REVIEW: Matild Palace The Luxury Collection Budapest – Suite

Review einer Suite im Matild Palace The Luxury Collection in Budapest …

Budapest erhält da gerade ein kleines Viertel mit neuen Luxushotels. Schon vor einiger Zeit hat World of Hyatt nach einer sehr aufwändigen Restaurierung in einem Innenstadtpalais das Parisi Udvar Hotel der Unbound Collection eröffnet. Das ehemalige Buddha Bar Hotel gegenüber wird gerade renoviert und soll auch ein Luxushotel werden. Fertig ist schon ein weiteres Hotel. Über der Straße von Parisi Udvar und dem ehemaligen Buddha Bar Hotel hat man das extrem luxuriöse Matild Palace aus der The Luxury Collection von Marriott eröffnet und das habe ich mir angesehen.

Schon vor der Ankunft hat man netterweise ein Upgrade in eine Suite hinterlegt. Als Lifetime Platinum und Titanium ist man bei den Upgrades natürlich in der Regel bei Marriott Bonvoy ganz vorne mit dabei. Das hat da super geklappt. Preislich will das Hotel mit dem Four Seasons konkurrieren, hängt das St. Regis ab und positioniert sich als echtes Luxushotel.

Der erste Eindruck trügt ein wenig. Man steht da vor einem wunderschönen Innenstadtpalais. Das hat man absolut toll renoviert. Das Hotel liegt aber an einer stark befahrenen Stadtstraße. Sobald man das Hotel betritt, ist man jedoch wie in einer ruhigen anderen Welt. Das Hotel ist bis in die Zimmer perfekt lärmisoliert. Ich bin sehr lärmempfindlich, aber das haben sie gut hinbekommen. Vor dieser Straße sollte man sich nicht fürchten. Lärm ist in dem Hotel kein Problem und die Rückseite schaut sowieso auf eine Fußgängerzone.

Die Location ist hervorragend. Man wohnt direkt an der Fußgängerzone. Gleichzeitig kann man aber zum Hotel auch hinfahren (Valet Parking). Die U-Bahnstation ist einen Häuserblock weiter. Es ist keine touristische Todeszone, sondern man hat echtes Leben um das Hotel.

Der Check-in war super höflich und geschliffen. Man hat mir die Benefits erklärt. Ein Manager hat sich vorgestellt. Es gab das Upgrade in meine Suite. Eine Begleitung habe ich aufgrund von Covid-19 abgelehnt. Zum Lift wurde ich aber geführt, das konnte ich abschütteln ;)

Die Suite kann ich nur loben. Eine Ecksuite mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer. Sie war nicht riesig, aber hier durfte sich ein Innenarchitekt austoben. Tolle Materialien, nur die teuerste Einrichtung und alles mit Branding. Manchmal ist es ja so, dass wenn man aufwendig ein Haus renoviert, dann bleibt für Innenausstattung nicht mehr viel. Hier hat man richtig gezeigt, wie man modern und gleichzeitig absolut luxuriös eine Suite gestalten kann. Sehr, sehr toll. Auf die Details (Blumen, Gimmicks, Seifen usw.) hat man perfekt geachtet. Alles war absolut sauber. Willkommensgeschenk war eine gute Flasche Champagner. Ich kann die Suite nur loben.

Das Hotel ist ein Innenstadtpalais. Das ganze Hotel ist absolut luxuriös gestaltet. Man folgt der neuen Philosophie der Gestaltung öffentlicher Räume. Alles ist irgendwie wie ein Labyrinth. Man soll durch Entdeckung des Raums ständig neue Eindrücke haben. Es gibt keinen Pool. Dafür hat man für die geringe mögliche Anzahl an Gästen ein sehr großes Fitnesscenter. Leider bietet man nur Valet Parking und keine Tiefgarage. Bei den Restaurants will man hoch hinaus. Die Rooftop Bar ist super spektakulär und muss mit der Terrasse im Sommer wirklich cool sein. Die möchte ich mir im Sommer unbedingt nochmals ansehen.

Covid-19 Maßnahmen: Ungarn ist da sehr locker. Die Mitarbeiter tragen (bis auf das Restaurant) Masken. Für die Gäste gilt nur eine Empfehlung für Masken. Abstandshinweise und Desinfektionsmittel sind genügend da. Aufgrund der geringen Zimmeranzahl sieht man eigentlich keine Hotelgäste. Noch dazu sind die Hotelflure im Kreis angeordnet. Man kann sich da super aus dem Weg gehen. Raum ist halt der große Vorteil eines echten Luxushotels.

Einen Kritikpunkt habe schon. Da hört mein Lobgesang leider auf. Das Frühstückspersonal war untragbar. Das Restaurant hat eine offene Küche. Der erste Eindruck war mal echt schlimm, weil die Köche haben irgendwas herumgeschrien. Für die Dame beim Empfang war es schwierig, meine Zimmernummer zu finden. In einem komplett leeren Restaurant mit locker über 100 Sitzplätzen hat sie dann zum Kellner gerufen, wo sie mich denn hinsetzen sollte. Er hat irgendwas zurückgeschrien. In einem Lokal ohne Gäste sollte ich dann gleich neben der Speisenausgabe den Tisch nehmen. Auf meine Nachfrage, ich würde gerne beim Fenster sitzen, wollte sie mir das ausreden, weil es wäre dort zu kalt. Im Wintergarten hat man in der ersten Reihe nur Tische für vier Personen eingedeckt. Da durfte ich mich nicht hinsetzen. Ich musste in der zweiten Reihe einen Tisch für zwei Personen nehmen. Die ganze Mannschaft hat keine Masken getragen. Auf meine Nachfrage, kam von der Kellnerin eine überaus schnippische Antwort: Sie müssten zwar Masken tragen, aber sie machen es einfach nicht. Letztlich kurz gefasst, waren die noch nicht fertig vorbereitet, laut, haben herumgeschrien, wollten mich ohne weite Wege irgendwo gleich neben die Küche platzieren, waren unfreundlich und der Gast war ihr Feind. Da ist der Service in jeder Csarda besser. Stress können die keinen gehabt haben, weil da war sonst kein Restaurantbesucher. Auch später hat die Anzahl der Gäste die Zahl der Angestellten nie überschritten.  Ich bin dann gegangen und habe das Frühstück nicht mehr besucht. In der Preisklasse darf das nicht passieren und das müssen sie korrigieren. Das macht ihnen die ganze Experience kaputt.

Von Matild Palace Hotel bin ich absolut überzeugt. Die Gestaltung ist atemberaubend aufwendig. Das ist eine moderne Interpretation eines echten Luxushotels. Beim Frühstücksteam müssen sie unbedingt nachbessern. Sofort würde ich das Hotel aber wieder buchen.

Kommentare 3
    1. Das war aber so extrem punktuell. Also alles super freundlich, höflich und geschliffen. Das Team beim Frühstück war wie eine andere Welt. Deswegen war natürlich auch der Eindruck noch stärker.

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