Ich war eine Woche in Novi Sad (Serbien) und es hat mir extrem gut gefallen …

Der Tourismus hat Serbien noch nicht entdeckt. Ein wenig tut sich in Belgrad, aber sonst ist es sehr ruhig. Das passiert zu Unrecht. Serbien ist ein wunderschönes Land und die zweitgrößte Stadt ein absoluter Geheimtipp. Von den 250 000 Einwohnern sind 50 000 Studenten. Die Stadt kommt deswegen quirlig, lebendig und lebensfroh rüber. Ganz viele junge Menschen wollen Spaß haben und fortgehen. Die Stadt wimmelt von Restaurants, Bars, Lokalen und Eisgeschäften. Alles sehr kreativ und kulinarisch spannend. Die Stimmung hat mich irgendwie an Krakau erinnert, bevor der Massentourismus auch diese Stadt in Mangel genommen hat.

Sehr alt ist Novi Sad nicht. Aus einer neuzeitlichen Festungsanlage hat sich in der Habsburger Monarchie eine Stadt entwickelt. Es gibt die sehr ruhige Altstadt mit der Festung. Über der Donau ist dann die eigentliche Stadt und dort spielt sich das Leben ab.

Novi Sad ist ein wenig, wie wenn man ein Dorf groß gemacht hätte. Es fehlen viele internationale Marken. Es gibt weitgehend keine Geschäfte der Labels, keine Ketten, kein Fastfood. Alles spielt sich in kleinen Geschäften und Restaurants ab. Dazwischen sind Parks und Gebäude der letzten 250 Jahre.

Ich habe in der Woche wunderbar gegessen. Es sind überall Eisgeschäfte in der Stadt verteilt. Man kann schön was Trinken gehen. Und für die studentische Klientel gibt es Kulturveranstaltungen. Weil es eben keinen Tourismus gibt, ist das alles überall noch vollkommen normal.

Ein Tipp sei gestattet! Die Stadt kann man zwar zu Fuß machen. Der öffentliche Verkehr ist zu vergessen. Will man aus der Stadt raus (z. B. zu den weltberühmten Klöstern der Umgebung), dann braucht man sowieso ein Auto.

Es gibt leider genau nur ein internationales Hotel. Das ist aber gut: NEU&GEIL: Sheraton Novi Sad – Suite

Die Stadt ist ein echter Geheimtipp. Die EU hat den Wert von Novi Sad schon erkannt. 2021 wird sie die erste EU Kulturhauptstadt außerhalb der EU.

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