Für Kyoto hatte ich mehrere Möglichkeiten. Das Hyatt Regency Kyoto wäre ein tolles Hotel, aber leider bietet es keine Möglichkeit ein Suite Upgrade zu buchen an. Das wird in den Terms and Agreements von Goldpassport ausgeschlossen. IHG hat ein Ana Hotel und das Crowne Plaza im Portfolio. Beide nicht wirklich günstig und mit nicht so tollen Bewertungen. SPG schickt in Kyoto das Miyako Westin ins Rennen. Dazu kommt noch, dass derzeit dreifache Starpoints in Japan gutgeschrieben werden. Als SPG Platinum war die Entscheidung nicht schwer. Ich buchte das Westin mit einer Rate von ca. 80 Euro pro Nacht.

In Kyoto am Bahnhof angekommen habe ich den Westin Welcome Desk gesucht. Von dort hat man mich zu einer Bushaltestelle geführt, die ich sicher niemals selbst gefunden hätte. Ca. 10 Minuten später kam ein Kleinbus an, der mich ins Hotel brachte. Schon beim Bahnhof und im Bus waren die Mitarbeiter sogar für Japan außergewöhnlich freundlich und so ging es weiter. Im Hotel angekommen wurde das Gepäck aus dem Bus geholt und ich wurde zur Rezeption geführt. Die ganze Rezeption war ein wenig chaotisch organisiert, aber außergewöhnlich nett. Als SPG Platinum bekam ich ein Upgrade auf einen Executive Deluxe Room mit Aussicht über Kyoto und Balkon. Dazu noch Club Zugang und Frühstück im Restaurant. Ok, was will man mehr von einem Hotel?

Das Zimmer war fast unberührt und frisch renoviert. Auch wieder wie in ganz Japan sehr sauber. Das Zimmer hatte Heavenly Beds und war extrem lärmisoliert. Die beste Eigenschaft des Zimmers war jedoch der Blick auf Kyoto. Das Hotel steht auf einem Hügel und das Zimmer war in der obersten Etage, sodaß ich einen wunderbaren Blick auf die Tempel und die Stadt hatte.

Am Abend ging ich auf Entdeckungsreise in die Club Lounge. Die Club Lounge ist jenes eigenartige zweistöckige Gebilde, das man auf das Hotel raufgebaut hat. Wie schon im Intercontinental Tokyo Ana war die Lounge sehr gut mit Alkohol bestückt, aber hier gab es auch etwas zu essen. Das Angebot beim Evening Spread war zwar nicht sehr riesig, aber es jeden Abend drei kalte Fischgerichte und einige Snacks. Eigentlich habe ich solche Speisen noch nie bei einem Evening Spread gesehen. So gab es zum Beispiel einmal einen Tintenfischsalat mit Meeresalgen.

Das Frühstück konnte man in der Lounge oder im Restaurant besuchen. Ich ging jeden Tag in das Restaurant. Das Frühstücksbuffet war zwar nicht elitär, aber eines der besten Buffets das ich je gesehen habe. Die Tische haben sich unter den Speisen gebogen und es gab einfach alles, was irgendwo zum Frühstück gegessen wird. Es gab ein chinesisches, europäisches, kontinentales, amerikanisches und japanisches Frühstück.

Der restliche Aufenthalt war sehr angenehm. Vor allem die Lage gleich in der Nähe einiger Tempel machte das Hotel sehr praktisch. Gleich neben dem Hotel liegt eine U-Bahn Station mit der ich in die Stadt fuhr.

Die Abreise war so problemlos wie die Anreise. Mit dem Bus zum Bahnhof und dem Shinkansen zurück nach Tokyo.

Fazit: Das Hotel hat für Japan wahnsinnig geringe Zimmerpreise. Ohne Upgrade bekommt man aber nur ein unrenoviertes Zimmer ohne Aussicht. Als SPG Platinum gibt es jedoch tolle Upgrades, Clubzugang und ein außergewöhnliches Frühstück. Ja ich werde sicher wiederkommen.

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