Review eines Executive Zimmers im Grand Hyatt Denver. Was für ein toller View …

Meine Reise zum House of Miles in Colorado Springs (Auf nach Colorado Springs zum House of Miles) hat mich dann beim Rückweg nach Denver verschlagen. Wenn ich schon in der Gegend bin, dann wollte ich mir noch Denver ansehen. Ich war mal als Kind am Airport, aber das war es schon.

Das Grand Hyatt hatte eine eigentlich ganz vernünftige Rate und Grand Hyatt steht normalerweise schon eher für gute Hotels. Sie sind deswegen auch so mein Fall.

Der erste Eindruck war mal sehr gut. In Downtown ist das Grand Hyatt ein kleineres Gebäude, also nicht so eine Bettenburg. Eingang und Lobby haben mal super ausgesehen und mir wirklich gut gefallen. Da haben sie schon sehr schön elegant renoviert. Beim Check-in ging es dann leider nicht so gut weiter. Ich würde mal sagen, dass der Mitarbeiter unfreundlich war, vielleicht sogar ein wenig feindlich. Nicht einmal die World of Hyatt Standardsätze wollte er aufsagen. Keine Erklärung des Hauses, keine verbale Recognition. Ich konnte auch nicht wirklich herausfinden, was ich denn jetzt für ein Zimmer bekommen habe. Sehr eigenartig, aber hat sich in die Stimmung in dem Hotel eingeordnet. Ganz wichtig war nur ein Starbucks Voucher für ein paar Prozent Rabatt. Sonst war eigentlich alles egal.

Als World of Hyatt Upgrade gab es leider keine Suite – es war auch keine buchbar-, aber ein wirklich geiles Executive Zimmer. Die eine schmale Seite des Hauses schaut direkt zwischen den Häuserschluchten auf die Berge von Colorado. Man hat also links und rechts die Hochhäuser, dann die Stadt und die Rocky Mountains. Von diesen Zimmern gibt es nur ganz wenig, sonst blickt man im Grand Hyatt einfach auf andere Gebäude. Von der Aussicht war das Upgrade mal top.

Das Zimmer hat mir super gefallen. Es war in einem vollkommen perfekten Zustand, neu renoviert und absolut sauber. Auf die Details hat man geachtet und das Design fand ich cool. Genauso erwarte ich mir das von einem Grand Hyatt. Normalerweise sind die US Hotels nicht so ganz auf einem internationalen Level, aber bei dem Zimmer definitiv schon.

Zimmer super, Design schön, Location super. Es gibt ein ordentliches Fitnesscenter und einen Pool. Die Hardware passt.

Zwei Probleme hat das Hotel aber. Die Club Lounge war leider nicht gut. Das Frühstück war abgerupft und nicht wirklich ansprechend. Der Evening Spread war irgendwie billig. Auch die Mitarbeiter waren total eigenartig drauf. Wenn ein Gast gekommen ist, haben sie schnell den Geschirrspüler aufgedreht. Den hat man in der ganzen Lounge gehört und die Gäste sind dann immer gegangen. Das Schauspiel habe ich mir eine Zeit angesehen und war eigentlich fasziniert, wieviel Energie man in das Vertreiben von Leuten hineinlegen kann. Damit hatten sie die Lounge aber eigentlich immer menschenleer. Manieren der Mitarbeiter waren wirklich ein Thema. Da hat es Angestellte gegeben, die ohne Aufsehen mit ihrem Smartphone durchs Hotel gegangen sind. Wenn man da nicht ausgewichen wäre, dann wäre man in sie hineingerannt. Freundlich waren die alle nicht, eher durchwegs angepisst. Ich hab’ dann mal gefragt, ob das Hotel in einem Arbeitskampf ist, weil dann könnte man so ein Verhalten verstehen, aber dem war nichts so. Das war Normalbetrieb. Ich habe dann versucht jegliche Kommunikation mit Mitarbeitern zu vermeiden. Man hat einfach nie gewusst, wie unfreundlich man behandelt wird und welcher Irrsinn gestartet wird. Selten kann ich sagen, dass ich keinen einzigen freundlichen Angestellten dort gesehen habe. Das war super strange. Einfachste Umgangsformen haben komplett gefehlt. Das hat mich schon ein wenig traurig gestimmt, wenn so ein ganzes Hotelteam eigentlich eine Aversion ausstrahlt.

Lage super, Design schön, Aussicht atemberaubend, eigentlich ein sehr gutes Hyatt, wenn da nicht die Angestellten wären …

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