Meine 40 Euro EXECUTIVE SUITE

Mein Royal Ambassador Status gehört erneuert. 60 Nächte, davon 20 Nächte in 3 verschiedenen Intercontinental Hotels. Einige Nächte haben mir zur Requalifizierung gefehlt und was macht man dann? Klar einen Mattress Run.

Ein Mattress Run? Das Äquivalent zum Mileage Run, nur eben in Hotels. Bei Mileage Runs fliegt man irgendwelche günstigen Strecken, nur um Meilen zu generieren. Eine eher ungesunde und in der Economy anstrengende Angelegenheit. Bei einem Mattress Run sammelt man Aufenthalte oder Nächte. Und die ganz bösen User schlafen nicht einmal in diesem Hotel. Bei einem Mattress Run möglich, bei einem Mileage Run muss man die Strecke schon fliegen.

Und ich war böse, sehr böse. Das Holiday Inn in Chiang Mai hatte einen Preis von 40 Euro mit Steuern. Perfekt für einen Mattress Run. Die Reviews haben mir nicht so wirklich gefallen, also war von vornherein schon klar, ich würde mein Lager im Le Meridien in Chiang Mai (Review) beziehen. Ein Hotel ist ja kein Gefängnis, ich kann schlafen wo ich möchte.

Man hat schon gemerkt, man ist jetzt in einem Holiday Inn. Das Personal war nicht so bemüht (in Thailand) und hat alles eher lockerer genommen. Der Mitarbeiter an der Rezeption war ein wenig im Chaos, hat mich dann aber zum IHG Spire Elite Check-in (= ein eigener Schreibtisch in der Lobby) geführt. Die Dame war dann extrem nett, hat mir die IHG Spire Elite Vorzüge erklärt und mir ein Upgrade in eine Executive Suite gegeben.

Ok, eigentlich finde ich IHG Spire Elite nicht so umwerfend. Der IHG Royal Ambassador Status ist eine echt gute Mitgliedschaft in einer Hotelmarke. IHG Spire Elite kann bei den anderen Marken der Kette IHG nicht so mit (IHG Spire Elite? WOZU???). Royal Ambassador gilt eben aber ja nur für die Intercontinental Hotels. Die Royal Ambassador Kunden sind aber auch gleichzeitig auch IHG Spire Elite (ROYAL AMBASSADOR = IHG SPIRE ELITE) bei den anderen Marken von IHG.

Über dieses Upgrade war ich jetzt sehr verwundert. Um 40 Euro gab es eine Executive Suite mit einem großen Wohnzimmer, Schlafzimmer und zwei Badezimmern. Bei manchen IHG Hotels bekommt man als Spire Elite ein renoviertes Zimmer mit einem Bademantel und das war’s. Hier gab es eine Executive Suite.

Man hat schon gemerkt, man befindet sich in einem Holiday Inn in Asien. Im Bad hätte man ein wenig achtsamer beim Reinigen sein können. Die Einrichtung hatte eine eigenartige Plastik-Schutzfolie. Das Zimmer war eher düster. Klar mit einer Suite im Le Meridien (Review) kann es dieses Hotel nicht mehr aufnehmen. Aber man hat auch nur 40 Euro verlangt, der Preis für ein Frühstück für eine Person in vielen Luxushotels. Für diese Rate war die Suite dann ganz passabel. Mehr kann ich aber über das Hotel nicht sagen, ich habe ja dort nicht geschlafen, nur das Bett einmal aufgeschlagen.

Drei Tage später habe ich ausgecheckt. Der Mattress Run war beendet.

Irgendwie verwirrt mich dieser Aufenthalt. Sollte ich doch von IHG Spire Elite einen falschen Eindruck haben, oder war das nur eine bemerkenswerte Ausnahme. Ich denke wir können gespannt sein …

HolidayInnChiangMai1 (more…)

Neue INTERCONTINENTAL ROYAL AMBASSADOR Kriterien?

Einer der elitärsten Mitgliedschaften in einem Hotelprogramm ist der Intercontinental Royal Ambassador Status. Bekannt wurde Royal Ambassador für die enormen Upgrades. Man bekommt zwar keinen Club Zugang, aber vielleicht eine Executive Suite als Upgrade. Einfach so. Früher hat man den Status nur durch eine Einladung von IHG bekommen. Für jeden Royal Ambassador gab es als Geschenk einen Einladungsgutschein, um jemand anderen auch zu einem Royal Ambassador zu machen. Man konnte einem Familienmitglied diesen Status schenken oder ihn auf Ebay verkaufen.

Vor einem Jahr hat man die Einladungsgutscheine nicht mehr verschenkt, gleichzeitig aber die Bedingungen für die Erreichung des Royal Ambassador Status veröffentlicht (Royal Ambassador Renewal Kriterien + Minibar Special ^^). Es galt 60 Übernachtungen bei IHG, davon 20 in 3 verschiedenen Intercontinental Hotels. Weil es eben aber die Royal Ambassador Einladungen nicht mehr gegeben hat, hat sich irgendwie auch die Anzahl der Royal Ambassador Blogger und User auf Flyertalk stark dezimiert.

Im April hat man einen neuen IHG Rewards Status angekündigt. Heute wissen wir, er nennt sich: IHG Spire Elite. Gleichzeitig mit dem neuen IHG Status hat man keine Änderungen für den Royal Ambassador Status versprochen (IHG Royal Ambassador – “No additional changes …” / IHG Royal Ambassador – “No additional changes …” UPDATE) Auf Twitter und Flyertalk blieb man bei dieser Version der Geschichte.

Jetzt hat IHG Spire Elite vorgestellt. Nach 75 Nächten bekommt man den höchsten Status bei IHG.

Eine kleine Erklärung: IHG besitzt zwei Mitgliedsprogramme. Ambassador und Royal Ambassador für die Intercontinental Hotels. IHG Rewards Club mit Spire Elite und den anderen Stufen für die restlichen Hotels.

Bei den Ankündigungen von IHG Spire Elite wurde den Royal Ambassador Usern der IHG Spire Elite Status versprochen. IHG hat Wort gehalten. Als Royal Ambassador wurde man automatisch IHG Spire Elite: ROYAL AMBASSADOR = IHG SPIRE ELITE

Klar, auf den ersten Blick hat es so ausgesehen, wie wenn man IHG Spire Elite schwerer erreichen würde, als Intercontinental Royal Ambassador. Das war eigentlich nicht so, weil die 20 Intercontinental Nächte viel teurer als sonstige Nächte in einem IHG Hotel sind.

Daraufhin hat IHG in den Geschäftsbedingungen das Kriterium für Royal Ambassador kurzzeitig auf 75 Nächte hochgedreht. Diese Änderung war rasch wieder verschwunden und jetzt hat man die Geschäftsbedingungen auf den Ausgangspunkt zurückgestellt: Royal Ambassador ist nur “by invitation only”.

Mit dem Royal Ambassador Status verbindet mich irgendwie ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits gibt es enorme Upgrades, ich liebe die kostenlose Minibar und Intercontinental finde ich eine tolle Marke. Andererseits kommt es mir gerade irgendwie so vor, wie wenn man mit allen Mitteln die Anzahl der Royal Ambassador gering halten möchte. Nicht nur durch die strengeren Bedingungen, sondern auch durch das dauernde Verändern der Regeln. In einem Loyalitätsprogramm geht es wie das Wort bereits sagt um Loyalität. Mit den dauernden Änderungen macht man es den Royal Ambassador Kunden aber gerade sehr schwer, loyal zu sein.

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