Review einer Junior Suite im Autograph Collection Waldhaus in Flims …

Das Autograph Collection Flims in der Schweiz wird von Marriott stark beworben und das Hotel ist ein Sujet für Kampagnen von Marriott. Die Fotos schauen echt cool aus und für ein verlängertes Wochenende hat es mich nach Flims gezogen.

Preislich war das Hotel bei 500 Euro pro Nacht unterwegs. Klar, die Schweiz ist teuer, aber bei dem Preislevel kann man schon was erwarten. Im Vergleich wäre das von mir geschätzte W Verbier doch günstiger gewesen.

Der erste Eindruck war eigentlich ganz gut. Man hat ein historisches Kur-Hotel sehr teuer renoviert und luxuriös ausgestattet. Der Check-in war super höflich und freundlich. Man hat leider ein kleines Upgrade Game gespielt. Das Hotel war leer leer und es hätte nur ein Upgrade in ein Deluxe Zimmer gegeben. Alle Suiten waren offen und wurden verkauft. Man hat dann doch eine Junior Suite für mich gefunden. Upgrade Games in Zeiten von entleerten Hotels für ein Lifetime Platinum und Titanium sind doch eher selten. Aber es gibt sie scheinbar noch.

Auf das Zimmer hatte ich dann doch noch eine halbe Stunde zu warten. Der engagierte Herr von der Rezeption musste noch das Zimmer ansehen. Es gab dann nach einiger Zeit noch eine Hausführung und man hat mich in die Junior Suite gebracht.

Die Junior Suite war ein größerer Raum mit einem netten Balkon und schöner Aussicht auf die Berge. Riesig war sie nicht und das Badezimmer doch eher klein. Das Haus ist leider nicht klimatisiert (liegt aber nicht im Hochgebirge). Geschenke haben gewartet. Leider hatte das Zimmer echt starke Abweichungen von Sauberkeitsstandards. Das Reinigunspersonal hat die Shampoo Flaschen mit Wasser aufgefüllt. Einige waren leer. Dann lag irgendwie ein seltsamer Schweißgeruch im Zimmer. Das Badezimmer hätte doch einen neuen Anstrich nötig. Die Toilette hatte Urinflecken vom letzten Gast. Scheinbar hat man dem Housekeeping Mitarbeitern die Verwendung von Putzmitteln nicht erklärt. Auf den glatten Flächen waren überall Schlieren zu sehen. Wenn man in einem Land mit schwierigen Hygienestandards ist, da kann man das noch tolerieren, aber nicht um 500 Euro in der Schweiz.

Es gab dann einen Zimmerwechsel. Das hat leider wieder sehr lange gedauert. Erneut musste man von der Rezeption in die Junior Suite und die inspizieren. Diese Junior Suite war zwar nicht so übel, aber auch nicht sauber. Ihr kennt das vielleicht. Man sitzt und sieht Schmutzflecken. Hat man sich ein feuchtes Taschentuch genommen, war das wischbarer Dreck. Aufgrund mangelnder Alternativen habe ich mal eine Nacht dort verbracht und wollte am nächsten Morgen weiterschauen.

Den Mitarbeitern hat man leider das Do-not-disturb Schild nicht erklärt. Die haben das einfach ignoriert. Die Rezeption war zeitweise nicht erreichbar.

Das Frühstück am nächsten Morgen war ein absoluter Tiefpunkt. Es hätte um 07:00 begonnen. Die Dame beim Frühstück hat mich um 07:10 weggeschickt, sie wäre alleine und ihre Kolleginnen nicht da. Ich könnte jetzt nicht frühstücken (das Buffet war von der Küche vollkommen aufgebaut und ready). Im Ton hat sich die Dame komplett vergriffen. Eigentlich hätte sie mir nur ein Besteck geben müssen. Ich bin da ein sehr einfacher Gast und habe keine großen Wünsche. Ich bestelle mir nichtmal was. Leider war die Mitarbeiterin in irgendeiner anderen Welt. Eigentlich gilt in den Hotels der Schweiz eine Maskenpflicht. Sie hat sich geweigert mir gegenüber eine Maske zu tragen. Ich musste dann zur Rezeption und dort ums Frühstück bitten. Ein netter Herr von der Rezeption hat mich zum Frühstück begleitet, mich bedient und ich durfte dann um 07:30 zum bereits seit 07:00 aufgebauten Buffet. Von der Küche hat man wirklich lautstarke Diskussionen – eigentlich Schreierei – gehört. Da war scheinbar irgendein Problem. Habe ich so noch nicht erlebt.

Im Gespräch mit Mitarbeitern hat sich die Situation aufgeklärt. Das Hotel hat – so wurde mir das kommuniziert – überraschenderweise den Manager und das Management verloren. Da haben sich dann viele Dinge aufgelöst.

Das Hotel liegt in einem wunderschönen Park ein wenig außerhalb von Flims. Nur das Haupthaus ist ein Teil von Marriott, daneben gibt es auch nicht renovierte Apartment Komplexe. Die Parkanlage würde dringend einen Gärtner benötigen. Zufällig sind da Gartenmöbel verstreut, die Farbe brauchen oder auf den Sperrmüll gehören. Da waren Sitzbänke die schon seit einer sehr langen Zeit von Vögeln verdreckt wurden. So große Sitzkissen hatten die beste Zeit hinter sich. Irgendwer hat vor einiger Zeit Schirme aufgehängt und die hängen da vergilbt im Park herum. Ein lebensgroßes Schachbrett war vollkommen desolat. In den Innenräumen hat sich der Stil weitergezogen. Das Housekeeping hat auf den Gängen Schmutzwäsche, Staubsauger, benutztes Geschirr und Putzmaterial verteilt. Das Hotel war irgendwie kein schöner Eindruck. Sehr teuer renoviert und dann sich selbst überlassen.

Die Restaurants sind beliebt und von Gästen von außerhalb stark besucht. Das Waldhaus bietet einen sehr großen Spa Komplex, wo man aber auch schon mal eine erneute Renovierung und Austausch der Möbel überlegen könnte.

Covid-19 Maßnahmen: In den Hotels der Schweiz gilt eigentlich Maskenpflicht. Die haben manche Mitarbeiter einfach abgelehnt und sie nicht getragen. Anderen Mitarbeitern war das korrekte Tragen nicht geläufig. Covid Zertifikat (Impfnachweis / Genesen) wird in der Schweiz für ein Hotel nicht verlangt. Man hat auf eine verbesserte Reinigung hingewiesen, aber das war eher ein Lippenbekenntnis. Hinweisschilder waren in den öffentlichen Bereichen angebracht. Das Hotel ist sehr weitläufig. Man kann sich super aus dem Weg gehen.

Nach einer Nacht habe ich diese Aufführung beendet. Eigentlich reiche ich nur sehr selten Quality Cases ein. Es gab nach einer Intervention von Marriott den vollen Preis für die erste Nacht zurück und man hat mich aus der Reservierung gelassen. Ich wünsche dem Hotel sehr viel Glück. Die können das brauchen. Das Hotel hat Potential und man hat da viel Geld reingesteckt. Es war dann sehr schade, was man daraus gemacht hat. In Zeiten von Covid-19 scheinen Hotels mit Problemen das nicht mehr verbergen zu können. Gut und Böse laufen immer stärker auseinander.

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