Review einer Villa im Alila Villas Uluwatu Bali …

Nach einem sehr entspannten und schönen Aufenthalt im Spa Village im Norden von Bali in Tembok (BEGEISTERT: Spa Village Tembok Bali (SLH) – Suite) ging es für mich wieder in den Süden. Dort sollte es das Alila Villas in Uluwatu sein.

Die Alila Hotels sind erst kürzlich in World of Hyatt integriert worden. Das absolute high-end Alila Hotel – das Alila Villas in Uluwatu – wollte ich mir mal ansehen. Das Hotel befindet sich mit dem Six Senses und Bulgari Hotel in einer sehr noblen Ecke von Bali. Preislich ist man bei 700 Euro für eine Villa pro Nacht unterwegs (nur zur Einordnung der folgenden Geschichten).

Die Location des Alila Villa Hotels in Uluwatu ist sehr ruhig und abgeschieden. Die Hotels dort stehen auf der malerischen Klippe und schauen aufs Meer. Rundherum ist es sehr unberührt. Über einen steilen Weg könnte man die Klippe runter zu den Buchten (mit Sandstrand).

So einen Check-in habe ich eigentlich noch nicht erlebt. World of Hyatt bemüht sich um die Top-Tier Statuskunden sehr. Hier war es aber ganz anders. Der erste Eindruck war sehr gut. Die Lobby schaut direkt aufs Meer und ist wunderschön. Man hat mich auf einer Couch hinsetzen lassen. Es gab einen Welcome Drink. Dann kam der Auftritt einer Mitarbeiterin. Sie hat sich breitbeinig (!!! – kein Sexismus -) auf (!!!) den Couchtisch vor mir gesetzt (!!!). Gleich ohne große Höflichkeitsfloskeln hat man mir erklärt, dass sie als Suiten Hotel keine Upgrades hergeben müssen. Ich würde als Globalist eine Massage bekommen. Das wäre eh ok für mich. Das Gespräch war unhöflich und herablassend. Wie einen Bittsteller hat man mich hingestellt. Ich war sprachlos.

Ich habe mir den Schlüssel zu meiner Villa geben lassen und bin dann ohne Hilfe in mein Zimmer. Eigentlich hätte ich da schon umdrehen und gehen sollen.

Die Villa war ein großer Raum mit Panoramafenstern. Angehängt war ein Badezimmer. Vor der Villa war ein kleiner Pool und eine Terrasse. Bei der Aussicht konnte man das Meer sehen. Jede andere Villa darüber – das Hotel ist terrassenförmig angelegt – hätte aber eine bessere Aussicht gehabt. Alles war sehr sauber, hatte ein schönes Design und fotogen.

Die Villa hatte aber einige gruselige Schönheitsfehler.

Es gab kein Do-not-disturb Schild. Auch auf Nachfrage gab es das nicht. Das wäre Hotelphilosophie. Die Mitarbeiter würden schon merken, wenn ich im Zimmer sei. Eine Möglichkeit die Villa zu verriegeln gab es nicht. Man konnte nur zusperren.

Man hat nur gefiltertes Wasser angeboten. Auch wenn man die Öko-Idee fährt, dann gäbe es auch Anbieter von regionalem Mineralwasser in Flaschen. Bali ist auch keine einsame Insel ohne Anbindung. Das Wasser konnte man nicht trinken.

Das Kokosnusswasser als Welcome Drink in der Villa war sauer, sprich verdorben. Man hat mir dann Süßigkeiten als Welcome Geschenk gebracht. Die Torte war ranzig. Auf meine Beschwerde meinte man, das sei nicht möglich.

Meine ach so tolle Globalist Villa hatte ein wirklich massives Problem. Das Hotel ist stufenweise aufgebaut. Da gibt es für die Golfcarts so spezielle Wege (für Housekeeping, In-room-Dining usw.). Genau bei meiner Villa war eine Steigung und eine S-Kurve, d. h. die Golf Carts mussten einmal um meine Villa fahren. Die ganze Nacht war trotz Ohrstöpsel draußen ständig was los und eine Lärmbelästigung. Im Minutentakt konnte man das Pfeifen der Golf Carts hören.

Die Villa hat super ausgesehen. Die Verarbeitung der Fenster und Türen ist irrsinnig schlecht. Bei jedem kleinen Windstoß haben Fenster und Türen wirklich laut geklappert. Das hat man die ganze Zeit gehört. Weil hinter der Villa ein Brunnen war und die Fenster so undicht waren, hat es in dieser Villa auch dauernd laut geplätschert. Ich habe mir dann schon während des Tages Ohrstöpsel reingeworfen, weil die Geräuschkulisse so nervig war.

Fernseher war klein, wenig Programme. Internet hatte teilweise Aussetzer, arbeiten war zweitweise unmöglich.

Die ganze Vorstellung hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich habe mich auch beschwert. Das ist zunächst auf taube Ohren gestoßen. Eigentlich war ich schon am Ausziehen, aber mir war leider ein wenig unwohl. Die Nacht habe ich mir dann gegeben. Einen halben Tag später hätte man mir eine andere Villa angeboten. Die habe ich entnervt abgelehnt.

Die Location des Hotels in Uluwatu ist wunderschön. Die Klippen sind ein Hammer. Die Lage des Hotels kann schon viel und ist sehr sehenswert.

Die Hardware des Hotels ist extrem schön. Der Main-Pool ist absolut toll. Die Lobby ist wirklich was fürs Auge. Das Fitnesscenter ist gut eingerichtet.

Mitunter haben sie das Hotel nicht gut in Schuss. Es gibt so Wasserläufe mit Brunnen. Wenn die Pumpen nicht laufen, dann ist das eine hervorragende Brutstätte für Mosquitos. Da waren leider so richtige Schwärme auf der Hotelanlage unterwegs. Einen Repellent sollte man vielleicht mithaben.

Das Frühstück war auch ein Reinfall. Ich habe mich nur einen Meter von der Frühstücksterrasse wegbewegt und wieder eine crazy Geschichte gesehen. Bei der Ausgabe wo Kellner normalerweise Kugelschreiber und Putzfetzen lagern, hat man unabgedeckt und ungekühlt vorbereitete Obstteller stehen gehabt. Das war grob unappetitlich. Breakfast war dann für mich auch Geschichte.

In Bali ist es eigentlich schwierig unfreundliches Personal zu finden. Irgendwie hat man das bei den Alila Villas in Uluwatu aber geschafft. Man ist ständig auf die Fresse gefallen. Entweder haben sie die Ich-kann-kein-Englisch Karte ausgespielt oder sie waren einfach abweisend und komisch.

Wer Instagram Fotos machen möchte, der sollte die Alila Villas in Uluwatu besuchen. Das ist wirklich eine schöne Kulisse. Es bleibt dann aber leider bei einer Kulisse. Ein wirkliches high-end Hotel konnten sie mir leider nicht bieten. Mit dem Stay und dem Hotel war ich echt unzufrieden. Die haben überhaupt noch nicht die Hyatt Philosophie. Recognition war nicht vorhanden. Check-in war unterirdisch. Personal unfreundlich, schlechtes Englisch und nicht einfühlend. Verdorbenes Essen geht eigentlich gar nicht. Internet mit Problemen. Wenn sie noch eine schlechtere Villa gehabt hätten, dann hätte ich die beim Check-in wahrscheinlich auch noch erhalten. Never ever setze ich nochmals einen Schritt in dieses Hotel.

Diners Vintage Karte im ersten Jahr kostenlos!
+ kostenloser Zugang zu 850 Lounges
(bei 3 600 Euro Umsatz im Jahr; maximal 24 Besuche)
+ riesiges Versicherungspaket
+ auch für Deutschland
+ erstes Jahr kostenlos!
KOSTENLOS NUR MIT PROMO CODE: "BOARDING" (im Antrag)

Promo Page (Deutschland)
Promo Page (Österreich)

BoardingArea