Review meines Stays in einer Suite im Sheraton Cervo Hotel an der Costa Smeralda …

Die Costa Smeralda auf Sardinien ist im Sommer ein 1A Jet Set Ziel. Ich wollte es mir aber in einer ruhigeren Zeit, also im Herbst ansehen. Die super teuren Marriott Bonvoy Hotels sind nur im Sommer offen. Das Sheraton Cervo Hotel in Porto Cervo ist aber das ganze Jahr in Betrieb. So wurde es eine Woche im Cervo Sheraton.

Gleich vorweg muss man mal was zur Geschichte dieses Ecks sagen. In den 60er Jahren hat man diesen menschenleeren aber wunderschönen Teil von Sardinien entwickelt, hin zu einem high-end Tourismusziel. Das Cervo Hotel stand mal in einer einsamen Bucht. Dann kam die Kirche von Porto Cervo hinzu. Ein kleiner Hafen sollte folgen. Das Design des Hotels, der Kirche und der anderen Luxushotels war stark futuristisch in den 60ern zu Hause. Es erinnert irgendwie an Hundertwasser Gebäude. Bis heute hat man in Porto Cervo stark weitergebaut. Das Cervo Hotel hat nun angeschlossen ein Einkaufscenter. Die ganze Bucht ist mit Apartmenthäusern verbaut. Das Cervo Hotel liegt in der Mitte dieser neuen Kleinstadt und ist mit dem Einkaufscenter vollständig verwoben.

Der erste Eindruck war mal ganz schlimm. Das Zimmer war für eine Woche bereits bezahlt. Nicht immer checke ich selbst ein. Check-ins langweilen mich grob. Für jemand mit meinem Namen, einer Kreditkarten-Partnerkarte, meiner Kreditkarte und meinem Ausweis ist das nirgends auf der Welt ein Problem einzuchecken. Hier war es das schon. Man hat gemeint, ich solle dann irgendwann bei der Rezeption vorbeischauen. Ehrlich gesagt, nur weil ein Hotel irgendwelche Dinge von mir möchte – vor allem bei einem bereits komplett bezahlten Stay – habe ich das nobel ignoriert. Das Cervo Hotel hat dann KGB gespielt. Man hat mir ausgerichtet, würde ich nicht bei der Rezeption erscheinen, würde man die Polizei rufen. Ich habe mich dann gefügt, aber fand das ganz grob befremdlich. Das war eigentlich wirklich komplett übergriffig. Mit Behörden hat mir noch kein Hotel gedroht. Vor allem, nur weil ich nicht brav bei der Rezeption erschienen bin. Natürlich habe ich eine Beschwerde bei Marriott Bonvoy eingebracht. Wie so häufig hat sich seither niemand mehr gemeldet.

Als Marriott Bonvoy Titanium Upgrade gab es eine Suite mit Blick auf den künstlichen Hafen. Hier in der Suite hat man das abgefahrene Design der 60er Jahre noch gemerkt und das ist wirklich gelungen. Die Suite war wohnlich, nicht ganz neu, aber in einem sehr guten Zustand. Ein Wohnzimmer, ein getrenntes Schlafzimmer und ein großes Bad waren vollkommen in Ordnung. Die Suite hat mir definitiv gefallen, gerade die crazy Gestaltung.

Nicht so schönes Detail der Suite war die Aussicht. Das Problem hängt aber woanders dran. Das Cervo Hotel ist vollkommen mit dem Shopping Center verbunden. Um Kunden dorthin zu bringen fahren die Busse mit Pauschaltouristen das Shopping Center an. Das ist so ein Sightseeing Punkt auf der Fahrt an die Westküste von Sardinien. Sie werden am Parkplatz in kleine Bummelbahnen umgeladen und durch die Anlage gefahren. Gegenüber von meiner Suite war eine Aussichtsplattform. Ca. jede Stunde ist eine Gruppe von 50 Personen dort aufgeschlagen und hat Cervo fotografiert. Damit hatte ich also ständig gegenüber der kleinen künstlichen Bucht irgendwelche Leute in meine Terrasse schauen. Diese Bummelbahn Geschichte ist den ganzen Tag gelaufen. Beim Frühstück hat man schon die ersten Gruppen durch das Hotel geschliffen.

Die Architektur des Cervo Sheraton ist außergewöhnlich. Hier hat man eine unglaubliche Vision der 60er Jahre realisiert. Leider hat man diese ursprüngliche Gestaltung durch viele Renovierungen verwässert. Heute wirkt das Hotel leider ein wenig unaufgeräumt. Überall stehen irgendwelche Dinge – die eigentlich nicht dorthin passen – herum. Es kommt ein wenig wie eine Rumpelkammer rüber. Die Anlage ist auch nicht sorgfältig gepflegt.

Die Hardware im Hotel selbst ist schwach. Der Pool war in einem üblen Zustand und das Wasser hinüber. Das Fitnesscenter hat man auf einer Terrasse beim Pool ins Freie gestellt. Die Geräte waren verwahrlost und wer will wirklich 2 Meter vom Pool entfernt trainieren.

Das geilste Feature des Hotels ist sicher der Privatstrand. Das Hotel unterhält einen kostenlosen Speed-Boot-Transfer an eine einsame Bucht (Frühling, Sommer, Herbst). In 20 Minuten erreicht man eine wunderschöne private Bucht des Hotels. Dort gibt es Liegen und Service. Leider ist der Bereich sehr ungepflegt und verlottert gewesen (kaputte Liegen, durchgetretene Balken am Landungssteg, Müll). Wer es aber netter haben will, sucht sich einfach eine eigene kleine Bucht dort. Die Location selbst ist ja unglaublich wunderschön.

Das Frühstück kam auch komisch rüber. Unfreundliche Kellner in einem übertriebenen Gehabe sind in einem Chaos versunken. Die Qualität des Angebots selbst war mau. Die Präsentation war Jugend- oder Sporthotel. Gemacht hat man aber auf Grand Hotel.

Absolut für das Hotel spricht die Costa Smeralda. In der Nebensaison bekomm man diesen wunderschönen Flecken Erde vollkommen menschenleer. Das Cervo Hotel ist dann halt das einzige offene Hotel in der Gegend. Die Suite war ganz gut und das Upgrade hat gefallen. Privatstrand und Speed-Boat sind sicher ein Punkt für das Cervo Hotel. Frühstück, Fitness, Pool, Check-in, Personal, Lage direkt im Einkaufscenter und die seltsamen Reisegruppen-Führungen durchs Hotel sind eher nicht so positiv zu bemerken.

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