Review der JAL 777 Business von Bangkok nach Tokyo …

Bangkok (BKK) – Tokyo (HND)
777 – JAL Business
Deal: BOOKED: 15 Stunden JAL Business um 25000 Meilen
Champagner: Charles Heidsieck
Die volle Tour: Catch me – In zwei Monaten durch Asien und die Schweiz

Irgendwie musste ich von Bangkok nach Delhi kommen. Günstiger als ein Direktflug war eine Tour mit Alaska Meilen und JAL Business über Tokyo. Einen Stopover konnte ich mir noch dazu einbauen.

Wie das funktioniert, das habe ich hier schon mal erklärt: BOOKED: 15 Stunden JAL Business um 25000 Meilen

Der Check-in war super geordnet. Ganz genau hat man auf die einzelnen Schlangen geachtet. Es gab den Lounge Voucher und den Fast Track für Bangkok. Kommt man aus dem deutschsprachigen Raum, dann fühlt man sich mit dem japanischen Ordnungssinn doch schon ein wenig wie zu Hause.

Es ging für einen Abstecher in die JAL Sakura Business Lounge (Review). Catering hat super ausgesehen und die Lounge fand ich wirklich nett. Japanisch nüchtern eben und gleichzeitig frisch renoviert. Jetzt haben die Besucher der Lounge dort irgendwas geahnt. Normalerweise versuche ich nicht hungrig in ein Flugzeug zu steigen. Man weiß ja dann letztlich nie, wann es wirklich das Essen gibt. Hier aber war die Schlacht am Buffet eröffnet. Die haben alle reingeworfen, wie wenn es am Flug kein Essen geben würde. Ich hab’ somit auch ordentlich zu Abend gegessen. Weil irgendwas war da faul. Spoiler Alert: Es hat am Flug kein Abendessen gegeben.

Das Boarding war sehr geordnet, fast schon militärisch. Die Statuskunden von JAL hatten einen eigenen Bereich, die Passagiere der Business waren nachgeordnet. Mit meiner naiven Art habe ich mich im Bereich der Statuskunden wiedergefunden. Ich war dann auch der erste Passagier in der Business. Die meisten Statuskunden sind in die Economy abgebogen.

Der JAL 777 Business Sitz (genannt “JAL Sky Suite III”) ist eine Reverse Herringbone Business Variante. Daneben fliegt JAL auch mit den Apex Suiten herum. Ich hatte aber irgendwie die Begabung immer die Sky Suite III zu erwischen, also beim Hin- und Rückflug nach Delhi. Eigentlich wollte ich die Apex Suiten haben, aber irgendwie habe ich das verbockt.

Insgesamt mag ich die Reverse Herringbone Business Sitze. Hier hat JAL aber seltsamerweise den Sitz geschrumpft. Das ist eine wirklich kleinere Variante, als man das normalerweise gewohnt ist. Sehr große oder massive Passagiere werden bei diesem Business Sitz Probleme haben.

Amenity Kit, Pantoffeln, Decken und Kopfhörer haben schon gewartet. Auf einer Bestellkarte konnte man das Frühstück auswählen.

Der Amenity Kit ist ein wenig sehr basic ausgefallen. Das war Economy Level.

Die Damen haben einen Cardigan ausgeteilt. Leihkleidung ist in Japan keine Besonderheit. Das kennt man dort z. B. in Fitnesscenter oder in Hotels. Hier aber war dieses Jäckchen sehr verwaschen und hatte schon eine äußerst ungepflegte Farbe. Das wollte ich nicht anziehen.

Meine Mitreisenden haben sich schließlich in der Business eingefunden. Es waren interessanterweise weitgehend Männer. Viele hatten schon einen ordentlichen Alkoholgeruch. Die haben sich hingesetzt und waren weg im Träumeland.

Die Flugbegleiterin für diese Abteilung war äußerst seltsam unterwegs. Bei den japanischen Herren hat sie sich mit Höflichkeitsfloskeln übertrumpft, mich hat sie teilweise wortlos bedient. Das fand ich ein wenig seltsam.

Pre-departure Drink gab es keinen. Nettes Service eigentlich auch nicht. Irgendwann war die 777 recht gut gefüllt auf dem Weg nach Tokyo.

Als Abendessen gab es dann genau ein Glas Champagner und zwei Satay Spieße. Keine Auswahl. Der Snack war überall gleich. Dieses Fingerfood ohne Besteck habe ich äußert unangebracht gefunden. Sie wollten mir auch partout kein Besteck bringen. Die Satay Spieße waren noch dazu ungenießbar. Gut, dass ich in der Lounge die Mitreisenden imitiert und gegessen hatte ;) Es hat mich an die Stellen von Karl Kraus in “Die letzten Tage der Menschheit” erinnert, wo er sehr heiter über den Vielesser und Wenigesser während der Rationierungen im I. Weltkrieg schreibt.

Normalerweise schreibe ich wenig über Entertainment Programme. Hier war aber die reduzierte Auswahl an englischsprachigen Titeln so offensichtlich, dass man das erwähnen sollte.

Meine Mitreisenden kannten das Spiel und haben sich alle sofort hingelegt. Das habe ich dann auch getan. Essen gab es ja keines. Entertainment war auch nicht so berauschend.

Das Frühstück vor der Landung in Haneda war ganz ok. Es war so eine Box, wie man sie an Bahnhöfen in Japan bekommen würde. Also nicht schlecht, aber auch nicht wirklich extrem raffiniert. Einen kleinen echten Schönheitsfehler hatte das Frühstück. Man hat es zwei Stunden vor Landung serviert. Bei mir wieder wortlos, bei den anderen Passagieren mit ganz viel Höflichkeit.

Der große Vorteil von der Landung in Haneda im Vergleich zu Narita ist einfach die Lage. Man steigt in den Zug und ist wirklich flott in Tokyo. Bei Narita ist es doch eine weitere Reise nach Tokyo.

Fazit: Ich mag die japanische Kultur und bei JAL gibt es davon ganz viel. Hier aber hat das alles schon einen extrem starken Eindruck von Cost-Cutting gemacht. Man ist in den Business Produkten schon ein wenig mehr Großzügigkeit gewohnt.

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