SPEKTAKULÄR: Lufthansa Aufsichtsrat lehnt derzeitiges Rettungsangebot ab

Der Lufthansa Aufsichtsrat hat das aktuelle Rettunsangebot abgelehnt …

Die deutsche Lufthansa Rettung ist gerade ein wenig dramatisch geworden.

Am Wochenende hat man in Deutschland den politischen Konsens hergestellt und Lufthansa ein Rettungsangebot übermittelt: Deutsche Bundesregierung beschließt Lufthansa Rettung

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds hat dann am Anfang der Woche das Ok gegeben. Alle Details der staatlichen Beteiligung hier: Lufthansa Rettung auf Zielgeraden

Eine Zustimmung von Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung und EU Kommission haben noch gefehlt. Hier scheint nun Sand ins Getriebe gekommen zu sein. Die Wettbewerbshüter der EU wünschen sich Veränderungen bei den Bedingungen der staatlichen Hilfe. Deutsche Medien berichten über 20 Slots und stationierte Flugzeuge die in München und Frankfurt an Mittbewerber abgegeben werden sollten.

Heute ist nun die Bombe geplatzt. Der Aufsichtsrat lehnt das Rettungspaket mit den EU Auflagen ab:

“Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat in seiner heutigen Sitzung über die Annahme des vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland angebotenen Stabilisierungspakets inklusive notwendiger Einladung zur Hauptversammlung beraten.
Der Aufsichtsrat hat die aktuell indizierten Auflagen der EU Kommission zur Kenntnis genommen. Sie würden eine Schwächung der Drehkreuzfunktion an den Heimatflughäfen der Lufthansa in Frankfurt und München zur Folge haben. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Unternehmen und die vorgesehene Rückführung der Stabilisierungsmaßnahmen sowie mögliche Alternativszenarien müssen intensiv geprüft werden.
Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat dem Stabilisierungspaket in Zusammenhang mit den EU Auflagen nicht zustimmen können. Zur Aufrechterhaltung der Solvenz stuft der Aufsichtsrat Stabilisierungsmaßnahmen des WSF aber weiter als die einzig gangbare Alternative ein.
Die Einladung zu der außerordentlichen Hauptversammlung für die Umsetzung der Stabilisierungsmaßnahmen erfolgt zunächst nicht.”

Quelle: Pressemitteilung

Das aktuelle Angebot wird der Hauptversammlung nicht vorgelegt. Finanzielle Staatshilfen werden laut Pressemitteilung noch immer als einzige Rettung vor einer Insolvenz angesehen.


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Kommentare 19
  1. Loool, soooo gross kann die Not also nicht sein.

    Nur die dummen Schwitzerli steckern der deutschen Swiss Millionen in den Rachen ohne Gegenleistungen. Dort wird sicherlich auch zugegriffen von der raffgierigen Fluglinie!

    1. …bevor Du was von dummen Schweizern erzählst, informiere Dich erst einmal richtig über die Entscheidung und Bedingungen des Bundesrates…. und das Geld an LH wird auch sowieso fliessen……wann und wie auch immer…..

    1. Flinten-Uschi hat mir erzählt, das Du sie gestern in Brüssel angerufen und sie aufgefordert hast, den LH-Deal platzen zu lassen…
      :-)

    1. FRA und MUC leben von ihrem Status als Hub, im Gegensatz zu LHR, CDG und MAD die hauptsaechlich von dem lokalen Quellverkehr profitieren.

      Deshalb werden ein paar Slots keine signifikante Konkurrenz bringen.

    1. @ oscar

      Ja Öski, ich würde auch so machen. Und ich will als Steuerzahler auch gar keine “Hilfe” leisten an irgendwelche Unternehmungen!

    2. Genau richtig! So wäre es einmalig. Und dann warten bis die LH angekrochen kommt und bereit ist, alles für die Kohle zu tun

  2. Was müssste man den für LH auf den Tisch legen ?

    Wie war das mit der Commerzbank?
    6MRD Wert aber

    18 MrD bekommen für eine 25% Beteiligung!

    Ok kleine Abstufung
    Commerzbank war dran Schuld oder war das der Deal das die Dresdner übernommen wurde und damit die Chinesen vom Tisch waren ?

    Die LH kann ja auch Pokern.
    Es häufen sich die Klagen gegen den Lockdown und damit für Schadensersatzansprüche
    auch ein Weg den Lufthansa gehen kann.

  3. Jedes Unternehmen, egal ob klein oder gross, dass nachweislich nicht vom lockdown profitiert hat (wir kennen ja die Ausnahmen, die es auch jetzt gibt), hat Anspruch, von dem Staat für dessen Versagen und die getroffenen Massnahmen entschädigt zu werden, in dem es seine Steuern bezahlt. Mr. O’Leary sollte sich an die irische Regierung wenden, ihm stehen solcherart Entschädigungen natürlich auch zu.

    Keine airline und auch sonst kein Unternehmer hat sich freiwillig in diese Lage begeben, auch LH nicht. Wie kann man die (hausgemachte!) Bankenkrise und deren verschwenderische Rettung mit Corona und jetzt zwingend notwendigen Unternehmensstützungen – nicht nur für LH – vergleichen?

    SQ hat 84% seines letztjährigen Ticket-Verkauf-Umsatzes als Unterstützung bekommen, ich hab noch von keinem gelesen, dass das eine Unverschämtheit sei und man SQ besser liquidieren sollte.
    In DE werden es mit den 9 Mrd. gerade mal 50% sein.

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