REVIEW: Das großzügigste Stopover-Programm hat Ethiopian (Addis Abeba Skylight Hotel)

Ein Stopover mit Ethiopian ist ein Highlight …

Ethiopian verbindet mit ihren Widebodys die Welt mit Afrika. Damit entstehen mitunter extreme Umstiegszeiten. Sie haben aus der Not eine Tugend gemacht und bieten das großzügigste Stopover-Programm da draußen. Die Regeln sind relativ simpel. Ihren Addis Abeba Stopover gibt es bei Umstiegszeiten von 8-24 Stunden, egal ob es einen früheren Flug gäbe. Sie bieten zwei Optionen: Einmal gibt es bei Verfügbarkeit das Airport Hotel im Transit. Es besteht aber auch die Möglichkeit eines kostenlosen Transit-Visas mit einem Zimmer im Skylight Hotel von Ethiopian. Verpflegung, Hotelzimmer, Visa und Transfer werden dabei von Ethiopian übernommen.

Zur Info Page: Addis Ababa Stopovers

Meine 37.500 Miles and More Meilen Einlösung bei Ethiopian in der Business von Sansibar über Mailand nach Zürich (Review) habe ich so gelegt, dass ich in dieses Stopover-Programm von Ethiopian gerutscht bin. Bereits beim Check-in in Sansibar gab es den Hotelvoucher. Mit dem sollte ich kostenlos einreisen und zum Transit Desk hinter der Passkontrolle.

Die Einreise mit so einem Transit Visa bei Stopover hat perfekt geklappt. Beim Transit Desk hat sich schon so eine Art Menschentraube gebildet. Ein wenig unstrukturiert hat man die Leute verteilt. Die Gäste der Business kommen in der Regel immer im Skylight Hotel von Ethiopian selbst unter. Dafür sollte ich für ein privates Taxi von Ethiopian warten.

10 Minuten Wartezeit war das Taxi von Ethiopian da. Ein Mitarbeiter hat uns zwei zum Wagen gebracht. Da wollten sie jetzt noch andere Leute in diese sehr desolate Schüssel reinpacken. Afrikanisches Sammeltaxi mache ich nicht mit und das war dann auf einmal auch kein Thema. Prinzipiell ist ja so ein privates Taxi ja eine tolle Sache. Hier war aber der Zustand des Fahrzeugs äußerst bedenklich und Wagen ohne Sicherheitsgurt verweigere ich eigentlich in der Regel. Gerade bei Sicherheit muss man Ethiopian schon rügen. Auch wenn das nur eine kurze Strecke zum Skylight Hotel ist, so müssen die Wagen annehmbar und mit Sicherheitsfeatures sein. Beim nächsten Mal werde ich mir wahrscheinlich ein Taxi von den sehr guten Fahrdiensten der Stadt nehmen.

Das Skylight Hotel von Ethiopian hat in zwei Gebäuden über 1.000 Zimmer. Mich hat man im älteren Trakt untergebracht. Ob der neuere Gebäudeteil besser wäre, kann ich nicht sagen. Prinzipiell kann man die ganze Hardware beider Gebäude verwenden. Die Hardware lässt sich mit Indoor-Pool, Outdoor-Pool, Spa und Fitness wirklich sehen. Dazu gibt es eine Unmenge unterschiedlichster Restaurants, Bars und Cafes.

Check-in war ein wenig seltsam. Nachdem man mir mit dem Gepäck geholfen hat, haben so Hosts den Weg zur Rezeption gezeigt. Die haben diesen Erstkontakt sofort für ein Verkaufsgespräch für eine City Tour genutzt und wollten mir unbedingt einen ihrer Freunde für eine überteuerte Rundfahrt aufs Aug drücken. Die waren auch relativ beharrlich und haben das bei jedem Gang durch diese Lobby erneut probiert. Der Herr an der Rezeption war schließlich indifferent unfreundlich. Der wollte ja keine Rundfahrt verkaufen.

Erstes Zimmer war jetzt schon irgendwie in Ordnung, aber Fenster hat sich nicht schließen lassen. Also unten angerufen und es gab als Ersatz ein anderes Zimmer auf der von der Straße abgewandten Seite. Das nächste Zimmer hatte leider eine defekte Toilettenspülung. Jetzt nochmals Zimmerwechsel war mir zu mühsam und so habe ich den Schwimmer der Toilette selbst repariert.

Das Zimmer war prinzipiell sauber. Mit Bademantel und Slipper waren ein paar Gimmicks vorhanden. Rasierer oder Zahnbürste und vielleicht ein paar mehr Handtücher wären im Zimmer eines Stopover-Hotels sicher kein Fehler. Beim Housekeeping konnte ich mir das selbst organisieren. Alles kein Drama, aber so mein Vibe bei Hotels war es irgendwie nicht.

Mit der Ride App (so eine Art Uber) habe ich mir mal einen Fahrdienst zum Nationalmuseum (die Überreste des Vormenschen Lucy werden dort ausgestellt) genommen. Den sehr netten Studenten der Kirchenmusik habe ich auf der Fahrt adoptiert und der hat mich durch die ganze Stadt gefahren.

Zurück im Skylight Hotel wollte ich noch Abendessen. Hier gibt es für die Gäste der Business ein eigenes Feature. Man kann den Voucher statt beim Buffet auch im Cultural Restaurant (= Spezialitäten Restaurant) verwenden. Da wurde es einmal eine äthiopische Platte mit Fleisch und einmal als Fastenvariante. Die Platte mit Fleisch war mir leider teilweise ein wenig zu steil und ungewöhnlich. Vegetarisch war super und würde ich sofort wieder bestellen.

Vor Abflug hat man mich im Zimmer telefonisch an den Check-out erinnert. An der sehr belebten Rezeption gab es so einen Voucher für das Grusel-Taxi und ohne Sicherheitsgurt ging es wieder zurück zum Flughafen.

An sich haben sie für die Gäste der Business einen eigenen Korridor mit Fast Track, Check-in und Passkontrolle. Gute Idee, aber die Abläufe waren extremst langsam. Da muss man also wirklich Zeit einplanen und einige Mitreisende in den Schlangen waren schon schwer gestresst.

Addis Abeba ist eine lustige und saubere Stadt, die man sich mal ansehen kann. An belebten Plätzen mit Fahrer habe ich mich als internationaler Reisender nicht unwohl gefühlt, aber ich würde da auch nicht einfach irgendwo ohne Kenntnis der Lage herumlaufen. Der Stopover eignet sich per perfekt für so eine Sightseeing-Tour durch Addis Abeba.

Ethiopian ist da mit ihrem Programm extrem großzügig. Beim Zustand ihres Taxis für die Business sollten sie sich was überlegen. Skylight Hotel war so ein riesiges Airport Hotel, das ich an sich nicht sofort wählen würde. Für aber im Ticket inkludiert, ist es aber schon auch in Ordnung gewesen. Mein persönliches Highlight war sicher das Abendessen im äthiopischen Restaurant.

Ethiopian Stopover kann man sicher machen. So easy kommt man ja sonst nicht nach Addis Abeba …

Kommentare 3
  1. Danke für den ausführlichen und detaillierten Bericht.
    Trotz wöchentlicher Trips, habe ich Afrika bisher immer gemieden – ich fühle mich in Asien deutlich wohler.
    Für einen Tagstrip ohne das 100$ Visum aber durchaus eine Überlegung wert.

  2. Danke für den interessanten Bericht!

    Was mir noch nicht ganz klar ist:

    Bekommt man das Transitvisum in den Paß gestempelt, oder bekommt man einen Einleger oder muß man den Pass sogar abgeben?

    1. Pass kann man behalten, braucht man ja für Check-in im Hotel. Gestempelt wurde nicht, ich glaube nur dieser Hotelvoucher, den man aber abgeben musste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Prev
Inflation bei Marriott Bonvoy = Stille Entwertung
Im Haus, Inneneinrichtung, Wand, Boden, Kaffeetisch, Vase, Decke, Hotel, Studiocouch, Couch, Fußboden, Bude, Zimmerpflanze, Esstisch, Bettsofa, Kleines Sofa, Penthouse, Armlehne, Wohnzimmer, Tisch, Zimmer, Mobiliar, Stuhl, Essen

Inflation bei Marriott Bonvoy = Stille Entwertung

Marriott Bonvoy Einlösungen werden teurer …

Next
SALE: China Eastern Business Stockholm – Asien (Return): 1.000 Euro
draußen, Gebäude, Hochhaus, Metropolregion, Metropole, Himmel, Stadtgebiet, Stadtlandschaft, Skyline, Stadtzentrum, Gewerbegebäude, Turm, Wohnungseigentum, Mischnutzung, Firmensitz, Stadt, Wolkenkratzer, Winter

SALE: China Eastern Business Stockholm – Asien (Return): 1.000 Euro

Mit der China Eastern Business von Stockholm nach Asien …

You May Also Like