Eine Prise Luxus: Gulf Air 787 Business Shanghai – Bahrain

Im Haus, Flugzeugkabine, Wand, Platane Flugzeug Hobel, Flug

Mit der Gulf Air Business von Shanghai nach Bahrain …

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Shanghai (PVG) – Bahrain (BAH)
Gulf Air 787 Business
Deal: DEAL: Gulf Air Business Shanghai / Guangzhou – Frankfurt (Oneway): 730 Euro
Champagner: Duval Leroy 2017

Gulf Air hat wirklich einen schönen Preis für die Business von China nach Frankfurt geladen gehabt. Bei 730 Euro Oneway Business Shanghai nach Frankfurt musste ich nicht lange nachdenken und bin aufgesprungen.

Business Check-in hat in Shanghai Pudong mit Einweiser super funktioniert. Für die Sicherheit gab es einen Fast Track, aber Passkontrolle war dann die übliche Drängelei in China.

Als Lounge hat Gulf Air die China Eastern VIP Lounge Nr. 77 gewählt (Review). Die war jetzt nicht der große Chartstürmer. In Shanghai ist es aber mit den Lounges nicht so ganz gut bestellt. Lufthansa setzt ihre First Passagiere in eine unklimatisierte cringe Air China First Lounge (Review). Nach einem Mineralwasser in der Lounge bin ich also weiter und habe die Geschäfte des Flughafens durchgestöbert.

Priority Boarding war auch in Ordnung. Diese seltsame Marotte wo man halbwüchsige Kinder oder rüstige Omas vorschiebt und sich so eine Großfamilie ein Pre-Boarding organisiert hat man abgedreht. Pre-Boarding gab es nur für wirklich berechtigte Personen. Ein paar Leute haben es probiert, aber man war Gott sei Dank unerbittlich und hat nicht mit sich diskutieren lassen.

Gulf Air hat in den 787 die Apex Business Suiten verbaut. Wir kennen die von Oman Air, aber nicht so ganz viele Airlines setzen auf dieses Produkt. In 2-2-2 hat bei dieser Business Variante jeder Gast einen direkten Zugang zum Gang.

Ich habe mir schon bei der Buchung einen der endgeilen Sitze am Fenster gesichert. Mit der Abtrennung zum Nachbarn hat man da ein enormes eigenes Reich ohne großartigen Kontakt zu Mitreisenden. Ich durfte sogar auch die Abtrennung bei Start und Landung oben lassen. Genau diese Plätze solltet ihr euch als Alleinreisende sichern und die sind schon genial. Einziger Kritikpunkt der Hardware wäre eher wenig Staufläche. Der Sitz war sauber und in einem sehr guten Zustand. Mit so einer Hardware muss sich Gulf Air vor den großen Airlines vom Golf nicht schämen.

Die höfliche und freundlich Crew hat sich vorgestellt, aber mich nicht namentlich angesprochen. Es gab gleich einen Welcome Drink (kein Champagner am Boden). Man hat ein ordentliches Amenity Kit von Gaia – mit Rituals Produkten aber interessanterweise ohne Rasierer – ausgeteilt. Auf Nachfrage gab es sogar auf diesem Tagflug einen Pyajama für mich. Gerade wenn ich lange unterwegs bin, ist es angenehm sich umzuziehen. Nach Arabic Coffee und Datteln hat man die Speise- und Getränkekarte präsentiert.

Sehr interessant waren meine Mitreisenden. Gulf Air dürfte die Hütte mit Upgrades aufgefüllt haben. So wollte mein Sitznachbar mit mir den Platz tauschen. Ich sollte meinen Fensterplatz für seine Frau mit einem Platz am Gang aufgeben. Relativ harsch hat die Flugbegleiterin ihm erklärt, dass das nicht geht. Sie könnten gerne wieder ihre Sitze in der Economy haben. In zwei Minuten würde sie Passagiere finden die ihre Plätze mit ihnen tauschen würden und sie würden wie ursprünglich gebucht in der Eco nebeneinander sitzen. Ich war heilfroh, dass die Flugbegleiterin da eingegriffen hat und sie das mit dem Passagier ausdiskutiert hat. Es ging ja im Lauf des Fluges so weiter. Sie wollten ihr bestelltes Sondermenü in einer Business Variante. Flugbegleiterin hat ihnen wieder erklärt, dass es entweder ihr Sondermenü aus der Eco oder eben das Essen aus der Business gibt. Manchmal verstehe ich die Leute nicht. Da gibt Gulf Air ein Upgrade in eine wirklich tolle Business raus und die denken sie hätten das Flugzeug gechartert. Wie gesagt war ich heilfroh, dass das die Flugbegleiter gecheckt haben und ich nicht belästigt wurde.

Entertainment war nicht so üppig wie man das bei Emirates oder Qatar Airways kennt. Dafür gab es Wi-Fi für alle Passagiere.

Der Drink nach dem Start war mit Nüssen sehr nice. Die arabischen Mezze können diese Airlines. Das Hauptgericht war irgendwie ok. Den Käseteller habe ich schon in einer schöneren Aufmachung gesehen. Serviert wurde vom Trolley und Champus wurde ausgeteilt und nicht vor dem Gast eingeschenkt. Getränke gab es während des Essens nur auf Nachfrage. Insgesamt habe ich bei den Airlines aus dieser Ecke schon mehr Feuerwerk und Lametta gesehen.

Bis zum nächsten Essen gab es eine relativ lange Pause ohne Service. Sie haben auch die Nassräume verkommen lassen. Die waren am Ende des Fluges wegen dem stehenden Wasser am Boden unbenutzbar.

Vor der Landung war noch ein Snack eingeplant. Das Nudelgericht war ganz nice, aber nicht spektakulär. Wieder gab es nur Wasser und man konnte keine Getränke bestellen.

Die Crew war freundlich und höflich, aber sie waren auch ein wenig lazy. Das Mindestmaß wurde erfüllt und das auch ordentlich und höflich. Man ist aber keinen Schritt weiter gegangen oder hat sich irgendwie bemüht. Ich war dann schon froh, dass da eine Wasserflasche am Sitz war, weil Getränk hatte ich für lange Zeit keines bekommen.

Bei den Preis will ich nicht meckern, aber das war natürlich eine Anomalie und in der Regel legt man mehr für so einen Flug mehr ab. Über die Hardware brauchen wir nicht zu diskutieren. Die ist exzellent.

Für eine Airline vom Golf hätte ich mir ein wenig spektakuläreres Catering erwartet. Da ballert Emirates, Etihad und Qatar definitiv mehr raus. Was ich auch beim Anschlussflug bemerkt habe, ist dass Gulf Air eigentlich viel Potential mit lustigen Gimmicks geplant hätte, die aber im Endeffekt beim Gast nicht wirklich ankommen. Sie bieten eine Prise Luxus, aber eigentlich hätten sie das Potential so auf richtig Luxus zu machen. Die Hardware hätten sie ja dafür.

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