routen und Flugzeugtypen: BA A380 FIRST Frankfurt – Kuala Lumpur (RETURN): 1150 Euro Einen Tag später hat British Airways die Tickets storniert. Gestern hat eine Error Fare auch wieder die Runde gemacht, auch wieder von British Airways. Dieses Mal in der First von Prag nach Mexiko. Wer mir auf Twitter folgt weiß, ich habe es vorgezogen Pizza essen zu gehen und habe nicht darüber geschrieben, weil ich von der Haltbarkeit dieser Error Fare nicht überzeugt war. Und wirklich, welch ein Wunder, British Airways hat auch diese Tickets wieder storniert. Klar, wenn man das einmal gemacht hat, dann hat man Erfahrung damit und fürchtet sich nicht mehr vor der Schelte der Kunden, gemäß dem Spruch: Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert.

Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Dramaturgie einer öffentlich gewordenen Error Fare zu machen. Eigentlich ist es ein immergleiches Schauspiel.

1.) Die meisten Error Fares hat es bereits eine gewisse Zeit gegeben. Manche User sind sie bereits geflogen, bis sie sozusagen in die Öffentlichkeit kommen. Vielleicht finden sie Eingang in ein geheimes Forum, aber das war’s schon. Auch ich schreibe nicht über jede Error Fare, die ich gerade kenne oder fliege.

2.) Auf Flyertalk oder Vielfliegertreff wird eine Error Fare publiziert. Abhängig von der Tageszeit steht sie mal einfach dort, wird stark wahrgenommen oder auch nicht. Es wird gebucht und neue Varianten werden gesucht.

3.) Auf Twitter verbreitet sich die Geschichte.

4.) Blogger mit einer Affinität zur Vielfliegerei greifen das Thema auf. Jetzt beginnt es auch in den Foren unruhiger zu werden.

5.) Die Copy und Paste Blogs haben Dienstbeginn und verkünden: “Wir haben eine Error Fare in der First gefunden …”

6.) Jetzt wird es skurril. Die ersten Kunden rufen bei der Airline an oder reservieren telefonisch Sitzplätze. Man erkundigt sich bei der Hotline, ob das wirklich ein echter Flug ist. Ungeübte User buchen bereits Hotels und Zubringerflüge.

7.) Die Airline registriert den Fehler. Zunächst ist der Flug auf der eigenen Homepage verschwunden, dann folgen nach und nach die Drittanbieter.

8.) Die Airline schweigt: Einen Tag oder auch eine Woche. Dann wird entschieden: Man storniert oder man lässt die Kunden fliegen.

Die Airline storniert die Tickets

1.) Zunächst verändert sich der Status des Tickets.

2.) Erst verzögert gibt eine Airline eine Email heraus, wo man dann auf den Irrtum hingewiesen wird. Man hätte ja aufgrund des günstigen Preises den Fehler erkennen müssen. Eine klassische Argumentation mit dem in den Rechtsnormen vertretenen Irrtum wird erschaffen.

3.) In den Foren geht es jetzt rund. Manche User kommentieren immer wieder: Sie holen das Popcorn usw. Andere Teilnehmer beginnen zu schimpfen. Wieder andere bereiten bereits Klagen vor. Mitunter wird der Thread zeitweise geschlossen, der Ton ist extrem rau. Bei der letzten British Airways Error Fare gab es eine Besonderheit. Ein BA Mitarbeiter hat auf Twitter den Preis als gültig bestätigt. Das füllt seitenweise die Foren.

4.) Bei den Copy und Paste Blogs sind die Kunden total verunsichert. Der Tenor: “Das kann eine Airline doch nicht machen” oder “Ich habe aber bereits das Hotel gebucht” oder “Diese Schweine …”

Die Airline fliegt die Tickets ab

1.) In den Foren wird die höchste Meilen-Ausbeute diskutiert. Der beste Sitzplatz wird auserkoren. Man überlegt mit der Error Fare einen Status bei einer Airline zu erfliegen.

2.) In den Foren gibt es die ersten Trip Reports. Alle sind froh, manche User in den Foren ein wenig eifersüchtig.

3.) In den Flugzeugen mischen sich sehr unerfahrene Reisende, die noch nie außerhalb der Economy waren, mit den heavy Usern, die bereits die dritte Runde in einer Woche geflogen sind.

Es wird ruhig, aber einige Wochen später: Es gibt eine neue Error Fare …

Achja und zu guter Letzt: Es dürfte schon wieder eine neue Error Fare in der British Airways First geben …

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365 Tage im LUXUSHOTEL für 11 000 Euro

Dieser Post ist jetzt ein wenig absurd, aber so schräg eigentlich gar nicht wirklich. Für 11 000 Euro für ein Jahr im Luxushotel, das geht doch nicht.

Oh, doch! Gleich vorweg, man sollte das nicht mit einem IHG Account machen, den man noch behalten möchte, denn die Wahrscheinlichkeit von IHG aus dem Programm geworfen zu werden ist durchwegs sehr hoch.

Ca. alle drei Monate veröffentlicht IHG die sogenannten Point Breaks. Um 5 000 Punkte wirft IHG Hotels auf den Markt, eigentlich werden sie fast verschenkt. Die Hotels dieser Point Breaks Liste sind dann immer bis zur nächsten Liste buchbar. Also in der Regel drei Monate. Seit es die Point Breaks Promotion gibt ist immer mindestens ein Intercontinental dabei. Bucht man rasch genug, kann man für die gesamte Dauer der Liste ein Zimmer in einem Intercontinental reservieren. (IHG POINT BREAKS richtig buchen!)

Für 365 Tage brauchen wir also 1 825 000 IHG Punkte. Und die holen wir uns über den Punkteverkauf oder den IHG Punkte-Work-Around. IHG hat in letzter Zeit sehr oft große Mengen Punkte verkauft. Bei einem Punkte Sale kommen 10 000 Punkte (= 2 Nächte) auf 53 Euro. Mit dem Work-Around kommen 10 000 Punkte auf 64 Euro.

Der IHG Punkte Work-Around: Man macht eine Cash&Points Reservierung mit 5 000 Punkten und 70 USD. Für diese 70 USD kauft man jedoch in Wirklichkeit 10 000 Punkte. Storniert man die Reservierung bekommt man die 10 000 + 5 000 Punkte wieder in den Account retour.

Für 365 Tage in einem Intercontinental kann man also ca. 11 000 Euro veranschlagen. Hört sich viel an, aber ist eigentlich eine Monatsmiete von 900 Euro. Und man erspart sich viele Zusatzkosten eines Appartements bzw. hat im Hotel Zusatzleistungen.

Man erspart sich doch einiges:

+ Kein Strom
+ Keine Wasserkosten
+ Keine Rundfunkgebühren
+ Keine Kosten für das Internet (mit einem IHG Status)
+ Keine Müll- und Abwasserabgaben
+ Keine Versicherungen
+ Keine Grundsteuer
+ Keine Heizung
+ Keine Alarmfirma
+ Kein Ankauf von Möbel usw.

Dazu kommen im Hotel Zusatzleistungen:

+ Tägliche Reinigungskraft
+ Concierge Service
+ Hygieneartikel
+ Handtücher und Bademäntel

Also für eine Monatsmiete von 900 Euro bekommt man schon ein sehr gutes Gesamtpaket. Natürlich muss man noch alle drei Monate von einem Intercontinental auf der Point Breaks Liste zum nächsten Intercontinental reisen. Aber so absurd ist diese Geschichte gar nicht, oder? Und eine Frage gilt es noch herauszufinden, wie lange macht IHG da mit?

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