Review einer Suite im Grand Hyatt Berlin …

Ein kleines Meeting der Boardingarea Blogger hat mich nach Berlin geführt. Jetzt bin ich über 10 Jahre Diamond bzw. Globalist und würde mich schon als Hyatt Fanboy bezeichnen. Da liegt es dann sehr Nahe, das Grand Hyatt in Berlin zu machen. Die Preise für den Stadttourismus sind seit Covid-19 auch in Berlin gefallen, das Grand Hyatt hat trotzdem seinen Premium-Preis verlangt.

Die Location des Grand Hyatt ist in der Nähe vom Potsdamer Platz normalerweise ganz nett. Derzeit ist diese Zone aber eine Art Ground Zero der Stadtentwicklung. Das Einkaufscenter gegenüber wird renoviert und damit sind mal diese Geschäfte weg und viele andere Dinge haben geschlossen. Also zu den Covid-19 Schließungen kommen noch diese geschlossenen Geschäfte und Restaurants dazu. Da wird es schon schwierig eine Dose Cola zu kaufen.

Der Check-in war sehr freundlich. Als Globalist Upgrade gab es eine Suite. Hätte ich in einem leeren Hotel jetzt auch gar nicht anders erwartet. Auch bei den Mitbewerbern bei Marriott wäre ich locker in einer Suite untergekommen, weil einfach alle Kapazitäten frei sind. Man hat die Covid-19 Regeln erklärt und mir ein Handout dazugegeben.

Die Suite kenne ich und sie gefällt mir vom Design eigentlich sehr gut. Ich finde sie von der Gestaltung sogar ganz toll. Sie war prinzipiell sauber. Der letzte Gast dürfte sich eine in der Suite durchgezogen haben. Als Nichtraucher braucht man so eine Suite nur betreten und bekommt das sofort mit. Es war jetzt nicht überaus störend, aber merkbar. Beim Zustand der Suite müsste man schon einen Refresh mal überlegen. Die Suite hat schon deutliche Abnützungszeichen gehabt. Mit dem Rauchgeruch, einem muffeligen Geruch des Bettzeugs und den benützten Möbeln hat das nicht mehr einen sehr frischen Eindruck gemacht. Interessanterweise hätte aufgrund von Covid-19 die Minibar ausgeräumt sein sollen – so hat man das mitgeteilt -, sie war es aber nicht.

Die Club Lounge ist aufgrund von Covid-19 geschlossen. Dafür gibt es ein Ersatzprogramm im Vox Restaurant. Bei diesem Eingangsbereich hat man ein paar Tische für den Club reserviert. Dort würde man Getränke und den Evening Spread erhalten. Jetzt ist natürlich so ein fensterloser Raum im Sommer nicht so ganz berauschend. Ich wollte eigentlich nur das Wasser aus der Club Lounge auf der (menschenleeren) Terrasse trinken. Die Antwort des Mitarbeiters: “Nach meinem Ermessen dürfen sie das nicht. Sie müssen das hier trinken.”. D. h. man sperrt die Lounge zu und dann müsste ich mich ins Vorzimmer des Vox setzen. Für mich war die Club Lounge damit Geschichte.

Großartig Full Service braucht man nicht erwarten. In-room-dining wird in der Nacht nicht mehr angeboten. Dafür hat man Sandwiches und Getränke in einen Cola-Kühlschrank in der Lobby gestellt. Das Problem ist aber eigentlich noch schlimmer, weil dort in der Gegend außerhalb des Hotels ab 22:00 gar kein Restaurant mehr offen hätte. Ich habe mich wie in einem schlechten Hyatt Place gefühlt. Ab 22:00 kann man Hungern, Sandwich oder mit dem Auto wegfahren.

Auch Service Leistungen sind komplett abgedreht. Da ist zeitweise nur ein Mitarbeiter an der Rezeption und und auf eine einfachste Concierge Frage hab ich eine abstruse Antwort erhalten. Auf meine Bitte zur Wegbeschreibung zum nächsten Geldautomaten kam: “Das weiß ich nicht. Gehen sie auf den Potsdamer Platz, da werden sie schon irgendeinen Automaten finden.”

Das Frühstück im Vox war ein absoluter Reinfall. Man hat es irgendwie geschafft in Zeiten von Covid-19 in einem relativ leeren Hotel eine Menschenansammlung zu produzieren. Es wird beim Buffet ausgegeben. Da waren aber sicher 20 Gäste angestellt. Eigerichte bekommt man serviert, aber auf meine Bestellung warte ich noch immer. Die sind einfach im Chaos versunken. Ich denke nicht, dass das nach einer halben Stunde noch gekommen wäre. Ich bin dann hungrig gegangen.

Covid-19 Umgang: Das Hotel hat weitgehend alles abgedreht. Pool und Fitness wäre mit Anmeldung gewesen. Da waren die Modalitäten den Mitarbeitern nicht ganz klar. Sonst war nur das Vox Restaurant in einem Notbetrieb. Kein Club, keine Bar, kein In-room-Dining (ab 22:00), kein Concierge Service, ausgeräumte Minibar. Mit dem Covid-19 Argument hat man eine Art Totentanz aufgeführt. Gerade bei In-room-dining kann mir das keiner mit Covid-19 Hygieneregeln erklären, genauso nicht bei den verpackten Lebensmitteln in der Minibar. Wenn man beim Frühstück einfach die wenigen Gäste zusammendrängt, hat das auch nichts mit einer Prävention zu tun.

Letztlich ist man für Berlin in einem Premium-Preissegment unterwegs. Man bekommt statt eines Full-Service Grand Hyatts eine Art Hyatt Place im Covid-19 Notbetrieb. IMO kann man nicht Full-Service Preis wollen (eigentlich war der über dem normalen Sommer-Level) und dann nur Cost-Cutting unter dem Covid-19 Deckmantel bieten. Dieser Stay war einfach nur traurig und für mich ist das Hotel vermeidbar. … der Review ist eigentlich noch sehr nett ausgefallen.

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