Mit der China Eastern Business gediegen nach Chengdu …

Shanghai (PVG) – Chengdu (TFU)
China Eastern A321 Business
Deal: Günstiger Business Deal mit Shanghai Airlines nach China!
Champagner: kein Champagner
Ich bin immer wieder fasziniert, wie wir in Europa in der Business mit einem blockierten Mittelsitz in einer Servicewüste herumreiten und sobald man nur einen Millimeter aus Europa rausgeht, eine regionale Business wie eine andere Welt ist. Mich hat ein sehr günstiges Ticket mit Shanghai Airlines von Budapest nach Shanghai gebracht (Review) und von dort flog ich mit China Eastern weiter in die Partyhauptstadt Chinas Chengdu.
Nachdem ich eingereist bin ging es leider aus unerfindlichen Gründen ohne Fast Track in den Domestic Terminal von Pudong. „VIP Lounge 101“, was für ein Name war das Ziel. Erst kürzlich habe ich nach 20 Jahren – bitte mich nicht auslachen – diese Systematik der Loungebezeichnungen in China gecheckt. Lounges haben immer diese Nummer, die das nächste Gate bezeichnet. Manchmal wundere ich mich, wie ich nach Hause komme ;)
China Eastern VIP Lounge 101 ist eine neue Lounge die eigentlich ein nettes Design hat. Aussicht auf den Flughafen gäbe es mit den Panoramafenstern auch. Vielleicht könnten sie mal die Fenster putzen. Man hat da so eine Küche mit Nudelgerichten und ein Buffet. Ein breites Getränkeangebot war auch ganz nice. Die Lounge ist riesig und es waren da verschwindend wenig Leute. Für die Wartezeit fand ich die ganz entspannend.
Natürlich wollte ich mich nach einer Langstrecke erfrischen. Sie haben mich da in irgendeinen anderen Teil der Lounge gefühlt einen halben Kilometer entfernt geführt, wo eine chinesische Babuschka die Duschen verwaltet hat. An sich waren die Duschräume sauber, aber Setting ein wenig abgeranzt. Seltsam war, dass es keine Amenities wie Rasierer oder so gegeben hat. Plastikschlappen die nach Fußpilz geschrien haben und ein Badetuch mussten reichen. Auch wenn ich in Zeiten des Cost Cuttings sehr geringe Erwartungen an Lounges habe, könnten sie da ein wenig mehr Achtsamkeit reinlegen. Man merkt ja richtig die Tendenz von China Eastern bzw. Shanghai Airlines sich als Premium-Produkt zu positionieren, da müsste das natürlich auch passen. Dieser super freundlichen chinesischen Oma konnte ich aber natürlich nicht böse sein. Die kann man mir keine Hygieneartikel geben, wenn sie die gar nicht haben.











Boarding war sehr ordentlich nach Klassen geordnet. In Hong Kong hat man mit den Touristen von Mainland irgendwie Schwierigkeiten, dass sie sich nicht zu benehmen wissen. In Mainland selbst finde ich die Reisenden im Gegensatz immer so diszipliniert. Wobei ich in China auch schon mehrere Raufereien auf Flughäfen beobachtet habe.
Diese A321 China Eastern Business mit Couchsesseln war für so einen Hüpfer nach Chengdu eine sehr angenehme Sache. Am Platz haben Decke, Kopfpolster, Kopfhörer, Slipper und Speise- bzw. Getränkekarte gewartet. Rasch hat die extrem höfliche Crew ein Desinfektionstuch und ein Getränk gebracht.
Diese Speisekarten von China Eastern bzw. Shanghai Airlines kann man vergessen. Da werden irgendwie so Phantasien abgedruckt. Die Crew hat mir erklärt, was sie von diesem eigentlich sehr großen Angebot eigentlich wirklich mithaben. Mein Essenswunsch wurde vor Abflug schon abgeklärt.







Nach dem Start hat man die drei Reihen der Business mit dem Vorhang abgetrennt und ein eigenes ruhiges Reich erschaffen. Mein erster Drink war ein Mineralwasser. Dazu gab es ein heißes Tuch und Nüsse. Eingedeckt habe ich mir dieses chinesische Menü reingezogen. Ich fand es ganz reizend exotisch.
Sehr freundliches zuvorkommendes Service war den ganzen Flug vorhanden. An sich hätte es auch ein Entertainment gegeben. Weil ich ja schon die paar interessanten Filme auf der Hinreise durch hatte, war dieses noch reduziertere Entertainment noch weniger interessant.



Kürzere Strecken in der Business machen in Asien häufig Spaß. Man kann das schon als luxuriös beschreiben. Das war ein sehr entspannter Flug mit einem guten Service. China Eastern will sich in der Business nach oben positionieren und das merkt man schon. Mir gefällt das, wenn man merkt, dass Airlines ein richtiges Premium-Produkt anbieten wollen.
Na komm, der Nassraum war ansehnlich sauber und die eingeschweissten Plastik(?) Latschen waren garantiert einmal am Atomreaktor vorbeigetragen und damit keimfrei gemacht worden.
Ich habe ja geschrieben er war sauber, aber würde mal überholt gehören. Diese Latschen können sie nicht mehr keimfrei machen. Der Kunststoff war so porös, dass man da nichts keimfrei machen kann.
Weil die mainlands sich im mainland benehmen müssen, lassen sie woanders die Sau raus
Ich war mal bei einem Check-in in Peking, da war gerade ein heftiges Gewitter über die Stadt gefegt und alle Flüge mindestens einen halben Tag verspätet. Auf einmal fasst der eine Passagier über den Tresen beim Check-in und holt sich den Mitarbeiter und fangt sich an mit dem zu prügeln. Da habe ich schwer gestaunt. Meine Mutter gleich: Stephan wir gehen. Jetzt weiß ich auch, warum die Polizei diese Menschenfänger (Stangen mit Metallschlaufen) mit sich führt. Und das war nicht die einzige Schlägerei die ich auf Flughäfen in China gesehen habe. Aber sonst sind sie immer extrem diszipliniert. Vergleich dazu, was Mainland in Bangkok aufführt.
Na das gibt dann aber lebenslange Minuspunkte in deren Sozialkonto, wo es um Benehmen, Einbringen in das Miteinander, etc. geht.
Diese Leute dürften somit lebenslang Nachts den Müll in ihrem Wohnviertel einsammeln dürfen und für die unbekannte Omma 10 Häuser weiter die Einkäufe erledigen müssen…..
Machen sich also selber das Leben schwer mit einem solch asozialen Verhalten.
Wünschte, so ein System mit Sozialpunkten gäbe es hier in Europa ebenso…
Du hattest also keinen Lufthansa Business Class Apfel? Schwach …