In China fährt man Taxi. Vor allem als Reisender tut man das. Und man tut dies überall. Die Kosten sind überschaubar. Man ist schnell und bequem unterwegs. Die Taxis fahren meist mit dem Taxameter, Betrug gibt es normalerweise nicht.

Man stellt sich auf die Straße. Das Taxi kommt, man zeigt die chinesische Adresse hin. Englisch zu sprechen braucht man gleich gar nicht irgendwie versuchen. Der Taxifahrer hat Schwierigkeiten die chinesische Schrift zu lesen, aber meistens checkt er den Zielort und man ist unterwegs.

Aber nicht immer ist die Benutzung von Taxis in China so einfach. Klar in den großen Städten funktioniert es weitgehend, aber manchmal gibt es einfach keine Taxis. Begründungen dafür gibt es zuhauf: Fahrer Schichtwechsel, Nacht, Mittag, irgendein Feiertag oder einfach nur so. Dann steht man schon mal eine oder zwei Stunden herum und es gibt einfach kein Taxi. Gerade in der Nacht sind manche Taxifahrer angeheitert und manche Fahrer sind einfach nur Rowdys.

Für spezielle Geschichten kann man jetzt einen stinknormalen Fahrer von der Straße nicht nehmen. Man kann es schon probieren, aber es ist nicht so zielführend. Möchte man sich eine weitere Strecke aus der Stadt hinausbewegen oder für eine längere Zeit den gleichen Fahrer haben, braucht es eine andere Taktik.

Man muss sich seinen Taxifahrer suchen, oder sich finden lassen. Es geht jetzt nicht um die unregistrierten illegalen Taxis. Von denen sollte man die Finger lassen. Vielmehr sollte man ein Taxi der höheren Kategorie suchen. In den meisten Städten sind die Taxis nach Kategorien eingeteilt. Gerade die Taxis der höheren Kategorie (zumeist schwarz, aber mit Taxikennzeichen) sind für speziellere und anspruchsvollere Angelegenheiten zu empfehlen. Nie könnte man so etwas mit irgendeinem Fahrer machen.

Zumeist bewegen sich diese Taxis um die Hotels. Man muss sie suchen oder sich finden lassen. Man probiert den Fahrer einmal und wenn die Chemie passt, dann kann man sich auf eine längere Liaison einlassen.

In Shanghai und Peking habe ich meine Lieblings-Fahrer. Ich schreibe dem Hotel, das Hotel ruft den Fahrer an und der wartet dann auf dem Flughafen auf mich. Von da an hat er mich adoptiert. Mit solchen Taxis fahre ich regelmäßig mehrere hunderte Kilometer aus einer Stadt hinaus. Der Preis ist Verhandlungssache, aber Geschäfte in China haben viel auch mit Beziehung zu tun. Die Flasche Wein aus der Suite, die ich sowieso nicht trinken würde, wirkt wahre Wunder. Aber Achtung: Es wird Gegengeschenke geben.

Am Anfang habe ich noch ein schlechtes Gewissen gehabt, den Fahrer mehrere Stunden warten zu lassen, bis ich gemerkt habe, was er in dieser Zeit macht. Eigentlich wird immer geschlafen oder ein Restaurant gesucht und dort gegessen. Achja Karten und Navigationsgeräte werden überbewertet. Ist man einmal 200 Km von Peking entfernt stellt man sich zu den Bauern am Wegesrand plaudert mit ihnen und erfragt den Weg.

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