Intercontinental Cannes Carlton

Ich war um dem schlechten Wetter zu entfliehen einige Tage an der Cote d’Azur und was liegt näher, als als Royal Ambassador das Carlton Intercontinental auszuprobieren. Ich wollte schon länger in dieses Hotel, aber es ist halt nie dazu gekommen. Gleich bei der Vorfahrt mit dem Mietauto wurde das Auto vom Parkservice abgenommen. 38 Euro pro Tag ist im Vergleich zu den Parkhäusern an der Croisette ganz ok. Und Parkhäuser in der Innenstadt kosten einfach etwas. Gebucht habe ich zwei Nächte mit Weekend Gutschein und eine freie Nacht von der sweet dilemma Promotion. Das heißt effektiv 190 Euro für drei Nächte. Nach einiger Diskussion um das Upgrade, bekam ich eine zwei Zimmer Suite im dritten Stock. Ein wenig eigenartig fand ich die Minibar-Politik des Hotels. Als Royal Ambassador bekomme ich die Minibar gratis (im Carlton bekam ich nur die Getränke). Im Carlton bekam ich für die weekend Nächte die freie Minibar, aber für die reward Nacht nicht. D. h. nach Rückfrage war die Minibar erst um zwei Uhr am Morgen des ersten Tages frei. Ich habe mir trotzdem am ersten Tag etwas aus der Minibar genommen, aber das wurde freundlicherweise nicht auf die Rechnung aufgenommen.

Die Suite war dann echt ein Highlight. Eine zwei Zimmer Suite mit Blick auf die Cote d’Azur. Die Suite selbst war zwar nicht renoviert. Was ich gehört habe, hat man nur die öffentlichen Räume des Hotels und die Suiten im 7. Stock renoviert, aber dann aufgrund der Finanzkrise die restlichen Suiten und Zimmer noch nicht renoviert. Die Suite war zwar nicht am neuersten Stand, aber es ist das Carlton eben ein Hotel mit Geschichte und man möchte ja auch noch etwas von der Geschichte sehen. Die Suite hatte eben eine schon benutzte Einrichtung, aber solange es sauber ist, habe ich mit Kratzern usw. kein Problem. Ein solches Hotel hat eben eine Patina und das muß man akzeptieren. Um auf die Suite zurückzukommen: ca. 100 Quadratmeter im dritten Stock mit tollem Blick. Es hatte zwei Klimaanlagen, was ich persönlich schätze, da man dann die im Schlafzimmer abdrehen kann und es nicht so laut hat. Die Suite hatte zwei Toiletten, ein älteres aber gepflegtes Badezimmer und sehr viele Kästen für Gäste mit viel Gepäck.

Der Stay war über die drei Tage sehr angenehm. Einziger Kritikpunkt war, dass die Preise des Hotels für Speisen und Getränke komplett überzogen sind. Wie ich die Speisekarte des Room Service gesehen habe, dachte ich mir schon, was denn ein Club Sandwich um 40 Euro plus 5 Euro Zustellung können kann. Also ein Normalpreis für einen Club Sandwich ist weltweit zwischen 15 und 25 Euro, aber 45 Euro sind doch ein wenig zu viel. Diese Preisgestaltung zieht sich aber wie ein roter Faden durch das Hotel. Gut war, dass ich die Minibar dabei hatte, weil auch dort wurde für eine Dose Perrier 8 Euro verlangt.

Mein Fazit:  Ich wollte das Hotel unbedingt sehen und es hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Mir wurde jedoch gesagt, dass ich in der Hochsaison das Upgrade auf eine zwei Zimmer Suite nicht bekommen würde und man es mir nur in der Nebensaison geben könnte. Wie das mit der Upgrade Politik von IHG ein Executive Zimmer, Executive Suite oder Club Room für Royal Ambassadors zusammengeht verstehe ich nicht, aber egal, denn ich werde wahrscheinlich wieder in der Nebensaison kommen, da auch die Cote d’Azur nicht so touristisch überlaufen ist.

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