Renaissance Hotel Wien

Derzeit versuche ich die sehr “schwierige” Platinum Challenge bei Marriott zu absolvieren. “Schwierig” ist sie nicht wegen der eigentlichen Aufgabe (9 Aufenthalte in 3,5 Monaten), sondern aufgrund mancher Hotels in der Marriott Hotellandschaft.

Ich hatte auf den Check-in zu warten. Die Dame war dann freundlich, sie hat mir jedoch mitgeteilt, dass das Hotel ausgebucht ist und es deswegen kein Upgrade gibt. Als Geschenk gab es einige Süßigkeiten gleich direkt an der Rezeption in die Hand. Natürlich gab es freies Internet und am nächsten Morgen wäre das Frühstück kostenlos gewesen.

Das Standard Zimmer war eigentlich unbeschreiblich. Man braucht die Fotos gar nicht wirklich zu kommentieren. Es hat mich irgendwie an ein ehemals staatliches Hotel in Rumänien erinnert. Das steilste war aber der Mistcontainer vor meinem Zimmer.

Ich habe einige Fotos an Marriott getwittert, der Account wird aber nicht so regelmäßig gewartet und es gab zunächst keine Antwort. Nach 30 Minuten habe ich dem Ganzen ein Ende bereitet und habe ausgecheckt. Der Herr an der Rezeption hat sich noch erkundigt warum ich denn so rasch wieder das Hotel verlassen würde. Ich habe es ihm erklärt und netterweise wollte er für die Nacht nichts verrechnen. Da ich aber ja eine Challenge zu absolvieren habe, wollte ich eigentlich schon bezahlen.

Eine Passage des Gesprächs war witzig:
“Was bedeutet eigentlich Renaissance Hotels?”
“Renaissance ist eine Marke der Marriott Gruppe.”
“Das ist mir schon klar, aber was ist die Idee hinter Renaissance?”
“Renaissance ist eine Lifestyle Marke.”
“Dann möchte ich diesen Lifestyle nicht haben.”

Es ist dann Tage lang nichts passiert. Auf einmal kam eine Email von Marriott mit einer Kundenbefragung. Die konnte ich einfach nicht positiv ausfüllen.

Dann ist wieder lange nichts passiert. Auf einmal gab es eine unhöfliche Email in meinem Postfach. Es sei alles ein Missverständnis. Die Orange in meinem Zimmer sei ein Symbol für ein kostenloses Getränk an der Bar gewesen. Ein Upgrade gäbe es nur nach Verfügbarkeit (es haben wirklich alle anderen Gäste die besseren Zimmer gekauft oder einen höheren Status???) und an diesem Tag wäre kein anderes Zimmer verfügbar gewesen. Die Minibar wäre ausgeräumt, da man viel billiger Getränke in einem Hotel Supermarkt anbieten würde, natürlich hätte man die Minibar auch gefüllt. Die Süßigkeiten wären nur ein weiteres Geschenk gewesen. Also alles ein großes Missverständnis, wobei ich natürlich Schuld haben würde.

Das Highlight dieser Email war jedoch folgende Passage: “However, due to this fact we kindly ask you to stop your postings on twitter.” Hmm, möchte mir da wer den Mund verbieten? Das habe ich natürlich wieder an Marriott getwittert. Die interessante Antwort von Marriott: “That must be the reason they did not send us a copy.” Wahrscheinlich auch besser dem Mutterkonzern ein solches Schreiben nicht zu übermitteln.

Fazit: Was kann man als Marriott Platinum um 70 Euro am Wochenende in Wien erwarten. Nicht sehr viel, so scheint es …

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