1000 Places of Interest: 93 – Unité d’Habitation (Frankreich – Marseille)

Plattenbauten beherrschen heute das Stadtbild jeder größeren Siedlung. Hier in Marseille hat man mit der 1952 eröffneten Unité d’Habitation den ersten Plattenbau vor sich. Für viele ist diese Art des Wohnbaus ein Schreckgespenst, letztlich hat aber diese Idee von Le Corbusier ausgehend von Marseille einen Siegeszug angetreten.

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Review: Intercontinental Marseille – Hotel Dieu

Seit Jahren kann man das Intercontinental Marseille immer mit einer Best Rate buchen. Am Anfang noch mit einer stornierbaren Rate (Review, Review, Review) – Das war wirklich eine böse Geschichte. Das Hotel war noch nicht einmal offen, aber die Preise waren hochgeladen und man konnte wild Best Rates einreichen. – Bei meinem letzten Aufenthalt (Review) war “nur” eine Best Rate mit einer nicht-stornierbaren Buchung möglich.

Für die Neueinsteiger: IHG verspricht mit der Best Rate Guarantee den billigsten Preis auf der IHG Buchungsseite. Findet man ein günstigeres Zimmer bei einem alternativen Anbieter, schenkt IHG (eigentlich das Hotel) das Zimmer her. Bei einem stornierbaren Preis ist das Risiko bei einer Ablehnung durch IHG (das kommt aufgrund der komplizierten AGB’s häufig vor) minimiert. Bei einer nicht-stornierbaren Buchung und einer Ablehnung müsste man das Zimmer dann eben bezahlen.

IHG hat aber diesen Winter einen Sale mehrfach aufgelegt. Ich muss meinen Royal Ambassador Status erneuern und so wurde das jetzt das erste Mal im Intercontinental Marseille eine bezahlte Übernachtung.

Verglichen zu meinen Aufenthalten vor zwei Jahren war der letzte Stay 2015 dort eher enttäuschend. Das Hotel, Lage und Hardware sind gut, aber die Performance war mehr als holprig. Nervendes Reinigungspersonal, ein nicht wirklich ordentliches Upgrade und ein extrem kleines Zimmer waren keine guten Vorzeichen für diesen Aufenthalt.

Der Check-in war freundlich, aber als man mir wieder ein so kleines Executive Zimmer wie bei meinem letzten Aufenthalt (Review) andrehen wollte, ist meine Stimmung gekippt. Man hat gemerkt, die Mitarbeiter an der Rezeption waren an Vorgaben durch das Management gebunden. Nach einiger Verhandlung gab es dann als Royal Ambassador Upgrade eine Junior Suite.

In der Junior Suite angekommen, musste ich leider merken, dass diese Junior Suite einfach ein um ein paar Quadratmeter größeres Executive Zimmer ohne Terrasse gewesen ist. Ok, nein das wollte ich mir nicht gefallen lassen und bin wieder zur Rezeption gegangen. Royal Ambassador bedeutet ein Upgrade in eine Executive Suite oder Executive Zimmer. Ein Executive Zimmer ist eigentlich eine Junior Suite. Dieses Zimmer war definitiv keine Junior Suite. Nachdem ich meine Bedenken dargelegt habe, fand sich dann eine größere Junior Suite mit Terrasse.

Diese Junior Suite war noch immer eigentlich keine Junior Suite. Es war einfach ein größeres Zimmer mit einem Badezimmer mit einem Fenster. Dazu hatte es eine große Terrasse, ein Schreibtisch hat wie bereits in dem Executive Zimmer bei meinem letzten Aufenthalt (Review) auch in dieser Junior Suite gefehlt. Es gab ein Bett, zwei Sessel, einen Tisch und zwei Beistelltische beim Bett. Das war die Einrichtung der Junior Suite, sehr seltsam für eine Suite.

Die Junior Suite selbst war sauber, aber sie war sehr klein für eine Suite und Einrichtung hat gefehlt. Was mich aber wirklich gestört hat war der gleich angrenzende Lift. Wer gibt wirklich die teuersten Zimmer eines Hotels neben einen Lift. Das wird für mich immer ein Rätsel bleiben.

Der diensthabende Manager hat sich dann irgendwann vorgestellt. Man hat ihn gerufen, da ich ja nicht wirklich zufrieden war. Auch dieser Manager war nicht sehr flexibel. Der beste Ausspruch war: “… und sie glauben, sie kommen als Royal Ambassador in ein Hotel und bekommen dort so einfach eine Suite …”. Naja, irgendwie habe ich das Programm schon so verstanden und es wurde ja auch so konzipiert. Das Intercontinental Marseille versteht das nicht so, aber das ist nicht mein Problem. Dann sollen sie sich einer anderen Kette anschließen, aber auch dort müssen sie Upgrades hergeben.

Um es klarzustellen: Die Hardware, Design und Lage des Hotels sind super. Der Pool und der Fitnessraum sind genial. Ich mag die Location in der Mitte der Stadt. Und das flotte Design in diesem historischen Gebäude ist faszinierend. Wenn man in einem fast menschenleeren Hotel aber um Upgrades feilschen muss, dann läuft irgendwie etwas falsch.

Wieviele Royal Ambassadors gibt es? IHG sagt selbst 1% der Kunden haben diesen Status. Man hat die Anzahl der Royal Ambassadors im letzten Jahr aber halbiert, da man keine Einladungsgutscheine mehr zu einer Qualifizierung eines Royal Ambassadors dazu gibt. Man wurde früher zum Royal Ambassador Programm eingeladen (mehr als ca. 60 Nächte) und bekam dazu ein sogenanntes Referral Certificate mit dem man jemand anderen auch zu einem RA machen konnte. Jetzt gibt es diese Gutscheine nicht mehr. Die Anzahl der RA’s muss damit drastisch gesunken sein. Nimmt man aber die 1% an, dann gibt es bei einem ausgebuchten Intercontinental Hotel Dieu vielleicht zwei Royal Ambassadors. Und für diese zwei Gäste kann man in einem leeren Hotel keine Suite finden?

Würden sich alle Hotels im IHG Verbund so geben, dann hätte ich bereits das Weite gesucht. Man kann in der letzten Zeit eine Verbesserung im Royal Ambassador Programm merken. Die Upgrades werden konsistent besser und die Hotels großzügiger. Solche Ausreißer wie das IC Marseille sind eher eine Seltenheit.

Und wie bei einem Déjà vu haben am nächsten Tag die Putzfrauen wieder den ganzen Tag mit Anrufen genervt. Wenn man aber den meisten Gästen einen Late-Check-Out (den bekommt bereits jeder Ambassador) garantiert, dann muss sich ein Hotel auch darauf einstellen.

Fazit: Irgendwie war ich froh dort abzureisen …

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Review: Intercontinental Marseille – Hotel Dieu

Es fasziniert mich wie lange man eine Best Rate buchen kann. Die immer gleiche Best Rate seit Jahren. Mir soll es recht sein, aber trotzdem irgendwie seltsam.

Der Check-in war super freundlich, aber hat auch seine Zeit gedauert. Ich liebe schnelle Check-in’s, vor allem in Hotels, in denen ich bereits war (Review, Review, Review). Naja, man hat mir wieder alles erklärt (Minibar, Film usw.) und mir freudig mitgeteilt, dass ich ein Upgrade in ein Executive Zimmer mit Terrasse bekommen würde. Tja, es war ein wunderschöner Tag und die Terrasse war dadurch auch im Winter nutzbar. Eine Begleitung konnte ich abschütteln, aber man wollte mich noch unbedingt zum Lift führen.

Das Zimmer hatte dann eben eine der wunderschönen Terrassen. Es war aber wirklich klein, echt klein. Klein ist eigentlich ein Euphemismus. Es hatte mit einem Executive Zimmer nichts zu tun, da die Größe einfach nicht gepasst hat. Zwei Sessel, ein Bett und ein Tisch, das waren die Einrichtungsgegenstände. Nicht einmal ein Schreibtisch hat seinen Weg in dieses „Executive Zimmer“ gefunden. Wenn man von der Aussicht und dem Balkon absieht, war das Zimmer neu, aber sehr, sehr Basic für ein Intercontinental Executive Zimmer. Und noch seltsamer war, dass es in einem leeren Hotel kein ordentliches Royal Ambassador Upgrade geben kann. Ich frage mich immer, wie viele Royal Ambassadors gibt es eigentlich. Nach Angaben von IHG sind 1% der Kunden Royal Ambassadors. Ob diese Angabe noch stimmt wage ich zu bezweifeln, hat man ja 2014 die Royal Ambassador Einladungsgutscheine für Freunde und Familie eingestellt. Nimmt man aber die 1% an, dann wären das in einem ausgebuchten Intercontinental Marseille genau zwei Zimmer. Und für diese zwei Zimmer findet sich kein ordentliches Upgrade? Ich habe mich nicht beschwert, mit einer Best Rate hat mir IHG ja das Zimmer geschenkt, aber bei meinem nächsten bezahlten Aufenthalt habe ich mich schon gewehrt.

Und es dürften wirklich nicht viele Royal Ambassadors im Intercontinental Marseille herumlaufen. Der Kellner hat sich ganz genau den Welcome Drink Gutschein durchgelesen, so wie wenn er so etwas noch nie gesehen hat. Und beim Check-out gab es eine nette Diskussion um die kostenlose Minibar. Nein für Royal Ambassadors gibt es keine kostenlose Minibar. Ach, wirklich? Erst als ich darauf insistiert habe und ein Manager das OK gegeben hat, war dann die Minibar kostenlos. Da gehen scheinbar die Royal Ambassadors ein und aus, deswegen kennt sich niemand mit dem Intercontinental Loyalitätsprogramm aus.

Das Hotel selbst gefällt mir sehr gut. Es gibt ein endgeiles Fitnessstudio, einen tollen Pool, eine coole Bar, das Gebäude ist atemberaubend und die Lage hervorragend.

Leider funktioniert nicht wirklich alles perfekt. Der 24 Stunden Fitnessraum war in der Nacht zugesperrt, das Personal konnte kein Englisch, das Hotel konnte ich nach 00:00 nur mit Hilfe verlassen, da man es versperrt hat und das Frühstück war sehr überlaufen und hatte einige Mängel. Sehr gestört hat mich das nervende Reinigungspersonal, das trotz eines Late-Check-out’s mich halbstündig von 13 bis 16 Uhr angerufen hat. Ein Klassiker, wenn ein Hotel schlecht geführt wird.

Mit dieser seit Jahren existierenden Best Rate würde ich das Hotel wieder buchen. Man darf aber aufgrund des Preises und der schönen Fotos des Hotels trotzdem nicht zuviel hoffen und sollte die Erwartungen herunterschrauben. Das Hotel Dieu funktioniert nicht wie eine Maschine.

Wenn ich mir meine vergangenen Reviews durchlese, dann hat sich das Hotel leider gewandelt. War ich noch kurz nach der Eröffnung davon begeistert, weil alles so gut geklappt und funktioniert hat, so ist dieser Geist des Anfangs in diesem Hotel scheinbar ein wenig verflogen.

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Intercontinental Marseille Hotel Dieu 3

Noch vor der Eröffnung hat das Intercontinental Marseille relativ lange Zimmer mit stornierbarer Rate bei alternativen Anbietern billiger verkauft. Das war ein klassischer Best Price Fall mit null Risiko, da man ja eine stornierbare Rate vergleichen konnte.

Jetzt kannte ich die Auffahrt in das Hotel, mittlerweile war das Hotel aber auch ausgeschildert. Der Wagen wurde abgenommen und man führte mich zum Check-in. Wieder hat sich ein Manager vorgestellt. Als Royal Ambassador gab es wieder das Upgrade in eine Junior Suite mit Ausblick. Das Hotel ist eigentlich für sehr gute Upgrades für Royal Ambassadors bekannt, aber bei einer kostenlosen Übernachtung mit Best Price Guarantee muß es jetzt nicht die beste Suite des Hauses sein. Natürlich gab es kostenloses Internet, die freie Minibar, die Geschenke, kostenlose Getränke und Punkte Gutscheine.

Die Suite hat gut gefallen, war sauber und unberührt. Überhaupt ist das Hotel wunderschön gestaltet. Der Service bereits auf einem Level, den man noch nicht erwarten würde.

Fazit: Ein Top Intercontinental!

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