Ich muss in diese Suite …

Als Spire Elite Royal Ambassador kenne ich die Marken von IHG gut. Von den Intercontinental Hotels bin ich schwer begeistert. Der üppige überbordende Stil hat es mir angetan. Unter den Holiday Inn und Crowne Plaza Hotels gibt es – wenn man sie sucht – ganz ordentliche Unterkünfte. Man muss aber bei Holiday Inn und Crowne Plaza wirklich aufpassen. Da draußen tummeln sich auch sehr schräge und echt schlechte Exemplare.

Die Marke Indigo soll den hippen Part bei IHG übernehmen. Man positioniert sich ähnlich wie W-Hotels oder Andaz. Mir persönlich sind die Zimmer in den Indigo Hotels immer zu klein. Die Location ist oft ausgezeichnet, aber ich habe den Eindruck einer Legebatterie und es wirkt insgesamt unausgereift. Deswegen gibt es bei mir wenige Indigo Reviews.

Über ein Indigo Hotel und eine spezielle Suite bin ich schon länger gestolpert. Das Indigo Bangkok hat sich genau eine Signature Suite, nämlich die Royal Ratchapruek Suite geleistet. Der bekennende IHG Fan Raynyan Funifuni hat davon ein Video gemacht. Echt genial.

Der Preis ist auch nicht so schlimm. Man kann also ein Zimmer in einem high-end Hotel buchen, oder die Royal Suite im Indigo. Das Preisniveau ist ähnlich. Für mich ist klar, diese Suite schaue ich mir mal an (also sie ist bereits gebucht).

Review: INDIGO Tel Aviv Diamond District

IHG versucht wie SPG mit den W Hotels auch eine Lifestyle Marke aufzubauen, Indigo der klingende Name dafür bei Intercontinental Hotels Group. Über das Indigo Tel Aviv findet man nicht viele Reviews, wie überhaupt Israel ein blinder Fleck für die Blogger zu sein scheint. Mir haben die Fotos vom Hotelpool gefallen und so habe ich eine Nacht dort reserviert. Einfach um es einmal gesehen zu haben.

Der klingende Beiname Diamond District lässt vieles erwarten. Leider liegt das Hotel einfach nur hinter der Stadtautobahn und damit sehr weit weg vom restlichen Geschehen der Stadt. Zum Tel Aviv Stadtstrand muss man einmal durch die ganze Stadt. Diamond District stimmt, die Diamant-Händler und Edelstein-Schleifer haben dort ihre Werkstätten und Büros.

Der Check-in war wild. Ein Gast hat vor mir eingecheckt und so musste ich warten. Die Mitarbeiterin war alleine, hatte dann aber nach einem Telefonat, das sie scheinbar auch zu machen hatte, Zeit für mich. Man hätte auf mich gewartet, alles hat gut ausgesehen. Ich habe mich aber erdreistet und nach einem Upgrade in eine Suite gefragt. Eigentlich eine ganz normale Frage mit IHG Platinum Royal Ambassador Status, aber auf einmal ist die Stimmung gekippt. Man hätte mir bereits ein Double Upgrade gegeben und überhaupt würde mir ein solches weiteres Upgrade nicht zustehen, denn die Geschäftsbedingungen sagen ich sollte eigentlich nur ein einfaches Upgrade bekommen. Soviel Unfreundlichkeit war mir zuviel. Ich habe nach der Managerin gefragt und nochmals um ein Upgrade gebeten. Nochmals bekam ich zu hören, ein weiteres Upgrade würde mir nicht zustehen, das Hotel würde mir bereits mehr geben, als mir zusteht, IHG Platinum Royal Ambassador ist nur ein Status bei Intercontinental und das Hotel sei ausgebucht. Bei der Story, das Hotel sei ausgebucht ist man dann geblieben.

Während des Check-ins und die ganze nächste Stunde gab es Fehlalarme. Ein Techniker hat sich am Lift zu schaffen gemacht. Alle haben aber diesen Alarmen keine Beachtung geschenkt, ein wenig seltsam.

Das Zimmer war winzig. Wenn das bereits ein doppeltes Upgrade gewesen sein soll, dann möchte ich die normalen Zimmer nicht sehen. Vielleicht bestand das Upgrade in den zwei Stühlen, sonst hat das wie ein echt sehr einfaches und kleines Zimmer ausgesehen. Wenig Einrichtung, viele Fliegen, wenig Platz, alles nicht so mein Ding.

Auf der IHG App hat das Indigo Hotel noch munter Suiten verkauft. Und das hat mich schon gestört. Das Hotel sei ausgebucht, aber man verkauft noch Zimmer und Suiten. Ich habe nochmals das Gespräch mit der diensthabenden Managerin gesucht. Sie ist aber stur geblieben, das Hotel sei ausgebucht und man könnte die Zimmer nicht buchen. Das wäre ein Fehler von IHG. Leider muss man aber sagen, die IHG App bildet sehr genau die Verfügbarkeit der Hotels ab, das Hotel hat aber vorgezogen, mir die “fully booked” Geschichte vorzuspielen. Ach wie oft habe ich die schon gehört.

Ich habe mir noch schnell den Pool auf der Dachterrasse angesehen. Ein Mitarbeiter hat mich noch flott angeschnauzt, ob ich denn Gast in diesem Hotel bin. Die Fotos im Internet hat man schön retuschiert, die Realität sah leider nicht so rosig aus. Eher ein wenig verwahrlost.

Nach einer Stunde habe ich das Gastspiel beendet. Es kann mich keiner zwingen, in einem Hotel zu übernachten. Irgendwie war man erstaunt, ob der schnellen Abreise. Ich muss aber ehrlich sagen, ich kann mir schon den Umzug in ein anderes Hotel auch leisten und muss nicht überall schlafen.

Man hat noch eines drauf gesetzt, man würde sich bei IHG über mich beschweren. Ok, mal langsam. Das Indigo Tel Aviv beschwert sich über einen Gast. Ich war nicht unhöflich, habe keinen beleidigt oder beschimpft. Aber man muss sich auch nicht alle Dinge gefallen lassen. Und was kann passieren? Darf ich dann nicht mehr in IHG Hotels übernachten? Naja, wären alle Hotels wie das Indigo Tel Aviv würde ich das sowieso nicht mehr tun.

Das Indigo Tel Aviv hat den Zimmerpreis zurückerstattet. Sie hätten sich das Geld aber ruhig behalten können …

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Review: Indigo Berlin Alexanderplatz

Die IHG Best Price Guarantee ist eine der tollsten Promotions. Finde einen günstigeren Preis und die erste Nacht ist theoretisch kostenlos. Das Indigo Berlin Alexanderplatz war günstiger bei einem Drittanbieter mit Frühstück zu buchen, die IHG App hat einen teuren Preis angezeigt. Das Problematische der IHG Best Rate Guarantee sind die sehr komplizierten und ungenauen Geschäftsbedingungen. Eigentlich wäre das ein Best Price Fall gewesen, war es aber dann nicht. Der Preis für das Doppelzimmer mit Frühstück war bei IHG teurer. Der alternative Anbieter hat sofort Reservierungen ausgestellt und die Stornierungsbedingungen waren gleich. Man hat aber diesen Fall dennoch abgelehnt, da IHG den Zimmerpreis in Einzelzimmer mit Zuschlag für Frühstück für zwei Personen aufgeteilt hat. Das war mir aber in der Iphone App nicht ersichtlich, erst mit der Reservierungs-Email hat man den Preis aufgeschlüsselt gesehen. D. h. ein Zuschlag für eine zweite Person ist nicht ein Teil des Zimmerpreises (Zuschläge sind nicht Teil der Best Rate Guarantee) und der Drittanbieter müsste das Doppelzimmer mit Frühstück billiger anbieten, als IHG das Einzelzimmer ohne Frühstück. IHG Best Rate wird von mir ein wenig wie ein Glücksspiel gesehen, man weiß nie genau warum ein Fall abgelehnt wird.

Der Check-in war wild. Das ganze Hotel ist im Chaos versunken. Eine lange Schlange von Gästen wurde von einer Mitarbeiterin betreut. Kein Priority Check-in weit und breit sichtbar. Nach einer halben Stunde Wartezeit durfte ich dann endlich einchecken. Das ganze war kühl und unfreundlich. Als Upgrade gab es eine sogenannte Executive Suite in der obersten Etage.

Schon beim Weg in die Suite hat sich ein gedrängter Eindruck des Hotels manifestiert. Nirgends war Platz. Auch die Suite hätte ich nicht als Suite bezeichnet. Es war ein größeres Zimmer mit Blick auf den Innenhof und die Jugendherberge. Die Einrichtung war modern, aber weit weg von einem Andaz oder W Hotel. Das große Problem war ein übler Geruch im ganzen Zimmer. Manchmal sind Zimmer lange nicht belegt und während ich ausgegangen bin, habe ich einfach gelüftet. Bei der Rückkehr hat es noch immer gerochen. Einen Tweet später gab es einen Anruf von der Rezeption und die Möglichkeit in eine andere Suite umzuziehen.

Die zweite Suite war zwar genauso klein, hatte aber den wirklich tollen Blick auf den Alexanderplatz und den Fernsehturm. Die Aussicht war grandios.

Das Frühstück am nächsten Tag war leider unbrauchbar, überlaufen und vermeidbar. Ich habe schnell versucht das Weite zu suchen, das wurde mir aber beim Check-out schwer gemacht. Als IHG Platinum Royal Ambassador ist ja das Internet kostenlos. Das wollte man im Indigo Alexanderplatz erst nach einiger Diskussion akzeptieren.

Fazit: Eher nicht wieder, auch wenn die Aussicht grandios ist.

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