Review einer Suite im St. Regis Sanya auf Hainan …

Weil im eigentlich guten Hyatt Place Sanya (Review) das Internet ein wenig holprig war, musste eine neue Herberge her. Die Auswahl an Hotels internationaler Marken ist ja auf Hainan immens. Es wurde das St. Regis.

Das St. Regis liegt in Yalong Bay. Mit Ritz-Carlton und Park Hyatt hat man eine sehr gute Nachbarschaft. Die Gegend dort wird gerade zu einer high-end Zone entwickelt. Wolkenkratzer wie sie schon vielerorts in Sanya die Strände prägen, die fehlen dort. Sie werden wahrscheinlich auch nicht so schnell kommen. Das St. Regis grenzt direkt an ein Naturschutzgebiet an.

Das St. Regis hat einen sehr guten ersten Eindruck gemacht. Das ganze Team ist super freundlich und motiviert. Der Check-in war echt witzig. Englischkenntnisse waren ok, aber nicht so ganz die Stärke. Man hat jedoch gleich die Fr. Butler geholt. Eine super nette Lady aus Kathmandu hat mich dann ein wenig unterstützt. Die Dame hat man extra für die nicht-chinesischen Gäste – derer es nicht wirklich viele gibt – angestellt. Als Platinum Upgrade gab es eine Suite. Dazu hat man das Frühstück geschenkt, Punkte, freie Minibar, also das ganze Programm und noch ein wenig mehr. Tolle Recognition! BTW alle Mitarbeiter kannten die Namen der SPG Platinums!

Die Suite war eigentlich ganz gut. Zwei Badezimmer, ein Wohnzimmer und ein wunderschönes Schlafzimmer. Der Schnitt war ein wenig eigenwillig, der Living Room hatte nämlich kein Fenster. Die Details haben eigentlich gepasst. Verwundert hat mich die irre Anzahl an Handtüchern. Ich kenne riesige Suiten, aber hier hatte man ein echtes Lager an Badetüchern vorrätig. Das volle St. Regis Bett fand ich super.

Dann wollte ich mich ins Internet hängen ;) Mein VPN hat scheinbar ihr System komplett gecrasht. Meine Devices haben nur mehr Fehlermeldungen angezeigt und wollten sich partout nicht mehr verbinden. Ich hab’ dann die Fr. Butler gerufen. Die hat sich das Problem angesehen. Dann kam eine Fr. Manager und noch eine Dame von der Rezeption. Es hat dann die eine Dame mit dem Helpdesk telefoniert. Die Anweisungen hat sie der Fr Manager gesagt, die hat es ins Englische übersetzt und die Fr. Butler nochmals mir schön erklärt (die Fr. Butler konnte auch kein Chinesisch). Am Ende haben sie mir einfach einen anderen VPN eingerichtet. Die Ladies waren wirklich motiviert und ich durfte dann ins “echte” Internet. Sie meinten nur, für chinesische Gäste wäre das nicht vorgesehen, aber bei Foreigners würde das kein Problem darstellen.

Die Anlage selbst ist sehr gepflegt. Am Strand ist es menschenleer. Die chinesischen Gäste gehen maximal kurz ans Meer, machen dort ein Foto und sind wieder weg. Die Pools sind ein wenig klein geraten. Da war es mir definitiv zu voll.

Die Hardware des Hotels ist ein wenig das Problem. Das St. Regis ist eines der ersten Luxushotels an der Küste. Einige Dinge hat man einfach schon zu Tode gespielt. Fitness kann man vergessen. Spa Pool war defekt. Rolltreppen haben nicht funktioniert. Auch die Trennung von öffentlichen Bereichen für die Gäste und dem hinteren Bereich des Hotels klappt nicht. Man steht ständig irgendwo, wo man eigentlich nicht hingehört.

Das Frühstück am nächsten Morgen war riesig und auf zwei Restaurants aufgeteilt. Es war aber einfach extrem voll, chaotisch und viel los. Ruhiges Breakfast war das doch eher nicht. Kulinarisch war es nicht schlecht, aber an einer ansprechenden Gestaltung – es ist ein St. Regis – müssen sie ein wenig arbeiten.

Die Suite hat mir gefallen. Sanya ist für Liebhaber von leeren gepflegten Stränden perfekt. Man wird da nie viele Menschen am Beach sehen. Die Hardware hat mich nicht so umgeworfen. Das Team vom St. Regis war aber super freundlich und nett. Trotzdem würde ich doch eher auf die neuen Hotelprojekte (Park Hyatt oder Grand Hyatt) setzen.