Review der Korean A380 First von Taipei nach Seoul …

Taipei (TPE) – Seoul (ICN)
A380 – First
Deal: Günstiges First Ticket
Champagner: Kein Champagner, kein Wein :/

Es ist mir natürlich klar ist, dass man auf einer regionalen First nicht ein volles First Produkt der Langstrecke erwarten darf. In Asien werden aber die Metropolen mit echten First Produkten verbunden und eigentlich kann man mit einer First rechnen. Halt nicht das volle Programm, aber schon eine Abwandlung einer echten First.

Der Check-in war flott. Bei Business und Eco war viel los. Der First Schalter war verwaist. Es gab meinen Boardingpass und eine Einladung für die China Airlines VIP Lounge.

Fast Track gibt es in Taipei nicht, aber die Ausreise und Kontrolle hat sehr gut funktioniert. Flott war ich in der China Airlines VIP Lounge. Die hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Gerade das Thema eines Nachtlokals hat es mir angetan: STEIL: China Airlines Emerald / Paragon Exclusive Area Lounge Taipei Terminal 1

Für diese Lounge muss man Korean loben. Da haben sie für die First Passagiere eine schöne Kooperation.

Das Boarding war sehr klar und durchdacht gelöst. Also da hat man sich wie in Deutschland gefühlt ;) War ein ganz zackiges Boarding.

Die A380 Korean First befindet sich in der unteren Etage vor der riesigen Economy. Damit hat man für die First mehr Platz. Die freien Bereiche im oberen vorderen Teil des A380 kann man dann aber eben nicht für First Spielereien nützen. Das ist bei so einer Konfiguration der Nachteil. Korean hat im vorderen Bereich der First eine kleine Bar eingebaut. Für die First hat man zwei Nassräume.

Der Korean A380 First Kosmo Suites folgen einem offenen First Konzept. Bei den Kosmo Suites 2.0 hätte man dann ein geschlossenes Produkt. Hier aber waren es eben die offenen Kosmo Suites.

Prinzipiell war das ein ganz guter First Sitz. Alles war sauber. Die Farben fand ich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Es ist halt aber nicht mehr das aktuellste First Produkt. Entertainment System ist schon ein wenig älter. Die First ist ich auch ein wenig eng angeordnet. Mit so einer First kann man jedoch sicher auch noch längere Strecken fliegen.

Billige Kopfhörer und Slipper haben am Sitz gewartet. Der Service war leider dann ein großer Reinfall. Die Damen haben die Getränke- und Speisekarte ausgeteilt. Das Angebot an Drinks wäre umfangreich, aber auf kurzen Strecken bietet man keinen Champagner. Alle Weine von der Karte waren nicht verfügbar. Sie waren sich auch nicht so ganz sicher, was sie denn wirklich alles mit hätten. Schlußendlich gab es ein Cola Light. Das hatten sie mit.

Bei vielen Airlines wird man bereits in der Business ständig mit dem Namen angesprochen. Hier kann man sagen, dass man mich kein einziges Mal direkt angesprochen hat. Man war zwar freundlich, aber vom Höflichkeitslevel von einer First sehr weit weg.

Als Vorspeise bot man billige Lachsröllchen. Das asiatische Gericht – die Nudelsuppe – war unheimlich schlecht. Die war vollkommen geschmacklos und einfallslos. Da isst man in einer Werksküche um Meilen besser.

Richtig umsichtig war der Service nicht. In die Bar im vorderen Bereich der First hat man ein paar Flaschen Schnapps gestellt. Noch vor der Landung haben die Damen noch alle Handgepäckstücke und Jacken ausgeteilt. Ob das bei einer Notlandung wirklich so sinnvoll ist, wage ich mal zu bezweifeln. Ist auch sehr ungewöhnlich. Normalerweise versuchen die Flugbegleiter ja noch alles aus dem Weg zu räumen.

Insgesamt war das eine sehr schwache Vorstellung. Wenigstens ein ordentliches Catering wäre für eine First angebracht. Die Getränkekarte auszuteilen und dann festzustellen, dass es alle Getränke da drinnen nicht gibt, das ist Hohn. Auch bei einem kurzen Flug kann man mit der Liste der Passagiere wenigstens den Gast einmal mit dem Namen begrüßen. Die Hardware ist natürlich die einer First, aber sonst war man weit weg. Da gibt es viele Airlines die auf solchen Strecken bereits in der Business mehr Spaß machen.

BoardingArea