Cairo (CAI) – Muscat (MCT)
737 – Business
Günstiges Ticket Cairo (CAI) – Muscat (MCT) – Bangkok (BKK)
Champagner: Taittinger

Oman Air hat wirklich günstige Tickets von Cairo nach Bangkok mit einem Stopp in Muscat aufgelegt, so ein Ticket musste ich natürlich haben (Oman Air BUSINESS Cairo – Bangkok: 629 Euro (Oneway, +Muscat Stopover)

Ich wußte, Cairo ist ein verrückter Flughafen und wollte deswegen wenig Zeit dort verbringen. Davor habe ich noch den falschen Terminal 3 angesteuert (das war eindeutig mein Fehler) und musste bitter erkennen, dass ein Transfer von Terminal 3 zu Terminal 1 gar nicht so einfach ist. Das Le Meridien (Review) hat mich dann schließlich gerettet und mit dem Hotel Shuttle zu Terminal 1 gebracht.

Cairo Terminal 1, naja was soll man darüber sagen: Echt schlimm, Chaos pur, wilde Schiebereien, aber ich musste es einmal sehen. Zunächst ging es einmal durch die Sicherheit, um überhaupt den Airport betreten zu dürfen. Dann gab es nochmals eine Sicherheit, um überhaupt zu den Check-in Schaltern zu kommen. Ich bin ein digitaler Mensch und vermeide Zetteln mit mir zu tragen. Auch für diesen Flug hatte ich keine Reservierung ausgedruckt. Der Polizist wollte jedoch ein ausgedrucktes Ticket sehen. Dieses Chaos an dieser Sicherheit hat mich echt an die Grenzen meiner Belastbarkeit gebracht. Man hatte dann ein wenig Mitleid und mich dann auch ohne Ticket zum Check-in vorgelassen.

Der Check-in war flott. Ein wenig habe ich mich über die Aufmachung der Schalter von Oman Air gewundert. Die Teppiche dreckig, der Schalter verwahrlost, das hat so gar nicht zu dieser guten Airline gepasst. Es gab meinen Boarding Pass und eine Einladung in die VIP Lounge. Danach ging es durch die Passkontrolle und ich glaube durch noch eine Sicherheit.

Die VIP Lounge am Terminal 1 war unterirdisch. Ein eigener Review darüber wird darüber noch folgen. Es gab aber gleich gegenüber einen Starbucks, der war ein kleiner Lichtblick von Zivilisation am Flughafen Cairo Terminal 1. Ein kleiner Rat von mir: Bitte vermeidet Terminal 1, oder bucht das VIP Service am Flughafen. Ich wollte das Chaos einmal sehen, werde es mir jedoch nicht mehr geben.

Dann war Boarding. Brav bin ich durch eine erneute Sicherheit direkt am Gate und habe dort gewartet. Und ich habe gewartet und gewartet. Keine Maschine war weit und breit zu erkennen. Eine Stunde ist vergangen. Die ganzen Gäste des Flugzeuges waren also in dem relativ kleinen Wartebereich am Gate. Dann hat eine Dame von Oman Air in arabischer Sprache irgendetwas in die Menge gerufen. Ein raunen ging durch die Menschen, eine Information auf Englisch hat gefehlt. Die Passagiere haben begonnen das Gate zu verlassen. Man musste den Pass beim Mitarbeiter abgeben und konnte wieder hinaus in den Flughafen. Von anderen Passagieren habe ich versucht zu erfahren, was eigentlich passiert sei, aber keiner konnte mir auf Englisch Auskunft über die Verspätung geben. Und wir haben gewartet und zwei Stunden sind vergangen. Keine Information, nicht einmal in Arabisch. Dann nach drei Stunden Wartezeit wurden alle aus dem Gate rausgeworfen, man hatte ja keine Ahnung mehr, wer jetzt außerhalb des Gates war und die Kontrolle am Gate wieder durchgeführt. Also alle hinaus, Screening, Boarding Pass angesehen und wieder in den geschlossenen Bereich am Gate zurück. Mit vier Stunden Verspätung hat dann das Boarding begonnen.

Beim Boarding ist das Chaos ausgebrochen. Man hat laut durch das Rufen von “Business Class” versucht in der wilden und unruhigen Menschenmenge die Business Gäste herauszufiltern. Mit dem lauten Zurückrufen von “Business Class” habe ich mir doch sehr rau einen Weg durch die Menge gebahnt. Wenn man nur mit Ellbogen und Rempeln zum Boarding der Business kommt, dann macht eine Airline eindeutig etwas falsch. Vielleicht hätte man durch klare Ansagen, vielleicht auch in Englisch, der Menge mehr Führung geben können.

Im Flugzeug war es dann wie in einer anderen Welt. Der Sitz war sehr bequem und hatte ein tolles neues Entertainment System. Ein kühles Getränk und kalte Tücher haben mich wieder nach dieser Tortur entspannt. Die Maschine war dann auch irgendwann voll und ohne Kommentar ging es ab nach Muscat. Mir ist nur aufgefallen, die Crew hat seltsam fertig gewirkt. Nicht so normal müde, wie manche Stewards aussehen – der Job ist einfach sehr stressig – sondern komplett erledigt.

In der Luft gab es dann meinen geliebten Champagner. Decken hatte man keine mit, so war mir schon einigermaßen kalt. Die Crew hat sich zwar bemüht, ordentlichen Service zu bieten, aber sie war so erledigt, dass das eigentlich nicht möglich war.

Ich habe dem Steward der Oman Air schon einmal gesagt, dass ich es einfach nicht sehr lustig finde, für Stunden am Gate ohne Information festgehalten zu werden. Ich habe keine Ahnung warum das passiert sei und warum man keine Informationen in Englisch gegeben hat. Das hat der Captain mitbekommen, der eigentlich ja dachte, dass man das bereits in Cairo erledigt hat  und alle Passagiere wissen würden, warum das Flugzeug nicht gestartet ist. Eine kleine Klammerbemerkung: Ich würde niemals den Captain mit solcher Kritik konfrontieren, der hat andere Sorgen.

Es gab dann eine Aufklärung in arabischer und englischer Sprache: Der Flughafen Cairo wurde einfach geschlossen. Die Armee hat die zivile Luftfahrt am Flughafen Cairo für mehrere Stunden eingestellt. Diese Maschine ist in Luxor gelandet, hat dort die Passagiere vom Oman ausgeladen, aufgetankt, und ist wieder nach Cairo geflogen. Damit hat sich der Zustand der Crew erklärt. Damit war auch die Verspätung klar.

Das Catering war dann nicht so toll. Ich hatte eine Vorspeise und Fisch bestellt. Aufgrund der verrückten Anreise des Flugzeuges, war der Fisch nicht mehr genießbar. Der ging zurück.

Die Crew hat sich im Rahmen des machbaren bemüht. So einen wilden Flug wünscht man keiner Mannschaft. Die Crew kann auch nichts für die Verspätung, für fehlende Informationen am Gate, für verdorbenes Essen und ein nicht richtig beladenes Flugzeug.

In Muscat hat bereits der Fahrer der Oman Air gewartet. Das ist ein echt geiles Feature dieser Airline. Auch bei einem Stopp in Muscat wird man im Oman mit der Limousine der Airline herumgefahren. Und weil die Airline eine Kooperation mit dem Grand Hyatt hat, war es der Wagen des Hotels.

Fazit: Ein echt genialer Business Sitz in einer 737. Mit Hunger und Champagner ging es nach Muscat.

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