Review einer Suite im neuen Intercontinental The O2 in London …

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In den Mega-Metropolen hat man mitunter mehrere Hotels der gleichen Hotelmarke. Intercontinental hat Anfang 2016 das neue Intercontinental The O2 eröffnet und das wollte ich mir ansehen. Die Preise sind für London recht vernünftig. Ich habe einen early Check-in gebraucht und der wird mir in einem Intercontinental als Royal Ambassador garantiert.

Der Check-in war ein wenig seltsam. Man hat schon gemerkt, dass man in einem neuen Hotel ist. Die Dame hat sich auf die Suche nach einem verfügbaren Zimmer gemacht. Die meisten Hotels rechnen jedoch bei einem Royal Ambassador Gast mit einer frühen Anreise. Das Intercontinental hat das irgendwie noch nicht so gut hinbekommen. Wenn man schon auf die Suche nach einem Zimmer gegangen ist, dann habe ich um ein Upgrade in eine Suite statt eines Club Zimmers gebeten. Es hat sich auch eine Suite gefunden, sonst war der Check-in sehr basic. Weitere Informationen gab’s nicht.

Die Suite war dann sicher keine Suite. Ein größerer Raum mit Aussicht auf die O2 Arena. Definitiv war das das keine Suite, nicht einmal eine Junior Suite. Auch bei den Zimmergrößen in England – die ja wie wir wissen sehr klein sind – war das weit weg von einer Suite. Ich habe also um eine echte Suite gebeten und nach einiger Suche gab’s die dann auch. Auf einmal war die geputzt und ich konnte umziehen.

Diese Suite war dann ganz nett. Zwei Räume, alles sauber und nett. Viele Einrichtungsgegenstände gab es nicht wirklich, auch haben einige Details gefehlt. Für eine Suite irgendwie alles sehr basic und nicht so spektakulär. Die Aussicht auf die Docklands hat einigermaßen entschädigt.

Das ganze Hotel ist neu, aber wirkt wenig wie ein Intercontinental. Es macht eher den Eindruck eines besseren Crowne Plaza oder Indigo Hotels. Es gibt ein ordentliches Fitnesscenter und – in London eine Seltenheit – einen Pool.

Über die Lage muss man einige Worte verlieren. Mir war schon klar, dass das Intercontinental gleich neben der O2 Arena liegt. Die extreme Abgeschiedenheit war mir aber so nicht bewusst. In der O2 Arena gibt es einige Geschäfte und Restaurants, sonst wohnt man jedoch sehr einsam. Zu den Docklands muss man mit der U-Bahn fahren. Nach Greenwich könnte man zu Fuß gehen, aber die Gehwege werden alle umgebaut und es sieht nicht so aus, als ob man innerhalb des nächsten Jahres nach Greenwich spazieren könnte. Nach Greenwich bräuchte man also den Bus. Sonst gibt’s dort nix.

Mich hat die Lage doch eher bedrückt und ich werde das Hotel eher nicht mehr besuchen. Auch der Kampf um ein ordentliches Royal Ambassador Upgrade hat nicht so wirklich gefallen. Wären die Wege nach Greenwich in Betrieb, wäre das Hotel nicht so isoliert.

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