KLM beweist Coolness im Gegensatz zu JetAirways

Im deutschsprachigen Raum haben wir es schon länger vermutet, aber Niederländer haben gerne Spaß. In der KLM Business gibt es zwar keine Joints, aber kleine Schnapsflaschen in der Form Amsterdamer Bürgerhäuser ;)

Heute bietet der KLM Blog einen sehr kreativen Eintrag. Man hat 8 Performances in KLM Flugzeugen zusammengestellt. Tolle Sache!

Hier mehr beim KLM Blog: Hitting The Airwaves: 8 Performances At 30,000 Feet!

Jet Airways hat erst letzte Woche eine Crew aufgrund einer Song Perfomance eines indischen Künstlers in einem Jet suspendiert (Jet Airways: Five Flight Attendants Suspended For Allowing Bollywood Star To Perform On PA System). So unterschiedlich kann die Welt sein …

Review: Etihad (Jet Airways) Diamond First 777-300 Abu Dhabi – New York

Abu Dhabi (AUH) – New York (JFK)
777-300 – Diamond First Class
Error Fare Colombo – Abu Dhabi – New York – Dallas (Return)
Champagner: Gosset Grand Millesime Brut Grande Vallee 2004 und Jacquart Rose Mosaique Brut Reims

Etihad hat dieses Jahr wirklich ein schlechtes Jahr mit mir gehabt. Ich bin schon mit einer Error Fare auf die Seychellen und wieder zurück nach Europa geflogen. Natürlich habe ich dann auch bei der Error Fare Colombo – Dallas mitgemacht. Etihad fliegt eigentlich stoisch Error Fares ab und dafür muss man sie wirklich loben. Bei dieser Error Fare waren Etihad noch dazu die Hände gebunden, da der Zielflughafen in den USA lag und die Fluggastrechte der Vereinigten Staaten extrem bissig sind. Etihad konnte nicht aus und ich war mir der Sache relativ sicher. Dann wurde aber auf einmal der Flug storniert. Eine Eingabe bei meinen Lieblingsfreunden dem Department of Travel (DOT) hat das Ticket sofort wieder aufleben lassen und Etihad hat alles zugesichert: Chauffeur, Lounge, Meilen und der Flug kann wie gebucht geflogen werden.

Der Zubringer aus Colombo hatte Verspätung und ich bin wirklich mitten ins Boarding geraten. Normalerweise versuche ich ja relativ früh an Bord zu gehen, damit ich mir diesen ganzen Stress erspare. Irgendwann einmal habe ich es dann auch ins Flugzeug geschafft. Man hat mich zu meinem Platz begleitet und das klassische First Class Spiel hat begonnen. Die Mitarbeiter der First haben sich vorgestellt, man hat die Geschenke ausgeteilt und die Flug Managerin ihre Karte dagelassen. Sofort gab es Champagner, die Speisekarte, Magazine und die ganzen Geschenke.

Das Besondere an diesem Flug ist, dass Etihad ein Flugzeug mit einigen Crew Mitgliedern von Jet Airways geleast hat. Das heißt, es ist irgendwie eine Mischung aus einer Etihad First und einer Jet Airways First. Die Mitarbeiter der First waren von Etihad, die Kopfhörer von Jet Airways, die Decke von Etihad, das Bettzeug von Jet, der Pyjama von Jet, der Champagner von Etihad, Entertainment von Etihad und das Essen eine Mischung beider Airlines.

Den Sitz 1A fand ich sehr bequem, ähnlich der First der Etihad. Der einzige Kritikpunkt war, dass die Tür sehr schlecht funktioniert hat und man hat eigentlich immer einen Flugbegleiter gebraucht, der die Tür dann geschlossen hat.

Was mich aber schon gestört hat und ich auch nicht gerechnet habe ist, dass kein ordentlicher Amenity Kit für die First geladen wurde. Es gab keine Hausschuhe, keine Earplugs und eben keinen Amenity Kit. Die Flugbegleiter waren rührend. Rasierer und Zahnbürste hat man gefunden, aber die Hausschuhe haben sie mir von ihrem privaten Gepäck aus dem letzten Hotel angeboten.

Nach einigen Gläsern Champagner war dann auch der Rest der Maschine abflugbereit und es ging nach New York. Etihad hatte auch hier in der First einen eigenen Koch mit und hat auch bei diesem Flug das “iss was und wann du möchtest” Programm angeboten. Was ich sehr schön an einer First Class finde, ist dass man gesunde Lebensmittel wie Salat bekommt und nicht nur mit Kohlehydraten abgefüttert wird. Ich habe die zwei Salate und das indische Hühnchen bestellt. Das späte Abendessen war wirklich gut, das Highlight waren natürlich wieder die Pommes frites. Und das meine ich ernst, Pommes frites in einem Flugzeug sind cool.

Nachdem ich gefüttert und mit Alkohol in gute Laune gebracht worden bin, stand einer angenehmen Nacht nichts mehr im Wege. Man hat mir mein Bett gerichtet und ich habe wirklich gut geschlafen. Natürlich muß ich zugeben, dass ich während meiner Nachtruhe noch einige Drinks hatte.

Da meine Reise nach Dallas doch noch länger war, wurde es dann noch kurz vor New York ein Steak Sandwich. Eigentlich auch das ein cooles modernes Gericht.

Die Crew war insgesamt sehr rührig, sehr freundlich und sehr aufmerksam. Das war ein durchwegs gelungener Flug, wobei ein fehlender Amenity Kit nicht geht.

Fazit: Coole Sache, gut gegessen, gut geschlafen und viel Spass gehabt!

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