REVIEW: Four Points Pristina – Junior Suite

Review einer Junior Suite im Four Points Pristina …

Ich liebe ungewöhnliche Ziele und Pristina im Kosovo zählt da sicher dazu. Die Hotelauswahl ist im Kosovo nicht wirklich riesig. Das Four Points ist eines der wenigen Kettenhotels im Land. Es gibt da noch zwei Best Western. Das Four Points ist auch das teuerste Hotel der Stadt.

Die Anreise fand ich ein wenig ungewöhnlich. Das Hotel nennt sich Four Points Pristina City, liegt aber in einer Gated Community 12 Km vom Stadtkern entfernt. Es ist also in die Stadt wirklich weit. Gated Community meint nicht automatisch, dass die Autos kontrolliert werden. Es gibt Wächter bei der Einfahrt, die aber haben keine Funktion und widmen sich dem Fernseher.

Der Check-in war wirklich unbeholfen. Ich bin noch immer fasziniert, wie manche Hotels bei so einer alltäglichen Geschichte für ein Hotel ein Drama machen können. Zunächst war eigentlich schon ein Pre-Upgrade in eine Junior Suite in der App hinterlegt. Die Junior Suite hätte es dann aber doch nicht gegeben. Das relativ leere Hotel sei ausgebucht. Auf meine Nachfrage, warum dann da noch immer Junior Suite in der App stehen würde, gab es überraschenderweise eine Junior Suite. Die ist von Zauberhand auf einmal frei geworden. Dann war ihre Bankverbindung ein Thema. Ich habe Gott sei Dank 10 Kreditkarten in meiner Geldbörse. Sie nehmen nur Visa und Mastercard. Sehr ungewöhnlich für ein internationales Marriott Haus und liegt nicht am Land, weil gegenüber im Supermarkt haben sie Amex akzeptiert. Auch bei den Visa und Mastercard Karten musste man ein paar Mal probieren, bis es geklappt hat. Ich tippe stark auf eine fehlerhafte Bedienung des Terminals. Der Check-in hat damit ewig gedauert. Meinen Marriott Bonvoy Titanium und Platinum Lifetime Status hat man dankend erwähnt, aber keine Benefits erklärt.

Die Junior Suite war absolut sauber und in einem hervorragenden Zustand. Für ein Four Points war das schon eine sehr angenehme Suite. Viele Features hat man von Sheraton übernommen. Also das Zimmer war so ein Mittelding zwischen einem modernen Sheraton und einem Four Points. Man hat auch beide Brandings im Zimmer gefunden.

Internet war leider sehr holprig und langsam. 2022 sehr ungewöhnlich.

Eine vollkommen unerklärbare Sache war die Aussicht. Ein Fenster war auf eine Wand. Das zweite Fenster war auf den Aufgang des gegenüber liegenden Einkaufcenters und eine Bar. D. h. gleich vor dem zweiten Fenster sind ständig Leute herumgegangen. Gleichzeitig hat die Hotelmannschaft diesen Platz vor der Suite zum Rauchplatz auserkoren. Da sind ständig Hotelmitarbeiter gestanden und haben geraucht. Gefühlt war jeder Angestellte ein Kettenraucher, weil auf dem Platz vor der Suite war ständig Action. Wer so die Lage von Suiten bei einem Neubau einteilt, das muss man wirklich hinterfragen. Der Architekt hat sich da nicht sehr viel gedacht.

Die Location des Hotels ist eben sehr außerhalb der Stadt. 12 Km über Autobahn und man wäre in der City.

Die Gated Community hat gleich angrenzend an das Four Points eine Art Restaurantmeile. Am Ende ist ein gut sortierter Supermarkt. Restaurants und Bars sind sehr beliebt. Scheinbar fahren da die Leute hin, gehen ins Restaurant und die Kinder dürfen auf einem gigantischen Spielplatz vor dem Hotel bzw. der Restaurantmeile spielen. Da ist schon viel Action und Betrieb. Da hat man auch in den Zimmern schon eine Lärmkulisse von den Restaurants und dem Spielplatz.

Das Hotel benutzt die Tiefgarage der Gated Community, hat aber keinen direkten Zugang. Man muss also über die Straße ins Hotel gehen. Es gibt keinen Lift vom Hotel in die Garage.

Fitnesscenter und Spa sind gigantisch und ein richtiger Pluspunkt. Man bietet ein riesiges Fitness, einen Pool und einen Spa-Bereich. Das Hotel betreibt damit im Keller so ein Nobelfitnesscenter.

Über das Frühstück kann ich kein Urteil abgeben. Man hat es den ganzen Tag nicht geschafft Staub zu sagen und musste das beim Frühstück machen. Gleichzeitig war das Personal komplett ungeschult. Ich habe das Weite gesucht und bin in den Supermarkt gegangen.

Das Hotel wäre eigentlich eine Oase in einem eher unruhigen Land. Das Personal macht da aber einen kompletten Strich durch die Rechnung. Ich finde es ja eine Leistung eine Hotelmannschaft zu erschaffen die absolut konsequent unfreundlich oder chaotisch ist und sie einfach irgendwas machen. Für den Gast ist das echt schwierig, wenn das von einem “normalen” Hotel so richtig abweicht. Bei jeder Interaktion musste man schon mit irgendeiner bösen Überraschung (Unfreundlichkeit, Sprachkenntnisse oder Unkenntnis) rechnen.

Junior Suite war zwar gut, aber die Lage des Zimmers war einfach schlimm. Der Ausblick auf die Wand hat mich depressiv gemacht und die Lärmkulisse war sehr störend. Ich bin dann verfrüht abgereist. Sie wollten die nicht konsumierten Nächte überweisen, haben das aber nicht geschafft. Für mich war das in Ordnung, ich werde in das Hotel nicht mehr kommen.

Bezeichnend war mein letztes Erlebnis mit dem Hotelpersonal. Es musste da ein Mitarbeiter den Schranken im Parkhaus manuell öffnen. Weil ich es gewagt habe, für das Verstauen des Gepäcks ein paar Minuten zu brauchen, hat er mich schreiend aufgefordert jetzt endlich aus der Garage rauszufahren.

Sollte man das Four Points Pristina machen? Es gibt halt sonst nicht viele Alternativen im Kosovo. Wenn man es aber z. B. mit dem 100 km entfernten Marriott in Skopje (ca. gleicher Preis) vergleicht, dann sind das zwei komplett unterschiedliche Welten. Da kann man über das Four Points in Pristina nur betroffen schmunzeln.

Kommentare 4
    1. Ja, die Marriott App zeigt das Upgrade an. Die IHG und Hilton App auch. Bei Hyatt teilweise (z. B. die gebuchten Globalist Suiten Upgrades mitunter nicht).

  1. Swiss Diamond Hotel Pristina haben wir vor ein paar Wochen mangels Kettenhotels ausprobiert. Lage ist super zentral, Service und Freundlichkeit war über unseren Erwartungen, ebenso wie das gebuchte Zimmer. Sushi gab’s im Hotel, war hervorragend. Alles andere wie Frühstück, Abendessen, Pool, Fitness war in Ordnung bei einem günstigen Preisniveau.

    1. Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig über die Hotelwahl. Swiss Diamond hatte ich auch am Radar.

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