REVIEW: Matild Palace The Luxury Collection Budapest – Suite

Mein Review zum Matild Palace Budapest (The Luxury Collection) …

Anfang des Jahres habe ich mir bereits das neue The Luxury Collection Haus in Budapest angesehen. Das Matild Palace Hotel hat mir da wirklich zugesagt (Review). In meinem letzten Review habe ich das Hotel sehr gelobt.

Weil mir das so getaugt hat, habe ich für einen kurzen Stop in Budapest wieder das Hotel ausgesucht. Mit einem Preis von ca. 500 Euro für das Standardzimmer in Budapest sind meine Erwartungen natürlich höher. Das Hotel spielt preislich in der Oberliga in Budapest mit.

Als Pre-Upgrade hat sich in der App bereits ein Tag vor Anreise ein Titanium Upgrade in eine Suite abgezeichnet und ich war sehr guter Dinge. Der Check-in war ein wenig unbeholfen bis unwissend. Die Dame wollte mir das Frühstück verkaufen, wo ich dann doch gemeint habe, das würde ich doch als Welcome Benefit nehmen. So ganz klar war der Mitarbeiterin Marriott Bonvoy scheinbar doch nicht.

Das Frühstück war auch ein weiteres Thema. Beim letzten Aufenthalt gab es in dem sehr neuen Hotel ein paar Service Themen beim Frühstück. Man hat mir damals versprochen, ich könnte mir beim nächsten Aufenthalt das Frühstück über In-Room-Dining bestellen. Das wäre ja sowieso bei ihnen zur Auswahl.

Jetzt gab es auf einmal kein In-Room-Dining Breakfast zur Auswahl mehr. Ich war dann doch verwundert weil mein letzter Stay war nur einige Monate her. Man hat mir das damals versprochen. Nein, geht nicht. “Thats our new hotel policy” war mehrfach die Antwort. Das fand ich sehr unglücklich gelöst. Nein, In-Room-Dining Breakfast mit einer Service Charge geht auch nicht. Nur voll bezahlen und wieder habe ich gehört: “Thats our new hotel policy”. Nein, man kann nicht was versprechen, es nicht notieren und dann ein paar Monate später die neue Hotel Policy ohne Skrupel durchziehen. So macht man das in einem Hotel mit Anspruch Luxushotel zu sein eigentlich nicht. Ich musste es akzeptieren. Der Austausch mit der Rezeption war wie eine Mauer.

Die Suite hat mir prinzipiell sehr gefallen. Ich finde der Innenarchitekt hat wirklich eine tolle Leistung hingelegt. Diese Suite als Art Turmzimmer war schon sehr nice. Obwohl man hier an einer sehr befahrenen Straße wohnt, sind die Zimmer sehr gut schallisoliert.

Auf den zweiten Blick hatte diese Suite aber sehr grobe Probleme. Beginnend von der dreckigen Minibar war irgendein Softdrink über den ganzen Boden verteilt. Es gab durch die ganze Suite klebrige Stellen. Man ist da immer beim Gehen so festgeklebt. Fand ich nicht so ganz hygienisch. In einer Ecke der Suite war ein Ameisenhaufen. Ich rede da nicht von 10 versprengten Ameisen, sondern ein richtiger Ameisenhaufen wie man das aus dem Garten kennt war da in einem Luxushotel am Werk. Der muss auch dort schon längere Zeit gewerkt haben und ist nicht in ein paar Stunden aufgetaucht. Ohne Haare zu suchen konnte man im Badezimmer Haare von mindestens drei Personen und auch einem Hund finden. Auch da rede ich nicht von ein paar Haaren, sondern wenn man mit einem Papiertuch mal am Boden des Badezimmers einmal gewischt hat, hatte man eine schöne Ausbeute.

Die eher unbeholfene Rezeption wollte das durch das Schicken des Reinigungspersonals lösen. Mir war klar, dass das nicht so einfach in einen passablen Zustand zu bringen wäre. Weil die so richtig unkooperativ waren gab es für die diensthabende Managerin von mir den Walk of Shame. Ich wollte ihr das relativ neutral mal zeigen was da los ist und man das mit einmal schnell durchwischen nicht wegmachen kann.

Nach Besichtigung des Zimmers war rasch klar, ein Zimmerwechsel muss her. Es hat dann zwei Stunden gedauert, bis eine andere Suite gefunden und inspiziert war. Geputzt war die scheinbar schon.

Die nächste Suite hat relativ gepasst. Der Teppich hatte in der sehr kurzen Zeit seit Eröffnung leider schon die besten Zeiten hinter sich. Wie man das schafft ist mir ein Rätsel. Packe ich aus, gehe ins Badezimmer, nur kaltes Wasser. Auch ein sehr langes Laufenlassen aller Wasserhähne hat keine Besserung gebracht. Da ist scheinbar der Kreislauf abgebrochen. Nachdem ich zwei Stunden auf eine neue Suite zu warten hatte, wollte man mir dann den Techniker vorbeischicken. Wieder hat sich die Rezeption komplett unkooperativ gezeigt. Es war auch so, dass die das scheinbar nicht mitbekommen haben, dass das eigentlich schon die zweite Suite war. Diese Unterbrechungen des Warmwasserkreislaufs kenne ich von anderen Hotels. Die sind aber nie in der Suite zu beheben, sondern ein Problem auf der Ebene der Haustechnik. Ich habe dann aufgegeben und mich meinem Schicksal ergeben.

Noch vor ein paar Monaten waren diese Suiten mit wirklich tollen Gimmicks gespickt. Bei der kostenlosen Minibar hat man teurere Getränke rausgeräumt. Die ganzen Drucksorten sind aus den Suiten verschwunden. Kein Willkommensgeschenk mehr. Irgendwer hat scheinbar Kosten gesenkt. Wenn ich aber ein teures Luxushotel sein möchte, dann muss es meiner Meinung nach schon eine Opulenz geben. Da hat man doch merklich sehr stark gespart.

Die Location des Hotels direkt an der Fußgängerzone ist genial. Man wohnt an der Erzsebet hid (Elisabeth Brücke) an einem Prachtboulevard. Hier entwickelt sich gerade eine neue Luxuszone von Budapest. Gegenüber befindet sich das Hyatt Parisi Udvar Hotel und das St. Regis Budapest entsteht gerade. Man ist hier richtig in der Mitte des Geschehens.

Die Hardware ist ein wenig eingeschränkt. Man bietet nur Valet Parking. Es gibt ein Fitnesscenter aber keinen Pool. Am Dach hat man eine wirklich sehr schöne Rooftop Bar mit Aussicht. Bei den Restaurants will man mit einem Spago Akzente setzen. Neuerdings gibt es auch ein Kaffeehaus.

Richtig toll ist definitiv das historische Gebäude und die Renovierung ist absolut geglückt.

Das Frühstück am nächsten Morgen könnte nicht lauter Cost-Cutting schreien. Man hat das Frühstück weg vom schönen Restaurant in das neue Kaffehaus in die obere Etage gelegt. Man musste durch ganz verwirrende Gänge bis zu diesem Kabuff laufen. Ich habe diesen trostlosen Frühstücksraum gesehen und hab umgedreht.

Beim Check-in hat man noch gefragt, ob denn alles gepasst hat. Ich habe dann nur gebeten, dass mich der Manager kontaktiert. Man hat mir versichert das würde sicher passieren. Da warte ich seit Monaten auf eine Rückmeldung.

Bei meinen Reviews versuche ich immer eine gewisse Distanz zum Stay zu haben. Einen Review schreibe ich nicht aus einer Emotion raus. In der Regel werden die Reviews dann netter, als der Stay wirklich war.

Ich bin noch immer fasziniert, wie man aus einem so tollen Luxushotel in kürzester Zeit so ein Hotel machen kann. Der Stay war ein absolutes Desaster und dafür haben sie mir 500 Euro abgenommen. Was sie da für eine Story abgezogen haben, das geht halt einfach nicht. Recognition war sehr gut und das Haus ist wunderschön. Das war es dann aber schon. Wie das Hotel bei der doch entstehenden Luxushotel-Szene in Budapest bestehen will, da bin ich gespannt.

Kommentare 3
  1. Ich empfehle das Intercontinental. Sagenhafter Blick auf die Donau und auf den Palast und die Gebäude drumherum. Auch das Hilton Garden Inn ist sehr schön, wenn man einen Status hat und das entsprechende Zimmer bekommt.

    1. Aussicht beim IC ist genial. Aber das Interconti braucht ganz dringend eine Renovierung. Mittlerweile fällt das Haus schon auseinander.

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