Das Hotel ist eine Oase im Norden …

Mit diesen Kooperationen von World of Hyatt mit Mr&Mrs Smith und Hilton Honors mit den Small Luxury Hotels stehen einem ja ganz viele neue Ziele offen. Die Lofoten in Norwegen waren schon immer irgendwie auf meiner To-do-Liste. Im Sommer dürfte es da sehr voll werden. So bin ich ausgewichen und bin im ruhigeren Herbst auf eine Woche dorthin geflogen. Das Bryggehotell in Henningsvær hat sehr vielversprechend ausgesehen und war mit 250 Euro für eine Junior Suite für das komplett abgehobene Preisgefüge in Norwegen eigentlich günstig. Ich darf es mit dem zweifelhaften Thon Hotel in Bodø (Review) vergleichen. Die wollten auch 240 Euro für ihre Junior Suite, aber da sind wir komplett in einer anderen Liga.
Henningsvær kennt man wahrscheinlich wegen dem legendären Fußballplatz. Die haben da auf einem Felsen im Meer einen Bolzplatz reingebastelt. Das Dörfchen um einen natürlichen Hafen herum ist super lieb. Das ist auch eine beliebte Sehenswürdigkeit der Lofoten. Wenn man sich in Henningsvær positioniert, kann man mit dem Mietwagen die Lofoten gut machen. Man muss da von dieser Hauptverbindung abbiegen, eine Küstenstraße entlang fahren, über mehrere Brücke und man ist in Henningsvær. Ganz runter nach Å sind es 2,5 Stunden. In Leknes ist man in einer Stunde und der Flughafen von Widerøe in Svolvær (Trip Report) ist in 40 Minuten zu erreichen.
Check-in war super freundlich. Mit Buchung einer Junior Suite und als Globalist gab es ein Upgrade in eine ihrer besten Suiten. Der Herr hat das Hotel erklärt und Tipps gegeben.
Diese echte Suite im Henningsvaer Bryggehotell will ich nur loben. An sich ist es nur ein riesiger Raum mit einer enormen Deckenhöhe. Man hat aber hier einen ausladenden Ess-, Wohn- und einen Schlafbereich. Diese Suite fand ich wirklich großzügig. Gerade das moderne skandinavische Design hat sehr angesprochen. Aussicht auf den Hafen und die Berge der Lofoten war super romantisch. Die Suite war perfekt sauber und einem hervorragenden Zustand. So Trockenfisch als Souvenir war das Willkommensgeschenk.
Bei den Details würde ich ihnen Slipper empfehlen. Bademäntel ohne Slipper sind eine komische Idee und für eine echte Suite notwendig. Zweitens war es in der Suite relativ kühl. Ich mag niedrige Temperaturen und hatte damit überhaupt kein Problem. Bei Reviews habe ich da Leute mit Beschwerden darüber gelesen. Die Heizung funktioniert aber perfekt und wenn ich eine Babystation haben hätte wollen, hätte ich mich an die Rezeption wenden müssen.
Insgesamt war das eine ganz tolle Suite in der ich mich super wohlgefühlt habe. Mit dieser Ruhe und dem Meer gleich vor der Haustüre war ich echt glücklich.















Im Hauptrestaurant gab es für die paar Gäste morgens das Frühstück. Für unter 40 Zimmer und Suiten ist so ein Buffet immer ein kleines Problem. Das Frühstück war mit Fisch, Obst und warmen Gerichten für den Norden sehr in Ordnung. Es hat sich aber eine Woche keine Änderung der Gerichte ergeben. Gerade so Off-Season würde ich ihnen in ein serviertes Frühstück raten. Eine Spur weniger Convenience Food hätte mich auch gefreut, aber das ist leider ein allgemeines Problem der Küchen im Norden. Die greifen wegen der schwierigen Versorgungslage gerne auf diese Produkte zurück.



Bei der Hardware darf man nicht zu viel Hotel erwarten. Es gibt kein Fitness, weder Pool, noch Spa, nur ein Restaurant. Sehr positiv muss man die Elektrocharger auf dem Parkplatz erwähnen. Die meisten Mietwagen fahren ja elektrisch und die kann man über Nacht im Bryggehotell sehr easy vor dem Haus laden.
Das Fehlend von Hotelfeatures wird man aber angesichts der Destination verkraften. Statt Fitness ist ja auf den Lofoten sowieso das Wandern auf die Berge und Spaziergehen an karibischen Stränden angesagt.







In einer Woche hat man doch ein wenig Zeit sich auch andere Herbergen anzusehen. Henningsvaer Bryggehotell hat sich da im Vergleich zu den Alternativen noch positiver dargestellt.
Recognition war mit diesem Upgrade perfekt. Die Suite war richtig wohnlich und angenehm. Lage in diesem bezaubernden Küstendorf hat mir sehr gefallen. Das Fehlen von Hoteleinrichtungen muss man in Kauf nehmen. In der Saison gehen die mit den Preisen schon ordentlich rauf. In der Nebensaison habe ich das sogar als eine Art Luxusschnäppchen auf den Lofoten wahrgenommen. Ich würde da sofort wieder hin …