Doha (DOH) – Bangkok (BKK)
A 380 – First
Mehr über das Ticket: Meine 250 Euro Qatar A380 First war geil
Champagner: Krug

Das war schon ein wenig verrücktes Ticket. Ganz kurz, wie es zu einem 250 Euro First Ticket gekommen ist. Die brasilianische Airline GOL hat Meilen verkauft, ein wenig zu günstig. Und GOL hat den Flug von Doha nach Bangkok in der First um den Meilenwert der Business verkauft. So kommt man auch zu einem 250 Euro First Ticket. Es muss keine klassische Error Fare sein ;)

Eigentlich war ich ein wenig skeptisch. Die Reviews über die Qatar First sind echt durchmischt. In manchen Reviews ist man voll begeistert, andere berichten von Horror Geschichten (die sollte ich erst bei meinem Rückflug erleben). Qatar hat einen eigenen First Check-in Bereich, der gleich mit der neuen Al Safwa First Lounge (Review) verbunden ist. Eine sehr durchdachte Geschichte. Man hat einen eigenen Check-in, eine First Sicherheit mit Passkontrolle und dann gleich die First Lounge. Man kommt gar nicht wirklich in den Flughafen. Pünktlich hat mich eine Begleitung von der Al Safwa Lounge abgeholt und zum Gate gebracht. Ich bin räumlich und zeitlich orientiert und finde mich in einem Flughafen zurecht. Gerade bei einem A380 mit den vielen Passagieren ist eine persönliche Betreuung aber sehr zeitsparend. Als First Gast wurde man ohne Probleme an den Schlangen vorbeigeschleust. Gleich beim Betreten der Kabine hat man mich freundlich empfangen und zu 1A begleitet.

Die Qatar A380 First Kabine ist wunderschön. Alles war in den Farben der Qatar beleuchtet. Der Sitz machte einen echt coolen Eindruck. Mir sind die echten First Kabinen eigentlich lieber. Ich mag meine Privatsphäre, aber es gibt eben First Produkte die eher die Philosophie einer offenen Kabine pflegen. Lufthansa First ist genauso ähnlich sehr offen. Ich mag aber lieber die geschlosseneren Sitze. Das ist jedoch Geschmacksache. Der First Sitz war im perfekten Zustand. Gerade die schönen Details haben es mir angetan. Ein Pyjama (Missoni), Slippers (Missoni) und der Amenity Kit (Armani) haben bereits im Kasten gewartet.

Nachdem ich einige Fotos geschossen habe, gab es sofort die erste Runde Krug. Die Flugbegleiterinnen der First haben sich nacheinander vorgestellt und auch die Managerin des Fluges hat vorbeigesehen. Sie hat auch gleich den kostenlosen Wifi Code mitgehabt. Eine schöne Idee der Qatar das Internet den First Kunden zu schenken. Während man in einer First am Gate wartet, hat man eigentlich schon einen Eindruck über den kommenden Flug gewonnen. Und es sollte ein toller Fug werden.

So eine Beladung eines A380 dauert seine Zeit. Mein Glas Krug wurde währenddessen nicht leer. Man hat noch die Menüwünsche abgeklärt. Qatar folgt dem Konzept: Iss wann du möchtest. Das ist derzeit in einer First eigentlich State of the Art.

Der Armani Amenity Kit ist perfekt. Mit Armani kann man nicht viel falsch machen. Ein wenig gerätselt habe ich über das Duschgel. Der A380 der Qatar hat ja keine Dusche (Etihad und Emirates haben eine). Warum liefert man dann Duschgel in einem Amenity Kit. Ich bin aber sowieso nicht der große Fan von Duschen in Flugzeugen. Wer so etwas gerne macht, soll sich bitte in einem Flugzeug duschen. Aber Duschgel ohne Dusche ist ein wenig komisch.

Das Abendessen war einer First würdig. Es gab Kaviar und Krug. Sehr interessant war das Hauptgericht. Fisch mit Bohnen und Nüssen. Sehr ungewöhnlich, aber ausgezeichnet.

Das Team in der First war super freundlich und motiviert. Die Damen wollten mich mästen und wollten die ganze Karte rauf und runter kochen. Es gibt aber biologische Limits ;) Ich hätte den ganzen Flug durchessen und trinken können. Ein Nickerchen war dann aber doch eher sinnvoller.

Es schläft sich echt gut in einer Qatar A380 First. Der Sitz ist super bequem. Das Entertainment System kann man schwer verbessern.

Das Highlight der Qatar A380 First ist meiner Meinung nicht die Bar. Die ist auch schön und man trifft interessante Menschen dort. Aber vielmehr habe ich die zwei riesigen Badezimmer geschätzt. Maximal 8 Passagiere teilen sich die zwei Waschräume. Es gibt zwar keine Dusche, aber sie sind auch so perfekt. Vergleichbar sind sie mit den Badezimmern im A380 von Emirates. Im A380 von Etihad hat man zwar eine Dusche, sie sind aber zu klein geraten.

Man wollte mir noch ein Frühstück anbieten, aber ein Kaffee war mir lieber. Dann war ich auch schon in Bangkok. Mehr kann man in einem 7 Stunden First Flug nicht unterbringen. Eine sehr schöne Leistung der Crew. Die Hardware ist super, ich wäre gern länger und weiter geflogen.

Fazit: Ein wirklich ausgezeichneter First Flug. Leider sollte der nächste Qatar First Flug nicht mehr so toll sein …

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