Budapest (BUD) – Rom (FCO)
A320 – Business
Nettes Ticket Budapest (BUD) – Rom (FCO) – Abu Dhabi (AUH) – Doha (DOH)
Champagner: Keiner

Innereuropäische Business Class ist so eine Sache. Kurz gefasst gibt es normalerweise einen gesperrten Mittelsitz, Lounge Zugang, Fast Track, ein warmes Essen, Alkohol und höhere Gepäckmengen. Diese Annehmlichkeiten lassen sich die Airlines sehr gut bezahlen, können die Leistungen mitunter nicht liefern. Wie oft sind wir alle schon in der normalen Schlange gestanden, weil man einfach die Fast Track Kontrollen geschlossen hat? Wieviele Business Lounges verdienen den Titel gar nicht?

In der restlichen Welt bekommt man ordentliche Business Produkte. In Europa schafft man das nicht. In Asien kann man diese Distanzen mitunter sogar in einer echten First fliegen. In Europa scheint man keinen Bedarf zu sehen. Nur die Preisrealität ist umgekehrt. Vergleicht man Strecke und Preis, dann zählen die inneneuropäischen Business Produkte zu den teuersten Flügen der Welt.

Alitalia hat das alles bei meinem Flug von Budapest nach Rom auf die Spitze getrieben. Der online Check-in hat nicht funktioniert. Ich musste mich also für meinen Boarding Pass anstellen. Eigentlich mit einem Business Ticket keine große Sache, bei Alitalia schon. Der Check-in war absolut chaotisch. Es hätte zwar einen Business Schalter gegeben, aber man hat die Economy einfach dort abgefertigt. Auf meine Nachfrage nach einem Business Check-in hat man zwar einmal in die Menge aufgerufen sich richtig anzustellen, aber keiner hat darauf gehört. Auch hat die Mitarbeiterin einfach die Economy abgefertigt. Auf eine Stunde Anstellen hatte ich keine Lust und habe mich ins Kaffeehaus gesetzt.

Ich übertreibe nicht, eine Stunde später kurz vor dem Abflug war die Schlange beim Business Schalter kürzer. Man hat mich mit dem Boarding Pass zum Fast Track geschickt. Fast Track Invitations hat man keine mehr gehabt. Die Dame beim Fast Track hat mich in die lange normale Schlange gelotst. Alitalia bezahlt in Budapest keinen Fast Track.

Ein kurzer Stopp in der Platinum Schengen Lounge hat mich auch nicht erheitert (Review). Auch beim Boarding hat man großzügigerweise auf das Priority Boarding verzichtet. Auch dort habe ich wieder in der Schlange gewartet, weil alle waren bei Priority Boarding angestellt.

Ja, ich hatte zwei Handgepäckstücke, einen kleinen Koffer und einen kleinen Weekender. Bei den verrückten Verbindungen kann man kein Gepäck aufgeben. Es sei denn man möchte, dass es verloren geht. Alitalia erlaubt aber scheinbar nur ein Handgepäckstück. Ja, das war meine Schuld. Ich hätte mich informieren sollen. Die Flugbegleiter meinten lapidar, es gäbe keine Platz. Meinen Versuch zu erklären, ich sei mit einem internationalen Business Ticket unterwegs und dieser Flug eben ein Zubringerflug, hat man nicht geglaubt. Ich musste noch beweisen, wirklich in der Business zu fliegen. Großzügigerweise durfte ich in der Business also meine Handgepäckstücke behalten ;) und ich durfte auch netterweise mit einem Business Ticket in der Business fliegen.

Während des Fluges hat sich die Crew eher mit sich selbst beschäftigt. Man hat Dienst nach Vorschrift gemacht. Ein Glas Prosecco, kein Getränk mehr. Ein eher mittelmäßiges Nudelgericht war das Highlight.

Und meine Kritik zielt nicht auf die bei innereuropäischen Flügen bekannte Economy Bestuhlung in der Business. Alitalia hat es bei diesem Flug aber geschafft, innereuropäische Business komplett ad absurdum zu führen. Ich kann nur meinen Kopf schütteln.

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