Mit der United 757 Domestic First (Business) von Los Angeles nach Denver. Eigentlich ganz cool …

Los Angeles (LAX) – Denver (DEN)
757 – Domestic First
Günstiges United Ticket
Champagner: Keiner
Trip: Auf nach Colorado Springs zum House of Miles

United hat es ja in letzter Zeit wirklich geschafft, ganz viel schlechte Meinung auf sich zu ziehen. Seien wir uns ehrlich, wenn man an United denkt, dann ist es die Airline der toten Hunde und verprügelten Fluggäste. Das ist nicht realistisch, aber das wären meine ersten zwei Gedanken. Letztlich ist das ja eigentlich ein Blödsinn und ein Vorurteil, dass sich durch tragische Einzelfälle und medialer Berichterstattung nährt.

Irgendwie musste ich von LAX nach Denver. United hat sehr nette Preise angeboten und noch dazu in einer eigentlich transkontinentalen First. Normalerweise landet man in den USA auf so kurzen Strecken in den First Couchsesseln. United hat eine 757 mit einer Fully-Flat Business (Domestic First) ins Rennen geworfen und naja dann wurde es eben halt United.

Der Check-in war freundlich. Der United Terminal in LAX ist super stylish. Der hat mir gleich wirklich gut gefallen. Auch die riesige neue United Lounge fand ich wirklich gut (GIGANTISCH: United Club Lounge Los Angeles). Da muss man aber eine kleine Zusatzbemerkung anbringen. Die wäre im Ticket nicht dabei gewesen. In die Lounge kommt man nur mit dem richtigen Status rein, oder man kauft sich die. Bei United gibt es eben (bis auf Ausnahmen) keine Domestic Lounges mit den Tickets.

Das Boarding nach Gruppen war sehr gesittet. Als “1” war ich einer der ersten Passagiere im Flugzeug.

Die Domestic First in der 757 ist eigentlich super. Es ist 2-2. Der Sitz ist fully flat. Es gibt Ablageflächen, also für so eine kurze Strecke ist das schon sehr ok. Die 757 selbst war schon ein wenig historisch. Diese neuere Business in einem doch älteren Jet hat irgendwie einen steilen Kontrast geboten.

Die First hat sich mit ganz vielen United Fanboys gefüllt. Das war eine riesige Upgrade Party ;) Bis auf meinen Sitznachbar, der musste eben ganz schnell von LAX nach Denver. Über den sollte ich dann noch ein paar Worte verlieren.

Vorm Abflug gab es eine Runde Getränke aus Plastikbechern. Irgendwann war dann auch die Maschine ready. Ein wenig seltsam ist das Aufteilen in Boarding Gruppen und Streß machen und dann passiert ewig nichts. Will man wirklich Geschwindigkeit beim Boarding, dann sollte man sich mal anschauen, wie Ryanair das macht. Immer mehr wird das mit den Boarding Gruppen ein wenig peinlich.

Nach einem wunderschönen Rundflug über Los Angeles gab es ein kleines Frühstück. Das war auch wirklich ok. Obst, Joghurt und eine Quiche. Ich komme nicht ins Schwärmen, aber das war schon sehr eßbar. Es gab dann auch noch weitere Runden Getränke. Die Flugbegleiter waren super chillig und nett unterwegs.

So und jetzt zu meinem Sitznachbarn. Ich bin mit ihm ein wenig ins Gespräch gekommen. Ich saß neben einem Drogenbaron, der mir den ganzen Flug das Geschäftsmodell “Dealen” erklärt hat. Vor Jahren war mal mein Sitznachbar ein Zuhälter. Der hat aber ganz fein immer darauf bestanden, nur Zimmer zu vermieten. Der Drogenbaron war aber super auskunftsfreudig. Der Herr war auch eigentlich nett, aber da bin ich schon ein wenig an meine persönlichen Grenzen gekommen. Einerseits ist man höflich und verliert ein paar Worte mit seinem Nachbarn, andererseits ist mir diese Sache so richtig zuwider. Ich habe dann das Gespräch auf Luxushotels gelenkt, das war dann weltanschaulich neutraler.

Bis Denver habe ich mir noch einen Film aus der BA First (BEST OF BA: British Airways A380 First London – Los Angeles) fertig angesehen. Auch das Entertainment System ist für so eine kurze Tour super.

Schlußendlich hat es dann noch einen wunderbaren Rundflug über die Rocky Mountains beim Landeanflug auf Denver gegeben. Ich glaube man kann es an den Bildern sehen.

Insgesamt ist so eine transkontinentale First ein super Produkt für diese kurze Strecke. Das Catering war ganz gut. Bei United sollte man sich immer genau die Hardware ansehen. 757 Domestic First ist für so eine Tour ist einfach super.