Mit Pobeda ging es von Sochi wieder zurück nach Moskau. Beim Abflug hat es einen wunderbaren Rundflug über die russische Küste am Schwarzen Meer gegeben …

Sochi (AER) – Moskau (VKO)
737 Front Row
Nettes Ticket BTS – VKO – AER (Return)
Trip: Wie, Olympia ist 2018 nicht in Sotschi?

So ganz habe ich ja Pobeda schon beim Hinflug nach Sochi (NUR WASSER: Pobeda 737 Front Row Bratislava – Moskau / RAUER CHARME: Pobeda 737 Front Row Moskau – Sochi) nicht durchschaut. Diese Tochterfluglinie von Aeroflot macht auf Billigflieger, will aber nichts verkaufen. Bei der Buchung konnte man bis auf die Sitzplatzreservierung und den Koffer keine Zusatzkäufe machen. Es hätte zwar einen Button für Lounge und Fast Track gegeben, aber das war irgendwie nicht freigeschalten. First Row und Gepäck habe ich mir gekauft, aber mehr war schon nicht möglich. Bei den Billigfluglinien kaufe ich eigentlich immer alles. Pobeda wollte mir nix verkaufen ;) (auch im Flugzeug dann noch, aber das kommt noch).

Sochi Airport ist eigentlich super nice. Da sind schöne Lokale und viele Geschäfte. Man merkt einfach, dass man hier in Russland auf Urlaub fährt. Die Business Lounge, die mir Pobeda nicht verkaufen wollte, aber eine Priority Pass Lounge ist, hat mich nicht so ganz überzeugt (NJET: Sochi Business Lounge (Domestic)). Das Boarding war super gesittet. Es hätte sogar ein Priority Boarding gegeben, was ich gar nicht kaufen konnte, weil man es eben nicht verkauft hat. Hmm, also gab es für mich kein Priority Boarding. Insgesamt hat es super geklappt. Mit Fluggastbrücke in Sochi musste man nichtmal Bus fahren.

Die Passagiere waren gut gelaunt drauf. Man hat schon gesehen, dass man es sich leisten kann, nach Sochi auf Urlaub zu fahren. Sehr viele Skifahrer und eigentlich ein volles Flugzeug voller Urlauber. Business Passagiere waren da nicht dabei.

Die Flugbegleiter waren relativ neutral. Für Pobeda Verhältnisse würde ich mal sagen, dass sie super gelaunt waren. Es gab auch keine irren Kontrollen von Gepäck und Kontrolle der Kontrolle. Keiner hat von meinem Handgepäck ein Foto gemacht, keiner wollte von mir, dass ich Übergepäck bezahle. Ich war schon fast ein wenig enttäuscht. In Moskau waren beim Hinflug die Pobeda Mitarbeiter äußerst kontrollwütig. Keiner wollte glauben, dass meine Tasche in diese Box geht. Jedem der es sehen wollte, habe ich es vorgeführt. Ich bin mir in Moskau schon ein wenig wie ein Zauberer vorgekommen. Aber in Sochi wollte keiner meinen Tasche-in-die-Kontrollbox Trick sehen. Es war eigentlich kein Trick, die Tasche war nur weitgehend leer (Laptop, Geld und Fotoapparat).

In Sochi gibt es wenig Flugverkehr. Die Maschine war super flott in der Luft. Dann kam ein wirkliches Highlight. Nach AER fliegt man an der Küste des Schwarzen Meeres und am Kaukasus entlang. Das hat schon sehr geil ausgesehen.

In der Luft hat es dann wieder überhaupt kein Service gegeben. Pobeda verkauft nichts im Flugzeug. Es gab Wasser und Papiertüten. That’s it. Man könnte auch nichts erstehen, weil es einfach nichts gibt. Also ich hätte schon was gekauft, aber wenns nix gibt, dann eben nicht.

In Moskau war das Wetter dann doch nicht so gut. Wie immer hat man in Vnukovo die Pobeda Maschinen auf einer Außenposition abgefertigt. Das war also wieder ein Spaziergang durch Kälte und Schnee. Bei einem Pobeda Umstieg in VKO ist das scheinbar ein Standard. Da sind auch die Pobeda Maschinen aufgereiht gestanden. Es gibt immer keine Fluggastbrücke.

Insgesamt ist der Preis natürlich ein Argument für Pobeda. Die 1A-C würde ich als bessere Sitze nicht empfehlen. Auf diese Wand zur Galley verzichtet Pobeda. Man sitzt da sehr exponiert. 2D-E (=normalerweise 1D-E) sind die besten Plätze. So eine Snack Box oder einen Softdrink zu verkaufen, wäre vielleicht schon eine Idee. Busfahren und Außenposition in Moskau auch bei schlimmen Wetter sollte man rechnen.