Sochi (Sotschi) ist schon eine sehr beeindruckende Destination. Zunächst Kurort, dann Himmel der Kommunisten und jetzt fährt man nach Sochi, wenn man es sich leisten kann …

Sochi ist irgendwie eine sehr ungewöhnliche Stadt. Man ist im kalten Russland, aber soweit im Süden des Landes, dass dort die Palmen kein Problem haben. Hinter Sochi sind die schneebedeckten Ausläufer des Kaukasus. Oben fährt man Ski und dort war auch der Austragungsort der Olympischen Spiele. Ein paar Kilometer weiter liegt Adler mit dem Airport und dazwischen zieht sich die Russische Riviera am Schwarzen Meer.

Um die Jahrhundertwende wurde Sochi ein Kurort (ein paar Gebäude stehen noch), aber erst die Kommunisten haben Sochi zu dem Tourismusort der Sowjetunion ausgebaut. Sogar Stalin hat in Sochi Urlaub gemacht (UNHEIMLICH: Stalins Villa in Sochi). Das Stadtbild wird heute noch immer durch Plattenbauten und Prunkgebäude kommunistischer Art geprägt.

Seit der Wende in Russland hat sich auch Sochi verändert. Sochi erscheint heute, wie wenn man die noblen Teile Moskaus packt und ans Schwarze Meer wirft. Wer es sich leisten kann, macht in Sochi Urlaub oder hat ein Apartment dort. Die Folge ist eine sehr lebenswerte Stadt mit extrem vielen Restaurants, Geschäften und Lokalen. In Sochi kann man es sich wirklich gut gehen lassen.

Die Küste ist von einem langen Spazierweg und einem Steinstrand geprägt. Wer unberührte Sandstrände sucht, wird da doch enttäuscht werden. Man kann es sich vorstellen, wie ein Moskau am Schwarzen Meer. Sochi bietet eigentlich wenig Sehenswürdigkeiten, aber es hat mir trotzdem gut gefallen. Es ist dort so eine entspannte Variante von Russland …